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Archive for 1. März 2017


Die medizinischen Kontakte zwischen Erlangen und Wladimir – sie begannen bereits 1989 – schließen ja so gut wie alle Fachbereiche ein. Da verwundert es doch, wenn die Krankenpflege bisher im Austausch der Partnerstädte überhaupt nicht vorkommt, obwohl hier wie dort natürlich ausgebildet wird. Nun ist aber auch diese Nische endlich gefüllt – dank einer Initiative von Norbert Hebestreit, Leiter des Bereiches Pflegebildung am Uniklinikum Jena, der zusammen mit Iwan Nisowzew von der Eurowerkstatt Jena als Dolmetscher und Koordinator in der vergangenen Woche Wladimir besuchte. Lesen Sie heute den Bericht der beiden mit ganz neuen Ein- und Ausblicken für die Dreieckspartnerschaft Erlangen – Jena – Wladimir:

Am 20.2.2017 trafen wir in Wladimir ein, um im Rahmen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Städten erste Schritte für neue Kooperationsprojekte zu besprechen.

Norbert Hebestreit, Irina Chasowa und Iwan Nisowzew

Norbert Hebestreit, Irina Chasowa und Iwan Nisowzew im Erlangen-Haus

 

 

 

 

Im Mittelpunkt steht ein Kooperationsvorhaben zwischen dem Bereich Pflegebildung am Universitätsklinikum Jena und der staatlichen Berufsschule für Medizinische Fachberufe in Wladimir. Neben dem gegenseitigen Interesse an gemeinsamen fachlichen Themen zur Ausbildung der Pflegeschüler geht es auch darum, gemeinsame Aktivitäten wie Studienreisen oder Forschungsprojekte vorzubereiten.

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Iwan Nisowzew, Norbert Hebestreit, Inna Morosowa, Tatjana Sajtschikowa und Olga Antropowa

Kooperationsgespräche führten von Seiten der Medizinischen Berufsfachschule Wladimir deren Direktorin, Inna Morosowa, unterstützt von Olga Antropowa, ihrer Stellvertreterin für Erziehung, sowie Tatjana Sajtschikowa, zuständig für die Lehre. Ziel der avisierten Zusammenarbeit ist der schulische und außerschulische Austausch auf der Ebene der Auszubildenden und der ausbildenden Pädagogen. Gemeinsam bearbeitete Projekte, zum Beispiel zu historische Themen im Kontext der Behandlung von  deutschen Kriegsgefangener in russischen Lazaretten oder zu zukunftsweisenden Themen, wie Robotik und Telemedizin in der Pflege stehen ebenso auf der Agenda der besprochenen Kooperationsfelder wie der fachliche Austausch zu Curricula und Ausbildungsstandards in der Pflege.

Iwan Nisowzew, Alexander Krawzow, Norbert Hebestreit, Swetlana Srjanina und Jaroslaw Demidenko in der Privatklinik Palitra

 

 

Diese Gespräche wurden ergänzt durch weitere Besuche im Erlangen-Haus, im Euroclub Wladimir, im privaten Krankenhaus „Palitra“ sowie an der Staatlichen Universität Wladimir. Hier entstanden im Gedankenaustausch mit Prof. Ludmila Suschkowa Ideen für wissenschaftliche Projekte an der Schnittstelle zwischen Pflegewissenschaft und Medizintechnik.

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Zu Gast bei Ludmila Suschkowa am Lehrstuhl für Biomedizin

Die Gespräche empfanden alle Seiten als sehr konstruktiv und zukunftsweisend. Die nächsten Schritte zur Konkretisierung des Kooperationsvorhabens wurden bereits besprochen. Dabei liegt das übergeordnete Interesse an der Zusammenarbeit vor allem in der Bereicherung des städtepartnerschaftlichen Austausches im Hinblick auf die Erweiterung um gesundheitswirtschaftliche Themen.

Und dann noch ein Nachsatz: Es war übrigens wirklich WUNDERBAR in Wladimir!!!

Norbert Hebestreit und Iwan Nisowzew

 

P.S.: Die Arbeit des promovierten Pflegewissenschaftlers ist bereits 2011 mit dem Coperate-Health-Award ausgezeichnet worden: https://is.gd/vWHynb

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