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Archive for 9. Mai 2017


In diesen Tagen der großen Gesten des Gestern, der Erinnerung an den Sieg der Alliierten und an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 72 Jahren, sind zwei Gäste aus Wladimir zu Besuch, gekommen, um neue musikalische Brücken nach Erlangen zu schlagen. Anastasia Lempert, Violinistin und Administratorin des Akademischen Ensembles „Jazztring“, und Andrej Schewljakow, jugendlicher Meister an der Violine, Bratsche und des Klaviers sowie Arrangeur und Komponist, trafen sich mit dem Dirigenten Dorian Keilhack, dessen Camerata Franconia – Ort, Zeit und Programm stehen schon fest – am Sonntag, den 18. März 2018, um 18.00 Uhr im Redoutensaal ein Festkonzert zu 35 Jahren Städtepartnerschaft geben wird.

Andrej Schewljakow, Anastasia Lempert und Dorian Keilhack

Den Termin sollte man sich schon einmal vormerken, denn zu hören sind neben Werken der russischen und Wiener Klassik auch ein Gesangsstück aus der Feder von Eberhard Klemmstein sowie drei Instrumentalkompositionen von Andrej Schewljakow mit Jazz-Elementen. „Meine musikalische Erziehung ging zwar ganz den klassischen Weg“, bekennt der Dozent am Institut für Kunst an der Universität Wladimir, „aber ich begeisterte mich auch für Fusion, für Jazz in all seinen Formen, die ja übrigens Alexander Skrjabin viel zu verdanken haben.“ In jedem Fall ist der Gast aus der Partnerstadt, der mit seinem Ensemble „Jazztring“ 2013 zum ersten Mal in Erlangen auftrat, ein musikalischer Grenzgänger, ein Kosmopolit der Kultur. Da ist er bei Dorian Keilhack an der richtigen Adresse, dessen musikalische Ziehväter in dritter Generation auch auf Alexander Skrjabin zurückgehen, ganz zu schweigen davon, daß seine Eltern, Vivienne und Dirk, bereits 1986 in Wladimir auftraten und er selbst 1989 sein Debüt als Pianist in der Partnerstadt gab…

Gunther Rissmann, Jens Magdeburg, Anastasia Lempert und Andrej Schewljakow

Bei dieser musikalischen Gemengelage gehörte denn zum Besuchsprogramm, das am Donnerstag endet, auch das Konzert der „Cue Big Band“ unter Leitung von Mandi Riedelbauch am Samstag in Igensdorf, wo auch zwei alte Bekannte mitwirkten, der Pianist Jens Magdeburg und der Baßist Gunther Rissmann. Die beiden, verstärkt durch einen Schlagzeuger, werden im Juni – schon zum zweiten Mal – nach Wladimir reisen, um am Jazz-Festival teilzunehmen, zu dessen Mitbegründern wiederum Andrej Schewljakow gehört, dieser musikalische Brückenbauer.

P.S.: Die Gäste legen heute um 17.30 Uhr an den Russengräbern auf dem Zentralfriedhof Blumen im Gedenken an die Kriegsopfer nieder. Wer Zeit hat, ist herzlich zu der stillen Zeremonie eingeladen.

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