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Archive for 1. Juni 2017


Keine erfreulichen Zahlen, die da vom Amt für Statistik der Region Wladimir veröffentlicht werden: Immer noch wandern mehr Menschen in die Nachbargouvernements Moskau und Nischnij Nowgorod ab, als geboren werden und zuziehen. So leben derzeit – Stand vom 1. Januar 2017 – 1.390.000 Einwohner in der Region Wladimir, 78% davon in Städten, 22% auf dem Land. Den Prognosen zufolge werden es 2036 nur noch 1.231.000 sein, wobei man ein Verhältnis von Stadt zu Land in der Größenordnung von 81% vs. 19% erwartet. Dies würde in 18 Jahren einen Verlust von gut 11% bedeuten, sprich 160.000 Menschen weniger als derzeit. Nicht verwunderlich angesichts einer kontinuierlich sinkenden Geburtenrate – von 11,5 Promille im Jahr 2012 auf 9,7 Promille im Vorjahr und erwarteten 9 Promille im Jahr 2035. Gleichzeitig verstarben in der Region im Jahr 2016 fast 23.000 Menschen, etwa so viele wie 2015, also 16,5 Todesfälle auf 1.000 Personen, verursacht – wie schon in den vergangenen fünf Jahren – vorrangig durch Herz- und Kreislauferkrankungen (mehr als die Hälfte), Krebsleiden (gut 15%) und Versagen innerer Organe und des Verdauungstrakts mit etwa 8% Anteil. Aktuell zeichnet sich ein Trend ab, wonach im ersten Quartal des Jahres eine Zunahme um das 2,3-fache der Erkrankungen des Nervensystems – bei gleichzeitigem Rückgang der anderen Faktoren – als Todesursache zu vermerken ist. Für 2035 geht man bereits von 17 Sterbefällen auf 1.000 Personen aus. Leider fällt da kaum ins Gewicht, wenn Erfolge beim Kampf gegen Kindersterblichkeit zu vermelden sind: In den letzten fünf Jahren lag zu Zahl so niedrig wie nie zuvor, bei 6,4 Todesfällen im ersten Lebensjahr auf 1.000 Neugeborene. Im ersten Quartal 2017 sank diese Ziffer sogar auf 5.

Die sinkende Geburtenrate in Rußland brachte man mit der geringen Zahl junger Frauen in Zusammenhang

 

Wenig Trost bietet auch die Entwicklung der Migration: 2016 zogen 17.600 Neubürger in die Region, während 19.500 Einwohner des Gouvernements Wladimir ihre Heimat verließen. Ein Verlust, den auch Zuwanderer aus dem Ausland nicht ausgleichen können. 2015 waren es gerade einmal 46 Personen mehr als im Vorjahr, 491 aus der Ukraine und 305 aus Tadschikistan. Allerdings rechnet man in der Perspektive mit einem Zuwachs von 400 ausländischen Migraten im Jahr 2021 auf 1.300 Neubürger im Jahr 2035.

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