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Archive for 22. April 2018


Den großen Zuschlag erhielt die Region Wladimir im Jahr 2015 zwar nicht, als es darum ging, ein Mercedes-Werk zu bauen. Daimler entschied sich schließlich doch für das Gouvernement Moskau, wo jetzt etwa 1.000 Arbeitsplätze entstehen und ab 2019 Modelle der E-Klasse sowie Pkws der Kategorie GLC, GLE und GLS für den russischen Markt gebaut werden sollen. Aber ganz leer geht Wladimir doch nicht aus, denn die Schwaben bestellen in der Kreisstadt Koltschugino 152 km Kabel der besonderen Art, die allen Anforderungen des Brandschutzes entsprechen, sprich auch bei Feuer den Betrieb noch mindestens drei Stunden aufrechterhalten und keine für Mensch und Technik gefährlichen Stoffe freisetzen dürfen. Vielleicht hätte man auch für den Flughafen Berlin in der Region Wladimir die Kabel bestellen sollen… Die Stuttgarter jedenfalls liegen im Zeitplan.

Große Pläne für Daimler im Moskauer Umland mit dem deutschen Botschafter, Rüdiger Freiherr von Fritsch, 2. v.l.

Zügig voran geht es auch bei den russisch-tschechischen Wirtschaftsbeziehungen. Die Wladimirer IHK besuchte im Vorjahr mit einer Delegation die Maschinenbaumesse in Brünn, dieser Tage waren die Tschechen zu Gast in Wladimir. Und siehe da: Man setzt eine Arbeitsgruppe ein, die Möglichkeiten für eine engere ökonomische Zusammenarbeit prüfen soll. Aber auch so schon ist der Warenaustausch um sage und schreibe 60% innerhalb eines Jahres gestiegen.

Russisch-tschechisches Forum in Wladimir

Vielleicht ja auch ein Modell für die Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland und insbesondere Bayern. Immerhin besuchte ja eine Delegation des zuständigen Ministeriums – in Zusammenarbeit mit der IHK Nürnberg – im November die Region Wladimir (der Blog berichtete). Man wird sehen, welche Bilanz die Statistiker da in einem halben Jahr ziehen.

 

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