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Archive for 26. September 2018


Sie begegneten einander 2005 in Tennenlohe, der Bildhauer aus Wladimir, der in dem Erlanger Stadtteil seine Skulptur „Dialog“ schuf, bis heute südlich des Skulpturenparks zu finden, und Helmut Zeitler, der Kunstfreund mit besonderem Bezug zu Wladimir. In Verbindung bleiben die beiden bis heute über die Relaisstationen Rathaus Erlangen und Erlangen-Haus sowie gelegentliche Ferngespräche. Von Zeit zu Zeit kommt es auch zu kleineren Transporten von Kunstwerken als Freundschaftsgaben. Gestern war es wieder einmal so weit.

„Behütet“ von Igor Tschernoglasow

Eine kleine Arbeit nur, ein behütetes Paar, noch als Rohling, in den Händen von Helmut Zeitler, aber welch große Freude in den Augen des Sammlers! Und welch ein Symbol für die Partnerschaft, die ja auch immer wieder neu geschaffen, gestaltet, behauen, interpretiert werden will.

Helmut Zeitler mit der Skulptur von Igor Tschernoglasow „Behütet“

Mitgebracht hat das Kunstwerk Michail Tschischow, der weder den einen, noch den andern kennt, wohl aber als Akteur der Partnerschaft seit 1991, als er mit einer Komsomolzengruppe zum ersten Mal nach Erlangen kam, vertraut ist mit den ungeschriebenen Gesetzen des Austausches: Ein jeder sei des andern guter Bote. Auch wenn man ganz in eigener Sache unterwegs ist – wie der pensionierte Sportlehrer mit seiner Frau Nadeschda, die hier eigentlich nur ihre Freunde besuchen wollten und nun „kollateral“ mit ihrer Fracht Freude stifteten.

Michail Tschischow, Doris Höhle, Nadeschda Tschischowa und Klaus Höhle

Natürlich auch bei Klaus und Doris Höhle, mit denen das Ehepaar aus Wladimir seit fünf Jahren befreundet ist, wo die Weltenbummler bei ihren Expeditionen per Fahrrad oder Geländewagen gen Osten (der Blog berichtete ausführlich) immer einen Zwischenhalt einlegen. Möglicherweise schon im nächsten Jahr wieder, denn es gibt bereits neue Reisepläne und, wie Klaus Höhle zu betonen nicht müde wird: „Nirgendwo fühlen wir uns auf unseren vielen Fahrten durch aller Herren Länder so sicher und wohl, so herzlich aufgenommen und so entspannt wie zwischen Erlangen und Wladimir, wie auf russischen Straßen, bei Begegnungen in russischen Dörfern und Städten.“ Behütet eben. Nicht nur als Skulptur.

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