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Archive for 14. März 2017


Man kann es weit bringen, wenn man wie Michail Lasarew am 14. November 1788 in Wladimir als Sohn einer adligen Familie geboren wurde und der Vater den Kindheitstraum erfüllt, zur See zu fahren, was man freilich nicht zu Hause erlernen kann, weshalb man schon früh an die Kadettenschule nach Sankt Petersburg muß. 1803 schickte man von dort die 30 besten Absolventen zum Praktikum nach England, darunter auch den jungen Mann aus Wladimir, der von 1808 bis 1813 in der Baltischen Flotte des Russischen Reiches diente um am Krieg gegen die Schweden und Napoleon teilnahm.

Michail-Lasarew-Gedenkmünze

Mit gerade einmal 25 Jahren übertrug man 1813 Michail Lasarew das Kommando über die „Suworow“, die von Kronstadt aus zu einer Weltumsegelung entlang den Küsten von Alaska aufbrach. Kurz nach der Rückkehr unterstellte man dem jungen Mann die „Mirnyj“ und machte ihn zur rechten Hand von Fabian Bellinghausen, der 1819 mit seiner „Wostok“ in die Südsee aufbrach und auf seinem Weg Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln erkunden sollte.

Russische Flottenkommandeure: Michail Lasarew 25 Kopeken, Pawel Nachimow 30 Kopeken

Es herrschte schwere See, von 751 Tagen unterwegs hatte man 527 Tage vollen Wind in den Segeln. Am Ende hatte man mehr als 50.000 Meilen zurückgelegt. Am 16. Januar 1820 dann – nach der Entdeckung von vielen bis dahin unbekannten Inseln – die Sichtung der Antarktis, jenes neuen Kontinents, dessen Existenz James Cook nicht für möglich gehalten hatte.

Michail-Lasarew-Gedenktafel in Wladimir

1822 startete der Seemann aus Wladimir mit der „Krejser“ seine letzte Weltumseglung, zu der er seinen Lieblingsschüler und späteren Admiral Pawel Nachimow aus dem Gouvernement Smolensk als Wachoffizier mitnahm. In der Seeschlacht von Navarino schlug Michail Lasarew auf seiner „Asow“ am 20. Oktober 1827 zusammen mit den Verbündeten der englischen und französischen Flotte den türkisch-ägyptischen Gegner und wurde dafür zum Konteradmiral befördert.

Wladimir-Kirche in Sewastopol, Begräbnisstätte von Michail Lasarew

1833 schließlich der Höhepunkt der Karriere: 1833 wurde der Seefahrer zum Oberkommandierenden der Schwarzmeerflotte und Militärgouverneur von Sewastopol und Nikolajew ernannt. Nach dem großen Sohn Wladimirs, der am 23. April 1851 in Wien verstarb und in Sewastopol begraben wurde, sind Buchten, Inseln und sogar ein Gebirgszug benannt.

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