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Archive for 16. August 2017


Die gut 10.000 Seelen starke armenische Gemeinde der Region Wladimir hat seit Sonntag nach zwölfjähriger Bauzeit endlich auch ihr eigenes Gotteshaus, geweiht Gregor dem Erleuchter, dem Apostel und ersten Katholikos der armenischen-apostolischen Kirche. Probleme bei der Finanzierung – Mäzene und Gemeindemitglieder sammelten die ca. eine Million Euro – und der vor einem Jahr erneut aufgeflammte Konflikt in Berg-Karabach verzögerten die Fertigstellung der ersten armenischen Kirche in Wladimir,  37 m hoch, 20 m lang und 14 m breit. Ein Großteil des Materials – so zum Beispiel die 250 t Tuffstein – wurden aus Armenien geliefert.

Nun hat die älteste christliche Staatskirche, gegründet im frühen 4. Jahrhundert, also auch ihre Filiale in Wladimir, das seinerseits in der direkten Nachfolge Kiews als die Wiege der russischen Orthodoxie gelten darf und wo schon Ende des 19. Jahrhunderts die römisch-katholische ihre Rosenkranzgemeinde gegründet hatte, die heute in der Städtepartnerschaft eine so wichtige Rolle spielt, wo auch Protestanten und Freikirchen ungehindert ihren Glauben ausüben dürfen, wenngleich – der Blog berichtete unlängst darüber – die Zeugen Jehovas mittlerweile einem Verbot unterliegen.

Bei allen Unterschieden und Einschränkungen sind damit gute Voraussetzungen für ein ökumenisches Miteinander geschaffen, wofür auch der Umstand steht, daß die Fresken der Sankt-Gregor-Kirche von Künstlern aus Armenien und Wladimir gemeinsam geschaffen wurden: ad maiorem dei gloriam.

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