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Archive for Juli 2016


Zu ihrem mittlerweile dreizehnten Bundestreffen kommen vom 5. bis 8. August in Erlangen wieder jene Veteranen und deren Angehörige zusammen, die alle eines gemein haben: die Kriegsgefangenschaft in Lagern in und um Wladimir. Und noch etwas verbindet sie: die Darstellung ihres Schicksals im Sammelband „Komm wieder, aber ohne Waffen!“, im Dezember 2015 erschienen und im Stadtarchiv Erlangen vorgestellt, das Bürgermeisterin Elisabeth Preuß als „historisches Meisterwerk“ bezeichnete. Mittlerweile wurde das Buch auch in Jena präsentiert, und derzeit laufen die Vorbereitungen in Wladimir für die Herausgabe des Kompendiums in russischer Sprache.

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Nun hat die Gruppe Plus im Kunstverein Erlangen die Initiative ergriffen, um die 340 Seiten starke Arbeit am Freitag, den 5. August, um 20.00 Uhr in der Neuen Galerie, Hauptstraße 72, bei freiem Eintritt noch einmal dem interessierten Publikum nahezubringen – im Beisein des Autors, Peter Steger, und eben vor allem einiger der Zeitzeugen, die damals gegen „den Russen“ ins „Feld der Ehre“ geschickt wurden und sich heute als Kämpfer für die Verständigung und Aussöhnung mit den einstigen Feinden verstehen. Eine späte, vielleicht letzte Gelegenheit, in Erlangen diesen Männern zu begegnen, deren aus Kriegserfahrung gewachsene Friedensbotschaft heute, 75 Jahre nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion, wieder so erschreckend aktuell klingt.

Mehr zu der Publikation unter: https://is.gd/OJfQ95 und https://is.gd/O5tUYv

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Gerhard Beer-Rößler – siehe auch https://is.gd/gF7mUz – hat sich wieder mit neuen Etappenzielen gemeldet. Der Solo-Radler aus Möhrendorf kommt seinem Ziel, Wladimir, immer näher. Aber lesen und sehen Sie selbst:

Radtour 8

Eigentlich will ich den Rybinsker Stausee -achtmal so groß wie der Bodensee – entlangfahren. Doch hier läßt mich meine Karte im Stich.

Radtour 7

Die Straße führt immer wieder weg vom See. Die Hälfte des Weges ist nicht asphaltiert. Erst abends finde ich wieder zurück an den See. Wie zur Belohnung entdecke ich idyllische Unterkünfte. So geht es zwei Tage. Für den letzten Abschnitt in die Stadt Rybinsk leiste ich mir eine Schiffahrt .

Radtour 9

Eine Stadt übrigens, die man sehr gut mit dem Fahrrad erkunden kann.

Christi-Verklärungs-Kirche in Rybinsk

Christi-Verklärungs-Kirche in Rybinsk

Außergewöhnliche orthodoxe Kirchen gibt es auch in kleinen Städten, manchmal sogar auf Dörfern. Dort reicht es aber oft nicht zum Unterhalt.

Radtour 11.

Von Rybinsk nach Jaroslawl. An der Wolga entlang wäre ich gerne gefahren. Doch es gibt ja keine Fahrradwege. Also blieb nur die verkehrsreiche Landstraße. Zumindest Rückenwind und super Asphalt. Positiv denken!

Radtour 12

Erst in der wunderschönen Stadt Jaroslawl (gehört zu den Städten am „Goldenen Ring“, die älter als Moskau sind) bin ich wieder auf die Wolga gestoßen, Hier noch imposanter als in Rybinsk…

… und schon ganz nah an Wladimir.

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Vom 25. Juli datiert ist folgender Reisebericht des Erlanger Ehepaars, Doris und Klaus Höhle, die sich auf ihrer dritten Wladimir-Fahrt befinden:

Unsere Tour führte von Erlangen durch die Tschechei, über das Riesengebirge Richtung Polen, durch die Masuren, mit Besichtigung der Kirche Święta Lipka und der “Wolfsschanze“, weiter via Litauen und Lettland. Wir waren bereits informiert, mit einer Wartezeit von etwa zwei Stunden an der russischen Grenze rechnen zu müssen. Für uns wurden es an diesem Tag durch schleppende Abfertigung über vier Stunden. Trotzdem waren die Beamten sehr freundlich. Sie können ja nichts für die vielen vorschriftsmäßigen Formulare.

