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Archive for 10. Mai 2017


Seit April 2002 setzt sich der Verein „Nadjeschda – Hoffnung“ im Rahmen der Städtepartnerschaft für die ökumenische Jugendarbeit zwischen Erlangen und Wladimir sowie die Kontakte zur Rosenkranzgemeinde ein. Als der Gründungsvorsitzende, Konrad Wegner, Gemeindepfarrer von St. Kunigund, 2005 verstarb, übernahm sein Amtsbruder, Udo Zettelmaier von St. Theresia, die Leitung. Gestern abend nun legte er sein Amt nieder, weil er, ab Herbst in den Ruhestand versetzt, in den nächsten Monaten Erlangen verlassen wird.

Hannelore Röthlingshöfer mit selbstgebackenem Kuchen als Dank an Udo Zettelmaier

Viel ist dem Geistlichen aus Sieglitzhof zu verdanken: all die Türkollekten für die Katholiken in Wladimir, der Beginn der Bauarbeiten am Pilgerzentrum, eine engere Zusammenarbeit mit dem Dekanat Erlangen. Vor allem aber – eine Leistung, die nicht zu unterschätzen ist – gelang ihm die Vorbereitung der Übergabe seines Amtes auf vorbildliche Weise. Neuer Vorsitzender des derzeit knapp vierzig Mitglieder zählenden Vereins ist nämlich Dekan Josef Dobeneck, der Partnerschaft mit Wladimir spätestens seit der Pilgerreise im Winter 2001 freundschaftlich verbunden und nun – bei einer Enthaltung – einstimmig auf der außerordentlichen Sitzung gewählt.

Mitgliedsversammlung „Nadjeschda“ mit dem Gast aus Wladimir, Anastasia Orlowa, ganz links

Unter dem neuen Vorstand, dem auch Jutta Schnabel angehört, will der Verein nun sein auf Jugendarbeit ausgerichtetes Profil schärfen und eine eigene „Nachwuchsabteilung“ gründen, die unter dem Dach von „Nadjeschda“ den Austausch mit Wladimir pflegt und Begegnungen organisiert.

Der neue Vorstand von „Nadejschda“: Hannelore Röthlingshöfer und Josef Dobeneck (sitzend), Jutta Schnabel, Georg Kaczmarek und Michael Kleiner

Sichtbare Zeichen eines Aufbruchs in eine gemeinsame Zukunft, gesetzt am 9. Mai, dem „Tag des Sieges“. Ohne große Gesten des Gedenkens an Gestern, dafür mit viel Herzblut und partnerschaftlichem Pragmatismus, genau 72 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

Andrej Schewljakow, Anastasia Lempert, Peter Steger, Michail Paryschew, Natalia und Kristina Grebnev und Anastasia Orlowa

Dieses Gedenken war es auch, das Gäste aus Wladimir gestern an den Russengräbern auf dem Zentralfriedhof zusammenführte. Still, nur mit Blumen und Worten der Dankbarkeit an all jene, die sieben Jahrzehnte des Friedens zwischen Deutschen und Russen möglich machten.

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