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Archive for 27. September 2018


Heute ist es zehn Jahre her, seit der Blog mit folgender Anrede an den virtuellen Start ging:

Liebe Wladimir-Freunde,

ein großer Schritt für mich, ein kleiner für die Partnerschaft. Ich lege nun einen Blog an, ohne noch so recht zu wissen, wie das funktioniert und was das überhaupt bedeutet. Nehmen wir es als die zeitgemäße Weise der Mitteilung von Meldungen aus der Partnerstadt Wladimir und dem großen Ganzen der Zusammenarbeit beider Kommunen. Es mag und soll wohl auch so manches an persönlichen Eindrücken seinen Platz finden, hauptsächlich will ich mich aber auf tagesaktuelle Nachrichten beschränken und dazu aufrufen, Fragen zu stellen und möglichst viel Bereitschaft zur Mitarbeit zu bekunden.

Was als Aufbruch ins Unbekannte begann, gehört seit einer Dekade mit durchschnittlich 300 Aufrufen pro Tag zum beständigen Begleitmedium der Städtepartnerschaft, mehr noch, der Blog bietet eine immer breitere Plattform für eine wachsende Zahl von Gastbeiträgen und lebt von der Interaktion, wofür die aktuell 1.186 Kommentare und ungezählten Bewertungssternchen stehen. Die Auszeichnung durch die beiden Außenminister, Heiko Maas und Sergej Lawrow, am 14. September in Berlin brachte schließlich auch eine Anerkennung dieses Partnerschaftsprojekts mit inzwischen 3.872 Beiträgen auf höchster zwischenstaatlicher Ebene.

Wenn der Blog heute sein zehnjähriges Jubiläum feiern kann, ist das freilich vor allem seiner Muse zu verdanken, die sich lieber im Hintergrund hält. Sie ist nicht nur, wie in der Kunst üblich, für die andauernde Inspiration und all die funkelnden Initialzündungen zuständig, sie steuert selbst – nicht nur kulinarische – Einträge bei, sie zeichnet  vor allem auch verantwortlich für den Blogkodex und findet noch die unauffälligste Unstimmigkeit oder den kleinsten Flüchtigkeitsfehler. Schließlich weiß auch nur sie, wie viele Stunden tatsächlich in dieser täglichen Fron stecken, Zeit, die sie mit allen teilt, die diese und all die anderen Zeilen lesen. Danke dafür – bekannterweise.

Die Bildreporterin des Blogs beim Russischen Abend 2018 in der Volkshochschule mit Oberbürgermeister Florian Janik und Konsul Andrej Matwijenko vor dem Objektiv

Aber der Blog ist nicht für zwei, und er wäre nicht der Blog, hätte er nicht gerade auch heute eine kleine Geschichte zu erzählen: Milena Lukjanzewa aus Wladiwostok und Sachar Usenko aus Wladimir, der, damals elfjährig, 2016 beim Newcomer Festival in Erlangen mit seinem musikalischen Mentor, Dmitrij Wladimirow, den ersten großen Auftritt im Ausland hatte, nahmen heuer an den Wettbewerben „Neue Welle“ und „Die Stimme“ in Moskau teil. Dort lernten sich im Studio des Produzenten, Igor Krutoj, die beiden Nachwuchssänger kennen, sie begleitet von ihrer Mutter, er von seinem Vater, und es entstand gleich die Idee etwas Gemeinsames zu machen.

Stephan Beck, Karin Lippert, Susanne Lender-Cassens, Sachar Usenko, Dmitrij Wladimirow und Alexander Usenko, November 2016

Das Pärchen aus dem fernen Osten des Landes hatte im Frühjahr eine Woche für Moskau freigenommen, die beiden aus der Partnerstadt waren für zwei Tage in die Hauptstadt gekommen, wo Sachars Vater, Alexander Usenko, erste Aufnahmen von den Kindern machte, bevor Milena mit ihrer Mutter, Natalia Lukjanzewa, auf einen Sprung nach Wladimir kam, wo das Lied „Die Welt ist nicht für zwei“, geschrieben und gespielt von Dmitrij Wladimirow, aufgenommen wurde. Dann der Abschied. Aber nur räumlich, wenn auch denkbar weit voneinander entfernt, dafür künstlerisch denkbar nah beisammen: In Wladiwostok und in Wladimir entstanden nämlich weitere Videoaufnahmen, die nun Alexander Usenko zu folgendem Clip montierte, der seit zwei Tagen im Netz unter https://is.gd/qbAIyP zu sehen ist und dem Blog ein Ständchen zum Geburtstag darbringt.

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