Sergijew Possad

Sergijew Possad

Nachdem wir zweimal mit dem Fahrrad den südlichen und den östlichen Teil des Landes erkundet hatten, geht es nun in den Norden, durch Karelien Richtung Murmansk. Der Unterschied zu den Touren davor: Das Fortbewegungsmittel ist jetzt ein Off-Road-Mobil. Für uns ein erfreulicher Fortschritt, denn auch der Standard der Campingplätzen hat sich verbessert. Alternativ kann man immer auch bei einem Kloster oder einer Kirche das Auto gesichert über Nacht parken und in Ruhe schlafen, bis man am Morgen von den Glocken geweckt wird. Im Bereich eines Klosters kann man auch jederzeit seinen Vorrat an Lebensmitteln ergänzen. Die örtliche Bevölkerung bietet alles, was im Garten und in den Wäldern wächst, zum Verkauf an. Derzeit ist Pilzsaison, und für wenig Geld bekommt man Steinpilze und Pfifferlinge in Massen. Auch leckere, verschiedene Sorten von Ziegenkäse konnten wir schon erstehen.

Doris und Klaus Höhle in Sergijew Possad

Doris und Klaus Höhle in Sergijew Possad

Ohne Rubel erreichten wir den ersten Bankomat in der Stadt Pustoschka und fühlten uns wohler, nachdem wir im Besitz der Landeswährung waren. Auch unsere erste Tankfüllung war für uns ein finanzielles Erlebnis, 40 Liter Diesel für ca. 20,00 € und Bezahlung mit Karte. Die erste Übernachtung war ca. 35 km nach Welikije Luki auf einem Campingplatz, herrlich gelegen an einem See, und wir erlebten einen unvergeßlichen Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang bei Welikije Luki

Sonnenuntergang bei Welikije Luki

Die Renovierungsarbeiten an der Kremanlage von Sergijew Possad sind abgeschlossen, und wir waren beeindruckt von den aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammenden Baudenkmälern. Frühere Besiedlungsspuren sind durch Kriegseinwirkungen leider nicht mehr vorhanden. In der einheimischen Bevölkerung herrscht eine tief religiöse Marien- und Gottesverehrung. Die Kirchen sind an den Feiertagen voll besetzt.

Anna Makarowa, Doris und Klaus Höhle sowie Sergej Sacharow

Anna Makarowa, Doris und Klaus Höhle sowie Sergej Sacharow

In Susdal steht zur Zeit auf dem Campingplatz unser Wohnmobil. Wie selbstverständlich besuchten wir im Rathaus Stadtdirektor Sergej Sacharow und seine Mitarbeiterin, Anna Makarowa. Für uns war es ein sehr herzliches Wiedersehen. Die Überraschung war uns gelungen. Mit unseren Fahrrädern, die wir diesmal im Auto transportierten, durchstreiften wir die Umgebung von Susdal nach dem von Sergej Sacharow neu ausgearbeiteten Fahrradplan.

Doris und Klaus Höhle

 

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Beim gestrigen Abschiedsabend für neunköpfige Damengruppe aus Wladimir präsentierte jede Besucherin ihr persönliches Lieblingswort der deutschen Sprache. Anna Nikonowa bekannte sich zu „geil“ und fand auch gleich die richtige Verwendung dafür, sogar im Superlativ: „Es war geil in Erlangen, megageil!“

Anna Nikonowa und ihr deutsches Lieblingswort

Anna Nikonowa und ihr deutsches Lieblingswort

Tatjana Kirssanowa, im Bild ganz links, begründete ihre persönliche Neigung zu dem Verb „lieben“ mit dessen Nähe zum „Leben“ und versprach: „Wir lieben Erlangen und nehmen diese Liebe zu Erlangen in unseren Herzen mit nach Hause, wo wir sie dann an unsere Schüler und Kursteilnehmer weitergeben.“

Reinhard Beer, Christine Flemming, Natalia Korsanowa, Anna Nikonowa, Tatjana Kolesnikowa und Elisabeth Preuß

Reinhard Beer, Christine Flemming, Natalia Korsanowa, Anna Nikonowa, Tatjana Kolesnikowa und Elisabeth Preuß

