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Archive for 17. August 2016


Anläßlich seines Deutschlandaufenthaltes hat Pfarrer Sergej Sujew von der katholischen Rosenkranzgemeinde aus der Erlanger Partnerstadt Wladimir am Sonntag, den 14. August 2016, die Pfarrgemeinde St. Sebald in Erlangen – Süd besucht. Gemeinsam mit Pfarrer Raimund Reinwald zelebrierte er die Messe um 9.30 Uhr.

Kurt Reiter am Ambos, die Pfarrer Sergej Sujew und Reinwald sitzend

Kurt Reiter am Ambos, die Pfarrer Sergej Sujew und Raimund Reinwald sitzend

Nach den Willkommensgrüßen von Pfarrer Reinwald und Kurt Reiter bedankte sich der Gast in seiner Grußansprache herzlich für die wertvolle finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde St. Sebald. Dabei betonte er besonders, wie wichtig gerade heute, angesichts politischer Irritationen, die zwischenmenschlichen Kontakte und Freundschaften für die Rosenkranzgemeinde in Wladimir sind.

Sebald 2

Sergej Sujew, Angelika Schlegel und Kurt Reiter

Im Anschluß an den Gottesdienst folgte im Pfarrzentrum ein Informationsgespräch mit dem russischen Geistlichen, an dem etwa 20 Gemeindemitglieder teilnahmen. Den Part als Übersetzerin übernahm freundlicherweise Angelika Schlegel.

Sergej Sujew, Schlegel und Kurt Reiter

Sergej Sujew, Angelika Schlegel und Kurt Reiter

Mit der Politik Michail Gorbatschows erfuhr dank Perestroika und Glasnost ab 1985 auch das religiöse und kirchliche Leben immer mehr Entfaltungsspielräume. So konnte im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Erlangen und Wladimir Anfang der 90er Jahre auch durch das Engagement unseres früheren Pfarrers Ferdinand Böhmer und von Rolf Bernard die kath. Rosenkranzgemeinde wieder neu erstehen. Die Kirche, unter anderem auch als Museum in der Sowjetzeit genutzt, konnte in verhältnismäßig gutem Zustand der Gemeinde wieder zurückgegeben werden.

Sergej Sujew, Kurt Reiter und Angelika

Sergej Sujew, Kurt Reiter und Angelika Schlegel

Pfarrer Sujew betreut heute die Rosenkranzgemeinde in Wladimir als einzige katholische Gemeinde für die Stadt mit 500 und den Verwaltungsbezirk (Oblast ca. 29.000 qkm) mit ca. 2.000 Gläubigen. Wie uns gegenüber der Priester bekannte, stammt er aus einer orthodoxen Familie, fühlt sich aber in der katholischen Kirche besonders beheimatet; dabei schätzt er das Sakrale und die stille Anbetung und Verehrung, vermißt demgegenüber aber die traditionelle Kultur der Othodoxie. Als russischer Priester wird er voll anerkannt mit guten Kontakten zu orthodoxen und evangelischen Gemeinden. Zur Diözese Moskau gehörend, nimmt er als Dekan auch Aufgaben für die Regionen Jaroslawl, Iwanowo, Nischnij Nowgorod, Saratow und Perm wahr.

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Heinz Mahler, Kurt Reiter, Sergej Sujew, Peter Redel, Angelika Schlegel, Georg Kaczmarek

Mit dem im Bau befindlichen Pilgerzentrum in seiner Pfarrei sollen Begegnungen zwischen Jugendlichen und  Vertretern verschiedener Kulturen ermöglicht und der eigenen Gemeinde ein Treffpunkt geboten werden. Gleichzeitig wird dadurch die Rosenkranzgemeinde in wirtschaftlicher Hinsicht gestärkt. Noch dieses Jahr vor dem Winter soll das Dach für das Bauwerk fertiggestellt werden. Pfarrer Sujew bedankte sich besonders für die tatkräftige finanzielle Unterstützung aus Deutschland und von den katholischen Gemeinden aus Erlangen. Er betonte ausdrücklich, wie wichtig gerade die zwischenmenschliche Begegnung, wie in St.Sebald, für ihn sei und bittet, die persönliche Verbindung, auch in Gedanken und im Gebet, aufrechtzuerhalten.

Kurt und Ingrid Reiter

Angelika Schlegel und

Angelika Schlegel und Kirchenpfleger Peter Redel

P.S.: Zu danken ist Georg Kaczmarek für die Bilder von der Begegnung und den Hinweis, Sergej Sujew, wolle, falls irgend möglich, 2017 zum fünfzigjährigen Jubiläum der Pfarrei St. Sebald wiederkommen.

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