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Archive for 30. April 2017


Noch ein Nachwort zum Besuch von Marina Krylowa und Margarita Makarowa, ärztliche Leiterin bzw. Oberschwester des Krankenhauses im Wladimirer Stadtteil Jurjewez, die am Freitag die Heimreise antraten. Einen Tag zuvor waren sie aber noch nach Jena gereist, um ihr Bild von der deutschen Palliativmedizin zu ergänzen. Warum sie so begeistert aus Thüringen zurückkamen, kann man nachlesen in dem Bericht von Norbert Hebestreit, leitender Pflegewissenschaftler am Universitätsklinikum Jena, der, sprachlich unterstützt durch Iwan Nisowzew, die Gäste durch die Stationen des Tages führte.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Besucherinnen von dem gerade fertiggestellten zweiten Neubauabschnitt des UKJ, welcher noch in diesem Monat in Betrieb genommen wird. Kern der Visite jedoch war der fachliche Austausch mit Ärzten und Pflegenden der Abteilung Paliativmedizin in Verbindung mit einer Besichtigung der Zwölf-Betten-Station. Nach einem einführenden Gespräch mit Chefarzt Ulrich Wedding und der Leiterin der Palliativ-Care-Weiterbildung, Christiane Klimsch, wurden die Gäste durch das Palliativzentrum geführt. Die aus Spendenmitteln der Deutschen Krebshilfe und Zuschüssen des Freistaates Thüringen erbaute Einrichtung zeichnet sich durch eine besonders freundliche, wohnliche und lebensqualitätsunterstützende Atmosphäre aus. „Die Patienten sollen vergessen können, sich im Krankenhaus zu befinden“, so Christiane Klimsch. Über die stationäre Versorgung hinaus werden die Patienten auch im ambulanten Bereich betreut und unterstützt. „Unser Ziel ist es, unseren Patienten maximale Lebensqualität bis ans Lebensende zu ermöglichen – hierfür braucht es eine gute Zusammenarbeit im interprofessionellen Team“, so Ulrich Wedding.

Christiane Klimsch, Margarita Makarowa, Ulrich Wedding, Iwan Nisowzew und Marina Krylowa

„Für uns waren die Gespräche und die Besichtigung am Uniklinikum Jena eine sehr gelungene Ergänzung unseres Besuches. Wir sind dankbar für die Möglichkeit, gleich zwei universitäre Einrichtungen der Palliativversorgung gesehen zu haben“, bedanken sich die Ärztin und ihre Oberschwester aus Wladimir bei den Organisatoren des Ausflugs und sprechen zugleich den Wunsch der Fortführung gegenseitiger Hospitationen aus. Und auch die Gastgeber freuen sich. War doch dieser spontan verabredetet Besuch der russischen Kolleginnen ein weiterer Mosaikbaustein in der gerade beginnenden Zusammenarbeit der partnerschaftlich verbundenen Städte Wladimir und Jena auf dem Gebiet von Pflege und Medizin.

Norbert Hebestreit

P.S.: In der Süddeutschen Zeitung ist ein Artikel über das Experiment der Städtepartnerschaft Erlangen – Wladimir erschienen – lesenswert unter: https://is.gd/L0nH6c

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