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Archive for 5. Juni 2017


Vom 24. April bis 2. Mai setzte das Emmy-Noether-Gymnasium seinen Austausch mit Wladimir fort und besuchte mit einer Gruppe unter Leitung von Michaela Spörl die Partnerstadt. Hier nun der Bericht vom Aufenthalt in Wladimir, leider ohne Namen.

Nach der späten Ankunft bei den Gastfamilien durften wir erst einmal ausschlafen und trafen uns dann um 11.40 Uhr am Kathedralenplatz von Wladimir. Dort begann die Stadtführung durch Wladimir. Wir besichtigten die Mariä-Entschlafens-Kathedrale und auch den Platz um sie herum. Dabei wurde uns viel über die Geschichte Wladimirs erzählt. Anschließend liefen wir zum Goldenen Tor, das früher ein Stadttor Wladimirs war. In dem Tor befand sich ein Museum, worin man anhand eines Modells und einer Multi-Media-Darstellung den Überfall der Tataren auf Wladimir nacherleben kann. Im Anschluss an die Stadtführung durch Wladimir sind wir in ein weiteres Museum gegangen, welches über die Schule im alten Russland informierte. Uns wurde erklärt, wie der Unterricht früher ablief und was es für Strafen usw. gab. Wir durften dabei auch auf Wachstafeln unseren Namen in altrussischer Schrift schreiben. Das war das Programm für diesen Tag mit der ganzen Gruppe; ich erkundete mit meiner Austauschschülerin und zwei weiteren Jugendlichen Wladimir noch weiter und ging dabei u.a. mit meiner Austauschschülerin noch ins Erlangen-Haus, wo sie Deutsch lernt.

Am Mittwoch mussten wir uns schon früh treffen, da wir alle gemeinsam mit dem Bus nach Nischnij Nowgorod wollten. Die vier Stunden Fahrt haben sich gelohnt, da wir nicht nur eine informative Stadtrundfahrt erlebten, sondern auch mit einer Seilbahn einmal hin- und zurück über die Wolga, den längsten Strom Europas, fahren durften. Aus der Seilbahn hatte man einen wunderschönen Blick über Nischnij Nowgorod und die Natur.

Am Donnerstag wurden wir mit einem tollen Konzert im Gymnasium Nr. 23 empfangen. Die Gastgeber trugen russische, deutsche, englische und französische Lieder und Gedichte vor. Es war ziemlich beeindruckend, dass extra für uns so ein großer Aufwand betrieben wurde und sich einige Schüler dazu bereit erklärt haben, uns etwas vorzuführen. Anschließend durften wir den Deutschunterricht einer 5. Klasse besuchen und sogar selber Lehrer spielen. An verschiedenen Stationen sprachen die Kinder, die erst ein dreiviertel Jahr Deutsch lernen, mit uns auf Deutsch, und wir durften sie mit Noten bewerten. Für beide Seiten war dies ein besonders intensives und gewinnbringendes Erlebnis. Danach bereiteten wir in der Mensa alle zusammen Borschtsch zu und aßen gemeinsam. Gestärkt konnten wir nun in den Kunstunterricht gehen, in dem wir Matrjoschkas und Schutzpuppen bastelten; dabei erzählte man uns viel über die Geschichte der Puppen. Zum Abschluss des Schultages hatten wir gemeinsam mit unseren Austauschschülern Sport. Eine kleine Gruppe von Deutschen mit ihren Austauschschülern ist dann noch in die Trampolinhalle, was sehr viel Spaß machte.

Am Freitag stand eine Exkursion nach Susdal auf dem Programm. Dort besichtigten wir ein Freilichtmuseum, in dem ein nachgestelltes altes Dorf zu sehen war. Wir haben dann auch noch die „richtige“ Stadt besichtigt und unter anderem ein, zwei weitere Kathedralen.

Samstag war ein „freier“ Tag, für den die Gastfamilien sich für die Gastschüler ein Programm ausgedacht hatten. Die meisten entschieden sich, Paintball zu spielen, und so traten wir „Russen gegen Deutsche“ beim Paintball an. Das Spiel ging mit 2:2 unentschieden aus. Anschließend hat eine kleinere Gruppe noch gegrillt und wir saßen gemütlich beieinander. Allerdings mussten wir am nächsten Tag früh aufstehen, da schon um 6:20 Uhr Treffpunkt für die Fahrt nach Moskau war.

Gruppenbild des deutsch-russischen Schüleraustausches auf dem Roten Platz

In Moskau angekommen, konnten wir uns erst einmal selbstständig vor dem Kreml ein bisschen umschauen, bis wir in den Kreml hinein durften. Im Kreml bekamen wir eine Führung, und uns wurden die verschiedenen Kathedralen gezeigt und auch die eine Kathedrale, die nach dem Vorbild der Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Wladimir gebaut wurde. Nach dem Kreml sind wir noch auf den Roten Platz mit der bekannten bunten Basilius-Kathedrale und vielem mehr. Leider mussten wir uns an diesem Abend schon von den russischen Schülern verabschieden. Beim Abschied sind viele Tränen geflossen.

Als wir dann unter uns waren, sind wir noch mit der Metro gefahren. Die einzelnen Stationen sind beeindruckend, da jede von einem anderen Thema handelt und dem Stationsnamen angepasst ist. Am letzten Tag sind wir wieder Metro gefahren und haben auch zu Fuß als kleine Gruppe Moskau noch ein bisschen näher erkundet. Wir besichtigten unter anderem einen der bekanntesten Friedhöfe Moskaus, auf dem viele bekannte Persönlichkeiten begraben sind und machten eine Pause im Gorkij-Park.

Der Austausch mit Wladimir war sehr schön, da man nicht nur ein anderes Land kennenlernen konnte, sondern auch viele neue Freunde gewonnen hat.

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