Wie groß diese Liebe zur deutschen Partnerstadt ist und wie gut sie Erlangen kennen, bewiesen die Besucherinnen denn auch mit dem Erfolg beim „Quiz 2016 für die Gäste aus Wladimir“, an dem sich auch die deutschen Freunde und Gastgeber beteiligten. Zwölf knifflige Fragen zum Knobeln hatte sich Reinhard Beer, Leiter der Sprachenabteilung an der Volkshochschule, ausgedacht, etwa danach, wo ein goldener Handschuh aus welchem Grund hängt, wann das Palais Egloffstein gebaut wurde und welche berühmte Persönlichkeit dort lebte oder wie viele Stockwerke das Erlanger Rathaus hat… Bis zu 14 Punkte konnten erreicht werden, und Anna Nikonowa hat mit einer Wertung von 13,5 das Maximum fast erreicht. Natalia Korsakowa und Tatjana Kolesnikowa belegten nur knapp hinter ihr mit einem halben Punkt weniger gemeinsam den zweiten Platz und freuten sich mit der Siegerin über einen Stick aus den Händen von Bürgermeisterin Elisabeth Preuß und Christine Flemming, der Leiterin der VHS.

Dieter Argasts und die Gruppe aus Wladimir

Dieter Argast und die Gruppe aus Wladimir

Der Abend im Club International bot aber auch Gelegenheit, nochmals den Gastgebern zu danken und dem Freundeskreis Wladimir, besonders aber auch den ehrenamtlichen Dozenten, die den Gästen die unterschiedlichsten Themen näherbrachten. Dieter Argast, pensionierter Lehrer für Sozial- und Erdkunde, stellte das verwirrend vielfältige Schulsystem in Deutschland und Bayern vor.

Christofer Zwanzig und die Gruppe aus Wladimir

Christofer Zwanzig und Praktikantin Anja Kuplich mit der Gruppe aus Wladimir

Wie die Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus funktioniert, wie die Verwaltung mit den Medien und der Stadtgesellschaft interagiert, erklärte Pressesprecher Christofer Zwanzig.

Rudolf Schloßbauer und seine Gäste

Rudolf Schloßbauer und seine Gäste

Rudolf Schloßbauer, ehemaliger Schulreferent und einer der Väter der Erlanger Bürgerstiftung, empfing zu seinem Vortrag über die „Methodik des Fremdsprachenunterrichts“ sogar in seiner „Datscha“ in Waischenfeld, die über einem ehemaligen, in Stein gehauenen Bierkeller steht. Neun Mal war der begeisterte Pädagoge schon in Wladimir, bepackt mit Lehrmaterial und inspiriert vom Wissensdurst der russischen Kollegen an den bis heute 18 Schulen, wo Deutsch als erste Fremdsprache gelehrt wird.

Klaus Stuhlmüller, Gerhard Kreitz, Rudolf Schloßbauer und Wolfram Howein mit der Gruppe aus Wladimir

Franz Stuhlmüller, Gerhard Kreitz, Rudolf Schloßbauer und Wolfram Howein mit der Gruppe aus Wladimir

Auf Rudolf Schloßbauer gehen die ersten Deutsch-Olympiaden zurück, ausgetragen schon Mitte der 90er Jahre, und damals, vor gut 20 Jahren hatte er auch erstmals eine Gruppe von Deutschlehrerinnen nach Erlangen und Waischenfeld geladen. Eine gute Tradition, die nun ihre Fortsetzung fand.

Birgitt Aßmus und die Gruppe aus Wladimir

Birgitt Aßmus und die Gruppe aus Wladimir

Ein Thema des zehntägigen Arbeitsprogramms aber auch „Frauen in der Politik“, Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Stellung der Frau in der Politik, aus eigenem Erleben und Gestalten dargestellt von Stadträtin Birgitt Aßmus, die auch qua Amt, ihre Zugehörigkeit zum Vorstand der Stiftung „Erlangen-Haus“, eine ganz besonders enge Beziehung zu Wladimir pflegt.

