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Archive for 17. November 2017


Beginnen wir bei den Unterschieden: Das Jugendparlament der Region Wladimir, dessen Mitglieder zwischen 16 und 30 Jahre alt sind, gibt es seit 2005, das Pendant in Erlangen blickt bereits auf 15 Jahre Erfahrung zurück. In der russischen Partnerstadt bewirbt man sich mit einer Empfehlung seitens einer Partei, Schule, Universität, Organisation oder Firma bei der Duma, der gesetzgebenden Versammlung des Gouvernements, und dem Nachweis, selbst eine Gesetzesinitiative auf den Weg bringen zu können.  In der Hugenottenstadt bewirbt man sich – ob Schüler oder schon in der Ausbildung im Alter von 12 bis 17 Jahren – selbst und wird, wenn alles gut geht, wie im Fall von Axel Just, für zwei Jahre gewählt, die gleiche Amtsperiode wie in Wladimir. Doch da gibt es – wieder anders als in Erlangen – keinen Haushalt für die Nachwuchspolitiker, sie müssen die notwendigen Mittel selbst einwerben, sei es über Sponsoren oder Ausschreibungen. Und damit machen die jungen Russen dann hauptsächlich Projektarbeit, für die ihre jeweiligen Ausschüsse verantwortlich zeichnen: von Kultur über Sport bis zu Wirtschaft oder Medien. Ausgesprochen ausdifferenziert und ausdrücklich professionell der Ansatz, was sicher auch mit dem Alter zu tun hat.

Axel Just und die Gruppe des Regionalen Jugendparlaments

Dennoch: Das Gemeinsame bei dem Treffen im Erlangen-Haus ist natürlich stärker als alle Unterschiede. Hier wie dort will die Jugend politische Prozesse verstehen, begleiten und gestalten, vor allem aber will man sich näher kennenlernen, und am Ende der Begegnung steht deshalb der Beginn einer neuen partnerschaftlichen Verbindung mit gegenseitigen Einladungen. Ein gelungener Einstand!

Axel Just beim Netzwerken

Während dann Axel Just zu seinem nächsten Treffen mit der katholischen Jugend aufbricht, kommt am späteren Nachmittag mit dem Zug aus Nischnij Nowgorod eine dreißigköpfige bayerische Wirtschaftsdelegation an, der auch Konrad Beugel, berufsmäßiger Stadtrat für Wirtschaft und Finanzen, angehört.

Konrad Beugel, Roman Matwejew und Olga Dejewa

Seit 17 Jahren im Amt – man glaubt es kaum – besucht Erlangens Kämmerer nun erstmals Wladimir. Doch die Gastgeber vermitteln ihm das Gefühl, schon immer dazugehört zu haben, und so besteht er denn auch bravourös die Feuertaufe mit einer Tischrede, gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Olga Dejewa beim abendlichen Empfang an die Geschäftsleute aus ganz Bayern gerichtet. Ein gelungener Einstand, der zuversichtlich macht für die heute und morgen bevorstehenden Gespräche und Besichtigungen.

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