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Archive for 11. März 2017


Am 8. März wurde in Berlin die Internationale Tourismus-Börse (ITB) eröffnet, die morgen ihre Pforten schließt. Seit einigen Jahren ist auf dieser weltweit größten Reisemesse auch die Region Wladimir vertreten. Für Dieter Kümpers, Präsident des Verbands „Christian Hotels International / Hospitality International“, gehört der Besuch dieser Ausstellung natürlich zum Pflichtprogramm, – und als Projektberater des geplanten Pilgerzentrums der Rosenkranzgemeinde in der Partnerstadt wollte er natürlich auch sehen, wie sich die Region Wladimir präsentiert.

Hubert Lösch, Vorstand VCH Österreich; Annett Riegger, Verkaufsleiterin VCH Deutschland; Dieter Kümpers, Präsident CHI; Andreas Janzen, Stadthotel Kolping Münster

Integriert in den imposanten Visit-Russia-Stand in Halle 3 findet der Besucher eine deutsch- und zwei englischsprachige Broschüren über Reiseziele rund um die mittelalterliche Hauptstadt des Russischen Reiches.

Und in Jekaterina Schulmina von der „KMP Group“ eine kompetente Ansprechpartnerin, die, selbst aus Wladimir stammend, von Moskau aus Reisen an den Goldenen Ring anbietet. Allerdings hat sie nur Übernachtungen in Susdal im Programm, weil Erlangens Partnerstadt angeblich zu „industriell“ geprägt sei.

Auch wenn Dieter Kümpers, der Wladimir im Vorjahr zwei Besuche abstattete, da heftig widerspricht, weist die Aussage der Tourismusfachfrau doch auf ein grundsätzliches Problem hin: Die Veranstalter haken die Stadt mit ihren drei Baudenkmälern im Rang des UNESCO Weltkulturerbes mit einem Zwischenhalt von wenigen Stunden ab, um dann die Busse weiterfahren zu lassen, in aller Regel nach Susdal, wo die Gäste dann über Nacht bleiben.

Bedauerlich für Dieter Kümpers auch, nirgendwo Angebote für Pilgerreisen gefunden zu haben. Ein Thema, das es offenbar noch zu fördern gilt – dank der Unterstützung durch das bereits weltweit geknüpfte Netz von http://www.christian-hospitality.com und dem fachlichen Rat durch den „Verband Christlicher Hotels“, dem allein in Deutschland 42 Häuser angehören. So richtig kann diese Zusammenarbeit freilich erst beginnen, wenn das Pilgerzentrum in Wladimir fertiggestellt ist. Dafür braucht es noch ein wenig Geduld und viel finanzielle Hilfe seitens der deutschen Partner. Doch davon etwas später mehr an dieser Stelle.

Wladimir, Sergijew Possad, Pereslawl, Rostow, Jaroslawl, Kostroma, Iwanowo und Susdal – rund um Moskau

Unterdessen positioniert sich das Gouvernement Wladimir mit einer neuen Imagekampagne des Goldenen Rings. Gerade erst wurde unter https://is.gd/cUSXWC ein Wettbewerb um das Markenzeichen dieses touristischen Ziels eröffnet, bei dem man per Klick mitstimmen kann. Im Moment liegt der Entwurf aus Wladimir – einer von insgesamt sieben – schon einmal vorne.

Zu gönnen wäre zumindest dieser Sieg ja der Stadt an der Kljasma zum bevorstehenden fünfzigjährigen Jubiläum des Goldenen Rings, zumal Jaroslawl an der Wolga das Rennen um den Titel des Primus inter pares in dieser noblen Runde gemacht und sich zum Ausgangspunkt für die Städtetour ernannt hat, während Susdal mit einem eigens gesetzten Grundstein – mutmaßlich an dem Ort, wo der Journalist Jurij Bytschkow vor 50 Jahren die Idee zum Goldenen Ring hatte – den Mittelpunkt des Kreises beansprucht.

Mariä-Entschlafens-Kathedrale im März

Derweil wurden im Rahmen eines auf drei Jahre angelegten Regierungsprogramms 30 Millionen Rubel für Restaurierungsarbeiten an Kulturdenkmälern in der Region Wladimir freigegeben. Ein Drittel ist bereits heuer abrufbar und soll unter anderem für die Fresken der Demetriuskathedrale in der Partnerstadt bereitstehen. Gut investiert, kann man da nur sagen, auch für die touristische Zukunft Wladimirs, in der es gelingen möge, die Gäste auch für mehr als ein paar Stunden zu halten. Das Erlangen-Haus ist ja – zumindest für deutschsprachige Besucher – die erste Adresse, und dann – wir wissen es bereits – soll ja auch in absehbarer Zeit das Pilgerzentrum seine Pforten zum Goldenen Ring öffnen.

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