Abschiedsabend im Club International

Abschiedsabend im Club International

Nimmt man all die Ausflüge von Coburg bis Weimar, von Bamberg bis Prichsenstadt oder Nürnberg, vor allem aber die vielen Gespräche und Begegnungen mit den Gastgebern hinzu, stimmt sicher, was Bürgermeisterin Elisabeth Preuß bei ihrem gestrigen Abschiedswort den Besucherinnen mit auf den Heimweg gab: „Ich hoffe, Sie haben erlebt und gespürt, wie freundschaftlich man in Erlangen – und nicht nur hier – russische Gäste aufnimmt, wie willkommen Sie uns sind.“ Aber das wurde ja eingangs schon von Anna Nikonowa unaufgefordert bestätigt: „Es war geil in Erlangen, megageil!“

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Er spricht kaum Russisch, war noch nie zuvor im Land und ist jetzt doch ganz allein mit seinem Fahrrad vom Baltikum aus auf dem Weg nach Wladimir. Gerhard Behr-Rößler aus Möhrendorf bei Erlangen, bereits eine gute Woche unterwegs, rechnet damit, Anfang August in der Partnerstadt anzukommen, wo ihn schon der Fahrradklub Weles mit seinem Vorsitzenden, Gennadij Stachurlow, erwartet. Von der Strecke schickte der Langstreckenradler gestern nun erste Bilder und Eindrücke.

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Am zweiten Tag viel Gegenwind, dafür finde ich den Europa-Radweg E 10, landschaftlich und kulturell interessant. Was ich schon im letzten Jahr beobachtet habe: Die Esten besitzen einfache Anwesen auf dem Land. Darum herum jedoch große Rasenflächen, so gepflegt wie auf dem Golfplatz . Der Geruch nach nassem Gras und offenem Feuer liegt fast immer in der Luft.

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Vor 75 jahre begann der Überfall auf die Sowjetunion. Schon in Estland – und später noch mehr in Rußland – wird man überall daran erinnert Auf dem Bild ein deutscher Soldatenfriedhof in Estland. Auf den Stelen sind Name, Geburtsdatum, Todestag der Soldaten eingemeißelt. Viele sind mit 20 oder 21 Jahren gestorben. Mein Vater mußte mit 21 Jahren in diesen grausamen Krieg ziehen und ist nach der Gefangenschaft Gott sei Dank zurückgekehrt. Ich hingegen absolvierte mit 21 Jahren meinen Zivildienst. Hier, in Narva, eine Gedenkstelle für sowjetische Soldaten.

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Sankt Petersburg in zwei Tagen: erst mit dem Touristenbus dann zu Fuß. Am besten ging’s mit dem Fahrrad. Hier nur ein Bild aus dem Eremitage-Museum: Alles ist ein bißchen größer als daheim in Möhrendorf.

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Weil es reinwärts in die Stadt so schwierig war, fahre ich mit dem Zug hinaus Richtung Ladoga-See. Alles ein Abenteuer: die Fahrkarte kaufen, den Zug finden, das Fahrrad verstauen, obwohl ich auch eine Fahrkarte für das Rad gekauft habe. Dafür umso gemütlicher in dem Fernreisezug, wo jeder ein Bett hat, immer wieder Tee serviert wird und viel Kontakt entsteht.

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Vom Ladoga-See geht es 350 km auf der A 114, vergleichbar mit einer Bundesstraße, mit viel Verkehr weiter. Der Randstreifen ist breit. So, wie der Verkehr an einem vorbeizieht, ziehen auch die Gedanken vorüber.

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Die Abzweigung zum Rybinsker Stausee bringt mich in eine Landschaft, wie ich sie von zu Hause kenne. Hier wird Getreide angebaut, während es an der Bundesstraße entlang nur Wald und Sumpf gegeben hatte. Hier ist die Natur schön, die Dörfer sind gepflegt, die Holzhäuser und die Gartenzäune bunt bemalt.

Radtour

Gerhard Behr-Rößler

 

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Immer wieder wurden Teilbereiche der Städtepartnerschaft Erlangen – Wladimir Gegenstand wissenschaftlicher Analysen, doch nun hat Thomas Oppelt, Student der Universität Greifswald am Institut für Geographie und Geologie, Tourismus und Regionalentwicklung, nach halbjähriger Forschung und Recherche hier wie dort erstmals eine Masterarbeit vorgelegt, die am Beispiel der kommunalen und bürgerschaftlichen Verbindungen zwischen den Franken und den Russen die Bedeutung wirtschaftlicher und kultureller Beziehungen zwischen unseren Ländern für die Regionalentwicklung spiegelt. Rasch, so der Autor gegenüber den Deutschlehrerinnen aus Wladimir bei der gestrigen Präsentation seines fast 140 Seiten starken Grundlagenwerkes im Club International der VHS, sei ihm klar geworden: „Die Städtepartnerschaft kann als ein gutes Beispiel für Völkerverständigung angesehen werden, die sich in der zumeist selbstlosen und engagierten Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Russen in den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen äußert. Insofern wäre es in Anbetracht der momentanen politischen Großwetterlage wichtig, die bestehenden Städtepartnerschaften zu intensivieren und neue Partnerschaften zu vermitteln und zu knüpfen.“

