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Archive for 1. Juli 2017


Nach jedem Gipfeltreffen der deutsch-russischen Partnerstädte stellt sich die Frage, wie es danach weitergeht, welche neuen Ziele man sich setzt. So auch gestern nach dem frühmorgendlichen deutsch-russischen Freundschaftslauf – zunächst für fünf Kilometer ausgeschrieben, dann auf gerade einmal drei Werst verkürzt – eines etwa einhundertköpfigen Teams durch einen der nebeldampfenden Parks von Krasnodar.

Sieg der Partnerschaft: Sergej Siwajew und Peter Steger

Nach der Rückschau auf die Ergebnisse der Arbeitskreise und die Präsentation der Projektvorschläge seitens der ungefähr einhundert Jugendlichen aus beiden Ländern in der Philharmonie, nach der Einladung zur nächsten Austragungsstätte 2019 in Düren, nach der Verabschiedung und dem verdienten Dank an die Organisatoren vor allem vom Deutsch-Russischen Forum und dem Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften (BDWO) sowie dem Internationalen Verband der Partnerstädte und der Gastgeber…

Der deutsch-russische Freundschaftslauf

Eine Frage, die zunächst natürlich jedes Partnerschaftspaar für sich zu entscheiden hat, eine Frage aber auch, der sich mehr denn je zuvor gerade auch die hohe Politik annimmt, wie es die nachstehende Vereinbarung der Außenministerien in Berlin und Moskau ganz undiplomatisch klar formuliert:

K 25

Elisabeth Preuß mit Peter Franke, Vorsitzender des BDWO, und Oxana Kogan-Pech, Schriftführerin des BDWO

Nach einem erfolgreichen „Jahr des deutsch-russischen Jugendaustausches 2016/2017“ sollen Austausch, Verständigung und gegenseitiges Vertrauen im deutsch-russischen Verhältnis durch eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit auf kommunaler und regionaler Ebene vertieft werden. Eine besondere Rolle kommt dabei den zahlreichen Partnerschaften zwischen Bundesländern, Regionen, Kreisen, Städten und Gemeinden sowie gesellschaftlichen Vereinigungen, Universitäten und Schulen zu. Diese Verbindungen bilden das Rückgrat aktiver deutsch-russischer Beziehungen. Viele dieser Partnerschaften feiern 2017 und 2018 ihr 25-jähriges Bestehen. Wir wollen diese Partnerschaften stärker in das öffentliche Bewußtsein rücken und die aus ihnen hervorgehende Dynamik nutzen, um für weitere Partnerschaften zwischen Deutschen und Russen zu werben und dadurch Vertrauen wachsen zu lassen. Wir sind überzeugt, die kommunalen und regionalen Partnerschaften stellen eine unverzichtbare tragende Komponente der bilateralen Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern dar.

Präsentation der Jugendprojekte

Wir, der Minister für Auswärtige Angelegenheiten der Russischen Föderation und der Bundesminister des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, stellen daher die Initiative eines „deutsch-russischen Jahres der kommunalen und regionalen Partnerschaften 2017/2018“, das die Tradition erfolgreicher Kreuzjahre in unseren Ländern weiterführt, unter unsere Schirmherrschaft.

Das „Jahr der kommunalen und regionalen Partnerschaften“ soll während der Städtepartnerschaftskonferenz vom 28. bis 30. Juni 2017 in Krasnodar eröffnet werden. Es soll eine positive Dynamik des Zusammenwirkens und der Kontakte zwischen den Zivilgesellschaften der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland sicherstellen. Wir hegen den gemeinsamen Wunsch, über die zahlreichen kommunalen und regionalen Partnerschaften die Zahl und Intensität der direkten Kontakte zwischen Russen und Deutschen zu steigern und dadurch den Dialog und das Verständnis zwischen unseren Gesellschaften zu stärken. Gerade in politisch schwierigen Zeiten kommt es auf sichtbare Zeichen der Zusammenarbeit an.

Daher verbinden wir mit dem „deutsch-russischen Jahr der kommunalen und regionalen Partnerschaften 2017/2018“ große Erwartungen. Die im Rahmen der kommunalen und regionalen Partnerschaften entstehenden Kontakte und Verbindungen zwischen Menschen aus verschiedenen Bereichen bürgerschaftlichen Engagements bieten eine unschätzbare Zukunftschance für das gutnachbarschaftliche Verhältnis zwischen Deutschen und Russen.

Elisabeth Preuß dankt den freiwilligen Helfern, den jungen Schutzengeln der Veranstaltung

Es ist dies jener „Schatz“, den es zu hüten gilt, von dem Sigmar Gabriel zur Eröffnung der 14. Städtepartnerkonferenz in Krasnodar am Mittwoch so eindringlich gesprochen hatte. Jetzt kommt es darauf an, dieses Talent nicht zu vergraben, sondern es nach Kräften zu mehren. Erlangen und Wladimir wollen das jedenfalls tun, gerade auch angesichts des 2018 bevorstehenden 35jährigen Jubiläums der Bürgerpartnerschaft.

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