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Archive for 9. April 2018


Immer im Januar und Februar schwärmen Fährtenleser in die vier Nationalparks der Region Wladimir aus, um mit Hilfe der Spuren im Schnee eine Zählung des Wilds vornehmen zu können. Das diesjährige Ergebnis bringt auch für die Fachleute Überraschungen ans Tageslicht, etwa folgende.

Elchspuren

Auf der 300.000 ha großen Fläche des Schutzgebietes Meschtschjora bei Gus-Chrustalnyj leben gerade noch fünf Wölfe – und kein einziger Bär. Zu sehr setzt der Mensch den einstigen Herrschern der Wälder zu – durch Wilderei, aber auch, gerade in jüngster Zeit, durch den Abschuß der Beute. Wegen der Afrikanischen Schweinepest, die man ja nun wohl bald auch in Deutschland erwarten kann, hat man das Schwarzwild derart dezimiert, daß auch in Meschtschjora nur noch etwa 40 Exemplare unterwegs sind.

Wölfe

Besser sieht es beim stark gefährdeten Luchs aus, dessen Bestand sich erholt und nun mit 16 Tieren belegt ist. Des weiteren zählte man 133 Baummarder, gut 70 Damhirsche, 45 Rehe, mehr als 1.000 Elche und fast 200 Hermeline. Die Angaben aus den anderen drei Nationalparks stehen noch aus, versprechen allerdings eine ähnliche Tendenz, vor allem hinsichtlich von Wolf und Bär.

Hermelin

Wünschenswert im Sinne der Biodiversität wäre nun für die Zukunft eine Vernetzung der weit voneinander entfernt liegenden Schutzgebiete durch grüne Korridore und Wildbrücken über die Straßen und Eisenbahnstrecken. Denn, was für den Menschen die Migration leistet, bedeutet für die Fauna der Wildwechsel, andernfalls die Inzucht droht mit all ihren bekannten Folgen.

 

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