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Archive for 13. April 2018


Wird über Gemeinsamkeiten der Städte Erlangen und Wladimir gesprochen, zählt man häufig eine ordentliche Menge Parallelen auf. Nur selten jedoch sind die beiden namhaften Universitäten Gesprächsthema. Dennoch: Die 20.000 Studenten, die an der Staatlichen Universität Wladimir studieren, genießen  in Räumlichkeiten mit einer Gesamtfläche von mehr als 180.000 qm Vorlesungen, die von über 1.000 Dozenten und Wissenschaftlern vorbereitet und abgehalten werden. Grund genug also, Blog-Lesern einen näheren Blick auf die Hochschule der Partnerstadt zu gewähren.

Ende letzten Monats besuchten die Erlanger Bürgermeisterin, Elisabeth Preuß, sowie eine dreiköpfige Gruppe Erlanger Studenten die Partnerstadt. Allesamt ursprünglich aus freizeitlichen Gründen angereist, traf sich die die frisch gebildete Delegation also für einen Besuch der „Flagship-University“, zu welcher die Hochschule Wladimirs im letzten Jahr durch das russische Bildungsministerium gekürt wurde.

Nadeschda Troschina, Alexej Panfilow und Elisabeth Preuß

Angekommen im Hauptgebäude, stellte man nach der Begrüßung durch Dozentin Oxana Seliwjorstowa den Verwaltungssitz der Hochschule in der Uliza Gorkogo vor, bevor es zum Gespräch in das Büro von Vizerektor, Alexej Panfilow, ging, der die Delegation ebenfalls ausführlich begrüßte.

Im weiteren Gesprächsverlauf betonte der Gastgeber, wie viel der Universität am Kontakt zu Erlangen liege und äußerte zudem den Wunsch einer verstärkten Zusammenarbeit der beiden Hochschulen. Studenten der FAU sowie freiwillige Praktikanten nehme die Hochschule grundsätzlich sehr gerne auf, auch wenn die Chance bisher nur sehr selten genutzt werde. Einer der Gründe für das bisher nur spärliche Interesse sei wohl, daß man (bis dato) nur Studiengänge in der russischen Sprache anbiete, nicht aber in Englisch, wie viele andere Universitäten des Landes es bereits tun, mutmaßte der Vizerektor gegenüber der Delegation.

Die Erlanger Bürgermeisterin erwiderte den Wunsch einer Intensivierung des Austausches zwischen den beiden Universitäten und nannte das Ziel, einen Studienaufenthalt in Wladimir gerade bei russischsprachigen Studenten aktiv zu bewerben. Gleichzeitig wies sie aber auf die derzeitige Problematik der Visavergabe hin: Ein erfolgreicher Universitätsaustausch erfordert eine unkomplizierte Visaerteilung. Eine Vereinfachung der Prozesse und kostenfreie Visa für partnerschaftliche Aktivitäten und Studenten sollten das Ziel sein, so Preuß.

Oxana Seliwjorstowa und Frederick Marthol

Nach dem Gespräch präsentierte dann noch Ljubow Naumowa, die Leiterin der Internationalen Abteilung der Universität, diverse Fakten über die Uni. Besonders auf die internationalen und freizeitlichen Aktivitäten ging sie hierbei detailliert ein. Unzählige Veranstaltungen aller Couleur.

Gegen Ende des Besuches erhielt die Delegation noch eine Führung durch das hauseigene Museum, wo neben diversen Urkunden und Pokalen auch einige Meilensteine der Universität sowie ein Bauplan für den Campus der Zukunft ausgestellt sind.

Im Ergebnis war der Besuch für alle Beteiligten eine interessante Erfahrung, weitere Schritte eines verstärkten Austausches werden nun gegenüber der Erlanger Universität angesprochen. – Es bleibt also interessant…

Frederick Marthol

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