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Archive for 31. Dezember 2017


So schön kann Weihnachten sein, wenn man es im Erlangen-Haus feiert und die russischen Bräuche mit den deutschen Landessitten so zu verbinden weiß, wie das die Sprachassistentin des Goethe-Instituts, Lara Heinen, tut. Da wird gebacken und gebastelt, geschmückt und gesungen, gespielt und beschenkt.

Die „Jolka“, der Neujahrsbaum, im Erlangen-Haus

Ein Höhepunkt dann gestern mit der Premiere des Stücks „Die zwölf Monate“, von den Kindern in Auszügen auf Deutsch aufgeführt. Geschrieben hat diesen sowjetischen Klassiker in den Kriegsjahren Samuel Marschak, und in den 50er Jahren entstand dazu ein gleichnamiger Zeichentrickfilm, der den Vergleich mit den besten Produktionen von Walt Disney beileibe nicht zu scheuen braucht. Wer dieses liebenswürdige Zauberwerk noch nicht gesehen hat, genieße diese immer wieder hinreißende Einstimmung auf den Jahreswechsel nun – auf Deutsch – unter:  https://is.gd/Yk3EwK

Kindertheater „Die zwölf Monate“

Bleiben wir bei der Stimmung. Die ist zwar leider nach wie vor auf politischer Ebene nicht gerade wohltemperiert, schlägt aber der Städtepartnerschaft nicht merklich auf den Magen. Wieder gab es im ablaufenden Jahr zwischen Erlangen und Wladimir um die einhundert Begegnungen und Austauschmaßnahmen, wieder darf man sich über neue Höhepunkte freuen wie die Zusammenarbeit der Lehrstühle für Geschichte beider Universitäten oder die Gründung des Gesprächsforums „Prisma“, das übrigens Ende Januar in Erlangen seine Fortsetzung findet.

Aufführung des Stücks „Die zwölf Monate“ mit Deutsch-Dozentin Natalia Dumnowa im Hintergrund

Und bleiben wir beim Jahreswechsel: Da steht nämlich ab morgen ein Jubiläum an, 35 Jahre Städtepartnerschaft – mit einem Festprogramm über alle zwölf Monate hinweg. Aber davon dieser Tage dann mehr.

Weihnachtsbackkurs mit Lara Heinen, 5. v.l.

Janusköpfig wie diese Zeit zwischen den Jahren ist, blicken wir nach vorne wie zurück. Und im Rückblick gilt es vor allem all den vielen Ehrenamtlichen und gastgebenden Familien in beiden Städten zu danken, ohne die das so kunstvoll und eng gewobene Netz der Partnerschaft nicht gelingen würde. Dank an die Politik in Erlangen und Wladimir, die diesen Bürgerkontakten Rahmen, Struktur und Finanzen gewährleistet. Dank aber besonders an das Erlangen-Haus, das aus eigenen Mitteln und mit immer neuen Ideen nun schon seit 1995 als Kraftzentrum der Bürgerpartnerschaft fungiert.

Backen für die Zwergelklasse mit Lara Heinen

Danken möchte die Redaktion des Blogs nicht zuletzt den vielen interessierten Lesern für all die Sternchen, Zuschriften, Anregungen und vor allem für die eigenen Beiträge, die diese Internetplattform erst zu einem Medium des Austausches machen.

Schließlich bleibt noch, heute dem Mann zum Geburtstag zu gratulieren, ohne den es dieses Gesamtkunstwerk der Völkerverständigung gar nicht gäbe. Hätte nicht Dietmar Hahlweg vor 35 Jahren als Oberbürgermeister sich und seinem Erlangen ebenso beherzt wie vorausschauend gesagt: „Kommt, laßt es uns wagen, die Aussöhnung mit den Russen zu suchen und mit Wladimir eine Partnerschaft einzugehen!“ – nichts von all dem Schönen, das wir heute gemeinsam gestalten, wäre je möglich geworden. Dafür DANKE und noch viele, gesunde Jahre für den Jubilar.

Lara Heinen mit drei Weihnachtsengeln

Schnitt: Vorgestern suchte der Erste Kanal des Russischen Staatsfernsehens die „Stimme des Jahres“. Timofej Kopylow aus Wladimir hatte sich mit immer wieder neuen Titeln im Sturm durch alle Vorentscheidungen bis hinauf ins Finale gesungen und landete nun mit seiner Interpretation des Rock-Klassikers „Highway to Hell“, nein, nicht wieder ganz unten im Hades, sondern weit oben im Pop-Olymp auf dem zweiten Platz. Klar, die Wladimirer hätten ihren Kandidaten gern auf dem Thron gesehen, aber auch so ist und bleibt er bisher der einzige aus der Partnerstadt, der es bei dem landesweiten Wettbewerb so weit gebracht hat. Gratulation! Und hier geht es auf dem Umweg über die Hölle mit den besten Wünschen ins Neue Jahr: https://is.gd/lp37UR

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