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Archive for 22. April 2017


Seit gestern hat Alexej Nawalnyj auch in Wladimir eine Vertretung, von wo aus sein Wahlkampf um das Präsidentenamt im nächsten Jahr unterstützt werden soll. Derzeit bereist der Oppositionspolitiker die Hauptstädte des Goldenen Rings, um – wie in allen Regionen des Landes – Büros zu eröffnen. In Erlangens Partnerstadt verlief der Besuch der Korruptionsbekämpfers, der mit einigem Rechtsdrall ein Ende der Subventionierung der Kaukasusrepubliken und die Einführung von Visa für Bürger der ehemals sowjetischen Staaten Zentralasiens fordert, ohne größere Zwischenfälle, sieht man einmal ab von rasch wieder überklebten Schmierereien, die von imaginierter erektiler Hyperfunktion zeugten, oder von Plakaten, die dem erklärten Regierungsgegner unterstellten, vom Ausland finanziert zu werden.

Alexej Nawalnyj in Wladimir

Dennoch: Der Auftritt Alexej Nawlanyjs, unlängst noch im Zusammenhang mit der Protestwelle, die auch Wladimir erfaßt hatte, in Haft, von Gegnern mit Brillantgrün bespritzt und in die Nähe des Führers des Dritten Reichs gerückt, blieb seitens der lokalen Behörden unbehindert, die Medien verbreiteten ungeschnitten seine Kommentare zur herrschenden Politik sowie Ankündigungen, der Bestechung auf allen Ebenen und in allen Gegenden des Landes ein Ende zu bereiten, während man seine zumeist jugendlichen Anhänger unbehelligt ließ. Nach getaner Arbeit zog der Wahlkämpfer weiter nach Iwanowo, heute macht er Station in Kostroma und Jaroslawl. Bei aller Kritik also, die man äußern mag, ist die russische Demokratie doch lebendig genug, auch einen derart umstrittenen Kopf um Stimmen werben zu lassen. Gar nicht so selbstverständlich, wie man mit Blick etwa auf Minsk, Ankara oder Astana weiß. Mehr dazu bei Pro Wladimir unter: https://provladimir.ru/

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