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Archive for 21. März 2017


Auch in Wladimir verliert der Winter an Kraft, allmählich bricht auch das Eis ein – bisweilen unter der Last von Anglern, die dort entgegen allen Warnungen noch immer auf Beutefang gehen -, man rechnet bald mit dem Frühlingshochwasser, aber in den weiten der russischen Lande, hinten in Sibirien, herrschen noch immer Frost und Schnee, Umstände, die Künstlern Material an die Hand geben, um Skulpturen auf Zeit zu schaffen, wie dieser Tage in der Nähe von Nowosibirsk, wo ein weiße Kopie der Mariä-Schutz-und-Fürbitt-Kirche an der Nerl zu bewundern ist. Nicht der erste Nachbau, wie treue Blog-Leser wissen, aber doch eine Premiere mit dem Baustoff Schnee.

Der Baumeister heißt Jurij Kisseljow, ist 75 Jahre alt und lebt in Ordynsk, Region Nowosibirsk, wo er in den vergangenen 15 Jahren schon viele Schneeskulpturen geschaffen hat, die alle in einem Park im Ortszentrum oder auf seinem eigenen Grundstück zu bewundern sind. Die weltberühmte Kirche entstand mit Unterstützung der Enkelkinder in gut drei Stunden Arbeit – unter idealen Voraussetzungen, wie der Künstler selbst bekundet: „Wir haben viel Schnee, der fest ist wie Marmor oder Kalkstein, weshalb man ihn nicht zu pressen braucht. Es genügt, die Quader auszuschneiden und zusammenzusetzen.“ – Wenn man es richtig kann und noch Winter herrscht…

Zu den dauerhafteren Nachbauten des zum Weltkulturerbe der UNESCO zählenden Gotteshauses geht es hier: https://is.gd/icncOR

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