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Archive for 7. November 2017


Die Leute, die sich rühmten, eine Revolution gemacht zu haben, haben noch immer am Tag darauf gesehen, daß die gemachte Revolution jener, die sie machen wollten, durchaus nicht ähnlich sah.

Friedrich Engels

Geschieht die Zertrümmerung des Staates durch revolutionäre Elemente, so wird der geschichtliche Kreislauf immer in verhältnismäßig kurzer Zeit zur Diktatur, zur Gewaltherrschaft, zum Absolutismus zurückführen, weil auch die Massen schließlich dem Ordnungsbedürfnis unterliegen.

Otto von Bismarck

Massenerschießungen sind ein legitimes Mittel der Revolution.

Wladimir Uljanow alias Lenin

Zum heutigen hundersten Jahrestag der „Oktoberrevolution“, die nichts anderes als ein Staatsstreich war, marschieren auch in Wladimir wieder alte und neue Kommunisten, die dem Dogma anhangen: „Lenin lebte, Lenin lebt, Lenin wird leben.“ Sie sollten lieber die Toten beklagen, die dessen „Diktatur des Proletariats“ auf dem blutroten Gewissen hat.

Als Kontrapunkt zum Schrecken der Geschichte heute eine Geschichte aus der Partnerschaft, die Menschlichkeit in diesen Gedenktag bringt:

Sascha, ein Waisenkind wie viele. Für mich aber ein besonderes. Er ist im selben Alter wie meine Tochter und begegnete mir bei meinem Praktikum in der Kinderpsychiatrie in Wladimir 2006. Mittlerweile ist er erwachsen, aber vielleicht auch schon nicht mehr am Leben. Wegen seiner unzähligen Ausbruchsversuche aus Waisenhäusern und Selbstmordversuche habe ich seine Spur verloren. Vergessen habe ich ihn nie.

Junge aus dem Waisenheim

Bei Besuchen in den russischen Heimen sah ich viele Kinder, deren Zukunft leider ebenso düster ausschaut. Seitdem hat sich aber schon viel getan. Es gibt viele Bemühungen von öffentlichen und privaten Stellen, die Situation der Kinder zu verändern. Ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Helfern macht es möglich, Spenden auch aus der Partnerstadt Erlangen direkt den Waisenhäusern in Wladimir als Sachwert zukommen zu lassen.

Auf dem Spielplatz

Dem Karl-Liebknecht Waisenhaus konnte dieses Jahr wieder eine private Spende überbracht werden. Anläßlich des Todes meines Vaters im vergangenen Jahr spendeten Freunde und Familienmitglieder einen erfreulichen Betrag. Hiermit konnten Sitzmöglichkeiten für den Garten und ein Motoriktuch für die pädagogische Arbeit angeschafft werden.

Anastasia Blasch bei der Spendenübergabe im Karl-Liebknecht-Waisenheim

Ein sehr, sehr großes Dankeschön geht hier an Anastasia Blasch, Peter Steger, Jelena Borisowna und  viele andere, die den Austausch zwischen Erlangen und Wladimir möglich machen.

Die Gefangenschaft meiner Großeltern in Sibirien, die sich dort kennenlernten, und die Erlebnisse meines Vaters in der Kriegsgefangenschaft haben tiefe Wunden hinterlassen. Dennoch konnte ich meinem Vater durch meine Reisen nach Wladimir und die vielen wertvollen Freunde das Land wieder näher bringen. Er war offen für meine Freunde und all die Eindrücke die ich sammeln durfte. Den Berichten von meinen Reisen folgte er mit großem Interesse. Wenn er uns sehen kann, wird er dieser Spende sein Lächeln schenken. Da bin ich mir ganz sicher.

Mein Vater

Es ist übrigens gar nicht so schwer, die Waisenhäuser zu unterstützen. Einfache Artikel, die für uns nur eine Kleinigkeit bedeuten, können den Waisenhäusern eine große Hilfe sein. Haarbänder, Socken, Toilettenpapier und Windeln werden reichlich benötigt. Bei der nächsten Reise nach Wladimir gibt es bestimmt noch einen Platz im Koffer für eine kleine Spende?

Christine Hubrach

Wer mit einer Geldspende helfen möchte, überweise seinen Betrag auf: Stadtsparkasse Erlangen, BIC/SWIFT-Code: BYLADEM1ERH, IBAN DE79 7635 0000 0000 0000 31, Empfänger: Stadt Erlangen, Verwendungszweck: EIN-HILFEWLAD-17/0117537 Waisenheim

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