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Archive for 12. August 2018


Gerade einmal 30 Jahre alt ist Wiktor Baraschkow und bereitet schon seine zweite Dissertation vor. Die erste Doktorarbeit verteidigte der Religionswissenschaftler zu den Gottesbildern der nordamerikanischen Indianer, wobei er sich auf Feldforschungen von Kollegen aus den USA stützte. Nun sammelt er selbst Material zu einem neuen Thema: „Spirituelle Kunst in der Ost- und Westkirche des 20. Jahrhunderts.“ Eine schwierige und etwas einseitige kontrastive Analyse, die sich der Dozent an der Universität Wladimir da vorgenommen hat, denn, so der Gast aus der Partnerstadt: „Im letzten Jahrhundert gab es kaum Neubauten von Kirchen bei uns, und das, was jetzt entsteht, orientiert sich in der Regel recht streng an den vorgegebenen Traditionen, ganz anders als hier im Westen, wo die zeitgenössische Kunst – mit allen Zumutungen wie Bereicherungen – auch den spirituellen Raum durchdringt.“

Wiktor Baraschkow

Gestern traf der Besucher, der in Moskau studierte und dann in seine Heimatstadt zurückkehrte, wo er nun selbst seit vier Jahren lehrt, aus Berlin mit den vielen Gotteshäusern kommend, in Erlangen ein und will hier die Basis für seine nächste Dissertation legen. Klar, daß ihn da einer seiner ersten Wege gleich zur Herz-Jesu-Kirche führte, von wo aus er dann in den nächsten Tagen die Kreise weiterziehen möchte, um vielleicht hier sogar seinen Forschungsschwerpunkt zu finden. Nicht abwegig, zumal Wiktor Barschkow, der Deutsch als seine zweite (und Englisch als erste) Fremdsprache vorzüglich beherrscht, vorher einmal auch schon in Bamberg sich umgesehen hatte. Was liegt da näher, als das Spannungsfeld zwischen Kunst und Religion im Erzbistum zu erforschen!

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