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Archive for 11. Dezember 2017


Keine guten Nachrichten für alle Eisenbahnfreunde. Wie „Zebra-TV“ berichtet, rückt der Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke von Moskau via Wladimir nach Kasan mit späterem Anschluß bis in den Ural und nach Sibirien in weite Ferne. Das zumindest ist Ergebnis eines Arbeitstreffens im Rahmen des 11. Internationalen Verkehrsforums in Moskau, wo auch der zuständige Minister, Maxim Sokolow auftrat und folgende Erklärung zu dem Projekt abgab, das ursprünglich einmal als Infrastrukturmaßnahme zur Fußballweltmeisterschaft gedacht war:

Der Investitionsumfang für dieses Vorhaben wird heute unterschiedlich hoch angegeben – ungeachtet einer zu den Streckenteilen bereits vorliegenden Dokumentation zwischen 1,3 und 1,5 Trillionen Rubel -, und ich denke, aus dem, was vorher über das Finanzdefizit gesagt wurde, ist gut begründet, warum wir bisher diese Sache nicht angehen können… Denn im Haushalt ist für dieses Projekt kein einziger Rubel vorgesehen. Eine solche Summe bereitzustellen und die Rentabilität für private Investoren zu gewährleisten, ein solches Modell bekommen wir bisher nicht hin. Eben deshalb befindet sich ein aus meiner Sicht so wichtiges und strategisches Projekt noch immer im Planungsstadium. Obwohl ja auch die Planung schon ein Vorwärtsbewegung in die Sache bringt.

Wirklich schade drum, zumal erst Mitte Oktober bekannt wurde, man wolle die ursprünglich im ersten Schritt bis Kasan führende 770 km lange Trasse zunächst nur auf die ersten 172 km von Moskau bis Wladimir anlegen und damit die Fahrtzeit um etwa eine Stunde verkürzen. Nun wird auf absehbare Zeit auch daraus nichts. Schade für das Land, das so zusammen mit China die moderne Variante der „Seidenstraße“ bauen wollte – von Moskau bis Peking – , aber immerhin für die Partnerstadt verkraftbar, denn mit den gegenwärtigen Verbindungen in die Metropole in weniger als zwei Stunden ist man ja auch schon recht schnell und bequem unterwegs. Und wie man gestern bei der Jungfernfahrt des ICE zwischen München und Berlin sah, kann die herkömmliche und erprobte Verbindung durchaus schneller und weniger pannenanfällig sein als die neue Sprintvariante.

S. auch die früheren Beiträge, die man nun schon zur Verkehrsgeschichte rechnen kann: https://is.gd/U0l554, https://is.gd/q2RO8w, https://is.gd/SGm5dn und https://is.gd/K4FYGl

 

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