Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 2. April 2018


Heute darf ich, Nikolaj Kaplenko, Sie herzlich begrüßen. Ich bin 22 Jahre alt, habe 2017 die Akademie für Verwaltung und Wirtschaft in Wladimir abgeschlossen und dann die Gelegenheit wahrgenommen, in Jena ein Jahr im Rahmen des „Europäischen Freiwilligendienstes“ zu verbringen. Vorher war ich schon Mitglied des Wladimirer „Euro-Klubs“ und engagierte mich dort im Bereich der Städtepartnerschaft. Meine Entscheidung für Jena kam also nicht zufällig zustande, denn auch hier beschäftige ich in der „Eurowerkstatt“ mit der deutsch-russischen Zusammenarbeit und dem Partnerschaftsdreieck Erlangen-Wladimir-Jena. Zu meinen Aufgaben gehört es, meinen Leiter, Iwan Nisowzew, den Vorsitzenden der „Eurowerkstatt“ bei der Durchführung von Kulturveranstaltungen, bei der Kommunikation mit dem Euro-Klub, beim Austausch zwischen dem Universitätsklinikum Jena und der Wladimirer Fachschule für Medizinische Berufe ebenso zu unterstützen wie bei der Vorbereitung von Delegationsbesuchen aus den Partnerstädten oder bei der Arbeit im Büro der „Eurowerkstatt“, bei Freiwilligenfestivals und bei vielem anderen zu helfen. Mit Alexander Fomin hält sich derzeit ein weiterer Freiwilliger aus Wladimir in Jena auf.

Nikolaj Kaplenko und Iwan Nisowzew

In meiner Freizeit treffe ich mich mit anderen Freiwilligen und Studenten aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Der Austausch mit ihnen hilft mir, andere Menschen besser zu verstehen und zu begreifen, daß wir so verschieden gar nicht sind. Ich erlerne die deutsche Sprache und reise viel, um die deutsche Kultur besser zu verstehen.

Vom 19. bis 23. Februar besuchte ich unsere Partnerstadt Erlangen, um an den „Russisch-Deutschen Wochen“ teilzunehmen. Daneben wollte ich neue Kontakte knüpfen, von der Erfahrung bei der Durchführung derartiger Veranstaltungen profitieren und einen ausländischen Blick auf die russische Kultur verstehen lernen.

Cornelia Bartlau und „ihre“ Freiwilligen

In dieser Woche sah ich den Film „Hundeherz“ aus dem Jahr 1988, versuchte mich in der russischen Kaligraphie und fühlte mich wieder wie in der ersten Klasse, als ich überlegen mußte, wie man die Buchstaben untereinander verbindet. Dann war da jener überwältigende Vortrag zum Thema „Russische Klassik gestern und heute“ mit einem Lektor, Dorian Keilhack, der nicht nur erzählte, sondern auch zusammen mit seiner Frau und Tochter selbst einige Stücke spielte. Auch der Abend, der einer Radfahrt von Erlangen nach Wladimir gewidmet war, hat mir sehr gut gefallen. Schön auch, nach dem Bericht all die vertrauten Bilder aus Wladimir und der Region um meine Stadt wiederzusehen.

Anastasia Blasch, Wolfgang Morell und Nikolaj Kaplenko

Besonders freute mich die Bekanntschaft mit dem Weltkriegsveteranen, Wolfgang Morell. Er lieh mir sein Exemplar der russischen Fassung des Buches „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ von Peter Steger. Es handelt sich dabei um die Sammlung von Erinnerungen ehemaliger Kriegsgefangener an ihre Lagerzeit auf dem Gebiet der Region Wladimir.

Meine Eindrücke von dieser Woche waren durchweg positiv, ich hatte das Gefühl, eine Woche lang gar nicht in Erlangen, sondern zu Hause, in Wladimir, zu sein. Ich hoffe nun, mit meinen in dieser Zeit erworbenen Kenntnissen eine ähnliche Veranstaltung auch in Jena organisieren zu können.

Nikolaj Kaplenko

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: