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Archive for 12. Februar 2018


Die närrischen Tage eilen ihren tollen Höhepunkten entgegen, und bald schon sind die Faschingsferien der Volkshochschule wieder zu Ende. Zeit also, nochmals an die zweite Runde der „Russisch-Deutschen Wochen“ zu erinnern.

Keine zehn Jahre nach der Oktoberrevolution schrieb Michail Bulgakow seine bißige Satire von einem Hund, der sich dank chirurgischer Kunst zu einem Menschen entwickelt, ein hybrides Geschöpf, das nicht unbedingt die besten Seiten beider Wesen kultiviert. Erst 2013 erschien auf Deutsch von Alexander Nitzberg unter dem Titel „Das hündische Herz“ eine angemessene Übersetzung des Werks der sowjetischen Klassik. Die Russistin Swetlana Steinbusch, Dozentin am Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde, zeigt an dem Abend den 1976 entstandenen Film „Hundeherz“ und stellt am Montag, den 19. Februar, um 19.30 Uhr im Club International all die vielen Verbindungen zwischen Literatur und Kino, zwischen Imagination und Realität – damals und heute – her.

Swetlana Steinbusch, sitzend links, im Kollegenkreis des Instituts für Fremdsprachen und Auslandskunde

Moritz Florin, promovierter Historiker und seit 2015 Akademischer Rat am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas an der Universität Erlangen-Nürnberg, arbeitet wissenschaftlich am Thema der Entstehung des Terrorismus und ist dabei auf den Spuren der russischen Anarchisten und Revolutionäre. Der Vortrag am Dienstag, den 20. Februar, um 19.30 Uhr in der Aula der Volkshochschule, Friedrichstraße 17, schlägt dann auch den Bogen von den ersten Anschlägen auf den Zaren im 19. Jahrhundert bis hin zu den Wirren der Oktoberrevolution und den von Terror geprägten Jahren des Bürgerkriegs und der Entstehung der Sowjetunion.

Moritz Florin inmitten seiner Studentengruppe

Wer klassische Musik in Erlangen schätzt, kennt Dorian Keilhack. Der Pianist und Dirigent seinerseits kennt wie kaum ein anderer die russische Klassik, zumal er selbst in deren Geist seine musikalische Ausbildung genoß. Am Mittwoch, den 21. Februar, um 19.00 Uhr, führt im Historischen Saal  führt der Leiter der Camerata Franconia am Flügel anhand von ausgewählten Beispielen in Wort und Klang durch die faszinierende Welt der großen russischen Namen – von Michail Glinka bis zu Dimitrij Schostakowitsch – und stellt die Bezüge zur westeuropäischen Klassik her. Hinweis: Am Sonntag, den 18. März, dirigiert Dorian Keilhack im Redoutensaal sein Orchester mit Gastmusikern aus Wladimir zum 35jährigen Jubiläum der Partnerschaft.

Dorian Keilhack (rechts im Bild) mit Gästen aus Wladimir

Alleine mit dem Fahrrad von Erlangen bis Wladimir? In nur fünf Wochen? Als Frau? Ohne Sprachkenntnisse? Alles Fragen, auf die Gertrud Härer mit einem klaren Ja antworten kann. Den ganzen August 2017 saß sie fest im Sattel, radelte über Polen und das Baltikum bis kurz vor Moskau, von wo aus sie dann mit Jonas Eberlein, ebenfalls aus Erlangen, bis in die Partnerstadt weiterfuhr, um dort auch noch am Halbmarathon teilzunehmen und als zweite ihrer Altersgruppe ins Ziel zu kommen. Etwas, das nur Gertrud Härer schafft, die an diesem Abend – mit Bildern von Othmar Wiesenegger – am Donnerstag, den 22. Februar, um 19.00 Uhr im Großen Saal (nicht im Club International, wie ursprünglich angekündigt!) von ihrem russischem Abenteuer auf Rädern viel erzählen kann.

Doris Härer mit Jonas Eberlein in Wladimir auf dem Tandem

Das Verstehen der gesprochenen Sprache bereitet oft Schwierigkeiten. Anhand ausgewählter Themen und Hörtexte sowie Originalaufnahmen aus dem Fernsehen  werden hier das Hörverstehen und die mündliche Ausdrucksfähigkeit geübt. Darüber hinaus wiederholt und erweitert man durch verschiedene Übungen die grammatischen Strukturen und den Wortschatz. Dieses Seminar (Kursnummer 17W634068) am Freitag, den 23. Februar, richtet sich von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr, im Raum 20 der Volkshochschule, Friedrichstraße 17, an Teilnehmer mit Vorkenntnissen. Im Unterschied zu dem Kurs „Kyrillisch schreiben… ist gar nicht so schwer“ am Dienstag, dem am Dienstag und Donnerstag stattfindet, gibt es für das Seminar noch wenige freie Plätze. Noch!

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