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Archive for 2. September 2018


Oft wird ja gefragt, warum bei all den augenfälligen Unterschieden ausgerechnet Erlangen und Wladimir Partnerstädte geworden sind. Die Antwort ist so einfach wie unbefriedigend. Man weiß es einfach nicht, denn auf das Angebot von Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg, ausgesprochen 1981 bei seinem Besuch in Moskau, kam der Vorschlag der Sowjetischen Botschaft in Bonn, Kontakt mit Wladimir aufzunehmen. Vielleicht findet ein Historiker eines Tages den Vermerk in den Archiven der KPdSU und des Außenministeriums der UdSSR, der erklärt, wer da warum Wladimir ins Spiel brachte. Wie richtig und gut es war, diese Verbindung einzugehen, braucht man heute ja niemandem mehr erklären. Dennoch immer wieder erstaunlich, welche Übereinstimmungen es gibt.

Wladimir beim Stadtfest, gesehen von Wladimir Fedin

Da wurde nämlich soeben eine Studie der Finanzuniversität bei der Regierung der Russischen Föderation zur Frage der Lebensqualität in Großstädten mit 250.000 bis 500.000 Einwohnern veröffentlicht, die Wladimir auf dem vierten Platz sieht, gleich nach Nischnewartowsk, Grosnyj und Surgut. Im Schnitt sind in den untersuchten Städten 82% der Menschen mit ihrem Erdendasein zufrieden, in Wladimir gar 88%. Die Nachbarstädte Iwanowo mit 74%, Jaroslawl mit 78% oder Rjasan und Nischnij Nowgorod mit je 82% bleiben da deutlich zurück. Sogar Moskau gibt sich mit nur 83% gegenüber Wladimir recht bescheiden. Sieht man sich die Rankings der letzten Jahre an, kann Erlangen da durchaus mithalten. Vielleicht auch ein Grund, warum es so gut läuft zwischen den Partnerstädten. Es gibt kein Glücksgefälle zwischen Kljasma und Regnitz.

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