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Archive for 14. April 2018


Welche Bedeutung für die Stadtgesellschaft der Rotary Preis in den zehn Jahren gewonnen hat, seit er von allen drei Erlanger Klubs in einer Gemeinschaftsaktion vergeben wird, bringt Bürgermeisterin Elisabeth Preuß in ihrem Grußwort zum Ausdruck. Dank ihrer Funktion als Referentin für den Sozialbereich kennt sie wie kaum jemand sonst die Lage von Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Sie weiß aber auch, welche ehrenamtlichen Initiativen, karitative Einrichtungen und Serviceklubs es hier gibt, die mit Sachverstand und Herz großzügig zu helfen bereit sind. Und sie ist dankbar für deren Engagement, das auch in Erlangen notwendig bleibt, auch wenn man hier die Chance hat, älter und glücklicher als andernorts zu werden.

Rotary 5

Elisabeth Preuß

Schön und ermutigend, wenn es da Netzwerke wie Rotary gibt, die sich nicht nur selbst auf vielfache Weise für das Gemeinwohl einsetzen, sondern auch Menschen auszeichnen, die ihren Beitrag leisten, um das Leben anderer reicher zu machen. Der Preis, der gestern im „Haus der Kirche Kreuz & Quer“  nach einem erhellenden Festvortrag des Stadtarchivars, Andreas Jakob, zum „Gemeinsinn in Erlangen in der guten alten Zeit“ an den „Sonderfonds für Kinder der Bürgerstiftung“ und an den „wabe e.V.“ sowie an Peter Steger vergeben wurde, gilt denn auch als die höchste zivilgesellschaftliche Ehrung in Erlangen.

Andreas Knorr und Peter Steger

Als solche verstand sie denn auch Peter Steger, der den Preis aus den Händen des Präsidenten von Rotary Erlangen, Andreas Knorr, entgegennehmen durfte. Als Anerkennung und Ermunterung stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen, die in der Völkerverständigung, besonders in der Partnerschaft mit Wladimir, tätig sind. Als Verpflichtung, gerade jetzt, wo die geopolitische Lage es mehr denn je erfordert, die bürgerschaftlichen Verbindungen zwischen unseren Ländern zu erhalten und zu festigen.

Peter Steger

Gerade in der Zusammenarbeit mit Wladimir hat Rotary bereits die unterschiedlichsten Projekte unterstützt: von der Aktion „Hilfe für Wladimir“ in den frühen 90er Jahren über Schul- und Bildungsprojekte bis hin zum bis heute geförderten Austausch von Medizinern und Hospitanten im Bereich Gastronomie.

Rotary 6

Andreas Jakob

Und schließlich der Band „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ mit Erinnerungen von Wehrmachtssoldaten an ihre Zeit in den Gefangenenlagern in und um Wladimir, der ohne den finanziellen Beitrag von Rotary und die Unterstützung durch Stadtarchivar Andreas Jakob so nicht hätte erscheinen können.

Evelin Lehmann-Leopold, Ursula Kosmalla (wabe e.V.), Michaela Weiß (Präsidentin RC Erlangen-Ohm), Andreas Knorr (Präsident RC Erlangen), Peter Steger, Ute Hirschfelder (Sonderfonds für Kinder der Bürgerstiftung Erlangen) und Andreas Magerl (Präsident RC Erlangen-Schloß)

In seiner Dankrede wies denn Peter Steger auch auf die Besonderheit Erlangens hin, wo gerade die Partnerschaft mit Wladimir, aber auch die anderen internationalen Kontakte, von der Politik gewollt sind und von der Gesellschaft getragen werden: „An welche Tür man auch klopft, es wird einem aufgetan.“ Besonders das Haus der Rotarier steht immer offen, wenn man Hilfe braucht.

Jürgen Ganzmann und Peter Steger

Eine schöne Fügung: Vor zehn Jahren wurde bereits Jürgen Ganzmann, damals noch Werkstattleiter der Barmherzigen Brüder Gremsdorf, später Leiter der WAB Kosbach und heute designierter Geschäftsführer des Zentrums für Selbstbestimmtes Leben, mit just diesem Preis für sein Psychiatrie-Projekt mit Wladimir ausgezeichnet. Nun kehrt die Auszeichnung noch einmal in die Partnerstadt zurück, und bald wird davon zu berichten sein, wofür das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro eingesetzt wird. Fortsetzung folgt.

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