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Archive for 22. November 2017


Es ist die Krux aller touristisch attraktiver Städte und Stätten. Überall bieten – meist unter dem Marktpreis – private Fremdenführer ihre nicht immer professionellen Dienste an. Diesem Unwesen will man nun seitens des Wladimirer Landesmuseums abhelfen, indem man Anfang nächsten Jahres eine Lizenz einführt, die, gestaffelt nach Touren, berechtigt, Touristen die Sehenswürdigkeiten zu zeigen. Dazu ist neben einer Gebühr bei der Anmeldung eine dreistufige Prüfung abzulegen: Vorstellung einer Tour in der Theorie, dann vor Ort und schließlich Nachweis allgemeiner Kenntnisse über Geschichte und Landeskunde.

Panoramablick auf die Mariä-Entschlafens-Kathedrale

Die Genehmigung soll dann je nach Gültigkeitsbereich zwischen 4.000 und 7.000 Rubel Jahresgebühr kosten und vorbehaltlich gelten, denn eine Fachkommission ist berechtigt, laufend die Qualität der Führungen zu überprüfen. Entzogen wird die Lizenz natürlich auch bei jeder Art von Mißbrauch, etwa bei der Weitergabe der eigenen Kennmarke an „schwarze“ Kollegen, bei Touren abseits der eigenen Zulassung oder beim Ablegen von falschem Zeugnis gegenüber der Arbeit des Museums.

Pallas mit Demetrius-Kathedrale

Ob sich die privaten Fremdenführer durchsetzen, wird sich zeigen. Zu wünschen wäre nur mehr Einfühlung in das notorische Unwissen der ausländischen Gäste hinsichtlich der russischen Geschichte. Zu viele zumeist unbekannte Namen und isolierte Jahreszahlen verwirren oft nur. Mehr Überblick und Einordnung in die großen Zusammenhänge der europäischen Geschichte könnten da hilfreich sein.

P.S.: Ja, der Winter hat in Wladimir Einzug gehalten.

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