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Archive for 12. Mai 2017


Etwa eine Autostunde östlich von Wladimir – in Richtung Kowrow – entsteht seit 2012 unter dem Namen „Dobrograd“ (zu übersetzen etwa mit „Gutstadt“) unter der Regie der Bau- und Entwicklungsfirma „Askona“ ein für Rußland bisher ganz neuer Typ von Kommune, wo die Bauherren selbst bestimmen, wie ihre Häuser aussehen, wo die Infrastruktur westeuropäischen Ansprüchen genügt, wo es sich weitgehend selbstbestimmt leben lassen soll. Um dieses Projekt noch attraktiver und anspruchsvoller zu machen, hat man dort mit Hilfe eines Mäzens auch eine landesweit einzigartige Bühne geschaffen, die sofort an Bregenz denken macht.

Umgeben von Wäldern und verankert in einem künstlichen Weiher, erklang von der Bühne, ausgestattet mit neuester Ton- und Lichttechnik, am 7. Mai zum ersten Mal, wie Zebra-TV berichtet, ein Konzert mit dem Ensemble „Virtuosen Moskaus“ unter dem Motto „La Bella Italia“ mit Vokal- und Instrumentalwerken aus der italienischen Klassik.

Den ganzen Sommer über noch sind Auftritte geplant, auch aus dem Genre Jazz, Blues und Chanson – bis Mitte September. Mehr noch, geplant ist sogar eine Winterbühne auf dem Eis des Sees, wie es sie bisher nur in Norwegen gibt.

Doch jetzt steht erst einmal am 21. Mai ein Edith-Piaf-Abend auf dem Programm – in der Interpretation der französischen Sängerin Christelle Loury. Aber hören wir noch, was der in Bari geborene Fabio Mastrangelo zu sagen hat, ein italienisch-russischer Maestro, der in Sankt Petersburg ebenso wie in Sibirien oder eben in der Region Wladimir, wie jetzt beim Auftaktkonzert in Dobrograd, am Dirigentenpult steht:

Ein zauberhafter Ort. Ich habe einige Erfahrung mit Auftritten unter freiem Himmel an den unterschiedlichsten Orten der Welt. Die Sommerbühne von Dobrograd kann man aber wohl nur mit Bregenz in Österreich vergleichen, wo alljährlich die Festspiele stattfinden, das europaweit größte Opernfestival. Daß wir hier in Rußland nun auch einen solchen Ort haben, ist ein Glück, weil wir jetzt allen zeigen können, daß Rußland wirklich ein Land der Möglichkeiten ist.

Die nächsten Gäste Wladimirs aus Erlangen sollten sich diese Möglichkeit auch nicht entgehen lassen und vielleicht überlegen, ob dergleichen nicht auch etwas für den Dechsendorfer Weiher wäre… Unterdessen geht es hier zum Originalbeitrag von Zebra-TV mit einer kurzen musikalischen Videoeinspielung, abzurufen per Klick auf den Pfeil: https://is.gd/Jaf0XE

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