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Archive for 17. März 2017


Gäbe es „Renovabis“ nicht, müßte man diesen Aktivposten der Solidarität deutscher Katholiken mit Menschen und Einrichtungen in 29 Ländern des ehemaligen Ostblocks und vor allem auch in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion erfinden. Gottlob hatte die Deutsche Bischofskonferenz aber bereits im März 1993 auf Anregung des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken dieses Hilfswerk mit Sitz in Freising ins Leben gerufen und mit genug Mitarbeitern und Mitteln ausgestattet, um im Geist der Ökumene pastorale, gesellschaftliche und soziale Projekte zu unterstützen und Zuschüsse zu Baumaßnahmen zu geben. Gerade rechtzeitig war „Renovabis“ entstanden, um damals, Anfang der 90er Jahre, maßgeblich bei der Renovierung der Kirche zum Allerheiligsten Rosenkranz in Wladimir zu helfen, die gerade erst der wiedergegründeten Gemeinde rückübereignet worden war.

Sergej Sujew, Angela Schmähling, Michael Kleiner und Gerhard Albert

Seither ist die Verbindung zwischen Wladimir und Freising nicht abgerissen, mehr noch: Auf Vorschlag von Angela Schmähling, zuständig für Projekte im Baltikum sowie in Bulgarien und der Russischen Föderation, genehmigte „Renovabis“ 2012/2013 die Anschubfinanzierung für das Pilgerzentrum, von dessen Fertigstellung im Rohbau Gemeindepfarrer Sergej Sujew nun gestern dankbar berichten konnte. Freilich nicht ohne die Bitte, nun auch bei den notwendigen Arbeiten zum Innenausbau großzügig zu helfen, um im Plan bleiben und das Gästehaus im nächsten Jahr eröffnen zu können. Nach dem Gespräch auf dem Domberg von Freising, an dem sich auch Geschäftsführer Gerhard Albert beteiligte – als Student an der FAU hat der promovierte Historiker aus Fochheim übrigens noch bei der eng mit Wladimir verbundenen protestantischen Theologin Fairy von Lilienfeld Vorlesungen gehört – und beim gemeinsamen Mittagessen dann die mündliche Zusage: „Ja, wir werden der Rosenkranzgemeinde weiter zur Seite stehen.“ Mit welchen Summen genau, wird noch intern zu klären sein, aber in Wladimir weiß man aus guter Erfahrung, daß auf „Renovabis“ Verlaß ist.

Sergej Sujew, Michael Kleiner und Sebastian Bugl

Dies gilt auch für das Erzbischöfliche Ordinariat München, dessen Abteilung „Weltkirche“ mit Sebastian Bugl bereits im Vorjahr geholfen hatte, den Rohbau des Pilgerzentrums zu finanzieren – und nun auch heuer sein Scherflein zum Gelingen des Projekts beitragen möchte, sicher auch ermutigt durch die positiv stimmende Machbarkeitsstudie von Dieter Kümpers, die nach dessen Besuch in Wladimir Ende vergangenen Jahres allen Gesprächen und Anträgen zugrunde liegt. In der Tat ist die Liste der Unterstützer lang und reicht von „Kirche in Not“ über die Bistümer Augsburg und Eichstätt bis Rottenburg-Stuttgart und Köln. Die Fäden aber laufen bei Michael Kleiner, Leiter des Referats Weltkirche, zusammen, der nicht nur den jetzigen Besuch von Sergej Sujew vorbereitete, sondern insgesamt für die Fortschritte bei dem Projekt verantwortlich zeichnet und für eine erhebliche finanzielle Unterstützung des Vorhabens seitens der Erzdiözese Bamberg steht. Den Besuch des russischen Freundes jedenfalls bilanziert er mit dem hoffnungsfrohen Satz: „Wir sind jetzt wieder einen großen Schritt weiter zur Eröffnung des Pilgerzentrums.“

Mehr zu den ersten Schritten des Projekts hier: https://is.gd/tgK6Hd

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