Thomas Oppelt mit den Deutschlehrerinnen aus Wladimir im Club Interational

Thomas Oppelt mit den Deutschlehrerinnen aus Wladimir im Club Interational

Thomas Oppelt begnügt sich übrigens in seiner mit der Note 1,6 bewerteten Untersuchung nicht mit der Darstellung seines Quellenstudiums und der Auswertung von Interviews mit Aktiven der Städtepartnerschaft, sondern er gibt auch Handlungsempfehlungen für die Zukunft, etwa zur Einrichtung einer Online-Datenbank, denn: „Es fällt zu Beginn schwer, den Überblick zu behalten, da die Verknüpfungen in den einzelnen Bereichen und auch interdisziplinär sehr zahlreich und verwoben sind und nicht zu allen Verbindungen offene Informationen verfügbar sind.“ Mit einer solchen Gliederung nach Bereichen und Kategorien, denen Personen und Arbeitskreise zuzuordnen wären, „könnte man die Möglichkeit in Betracht ziehen, auf Grundlage dieser Datenbank ein soziales Netzwerk zu erstellen, bei dem verschiedene Akteure eigene Profile anlegen und eigene Inserate für gewünschte Kooperationen aufgeben können.“ Aufgaben für die Zukunft, denn auch die besten deutsch-russischen Beziehungen bleiben nur dann gut, wenn sie immer noch besser werden.

Das Standardwerk mit all seinem vielfältigen Material über Aspekte der Städtepartnerschaft und die Struktur der Metropolregion Nürnberg kontrastierend zum Gouvernement Wladimir ist einsehbar auf Anfrage unter: peter.steger@stadt.erlangen.de

 

 

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Während die EU Verfahren um Verfahren anstrengt, um die schier absolute Marktmacht von Google zumindest einzuhegen, haben die russischen Nutzer noch mehr Auswahl und machen davon auch Gebrauch. Die größte Suchmaschine im Internet des größten Landes der Erde heißt Yandex, ihre kleineren Schwestern nennen sich mail.ru und Rambler. Der amerikanische Gigant will zwar auch die russischen Suchanfragen mehr und mehr übernehmen, aber noch hat er gerade einmal ein Drittel Marktanteil zu verzeichnen. Wie erfolgreich sich Yandex mit fast 60% im Wettbewerb behauptet, dafür steht auch der Bau eines Rechenzentrums im Wladimirer Stadtteil Energetik, wo der Konzern bis Ende 2017 auf einer Fläche von sechs Hektar etwa fünf Milliarden Rubel investieren will.

Yandex baut in Wladimir

Yandex baut in Wladimir

Und gerade einmal 70 km östlich von Wladimir, im Kreis Gus-Chrustalnyj, hat soeben die Quarzwerkegruppe den Grundstein zum Bau eines etwa zwei Milliarden Rubel teuren Betriebs gelegt, wo schon Ende nächsten Jahres zunächst bis zu 70 Mitarbeiter 500.000 Tonnen Quarzsand raffinieren sollen. Das deutsche Unternehmen, das hierzulande durch den Monte Kaolino im oberpfälzischen Hirschau nicht nur Wirtschaftsfachleuten bekannt ist, hat bereits Niederlassungen in Rjasan, Uljanowsk und Samara, verfügt also über Erfahrung auf dem russischen Markt.

Quarzwerke Gruppe baut bei Gus-Chrustalnyj. Bild: Wladimir Tschutschadajew

Quarzwerke Gruppe baut bei Gus-Chrustalnyj. Bild: Wladimir Tschutschadajew

Mit dem Bau des neuen Werks verbindet die regionale Politik übrigens einen Durchbruch, denn dank dem Investor werde man unabhängig von Importen für die lokale Glasindustrie und erhalte überdies einen Preisvorteil von bis zu 20% gegenüber Einfuhren.

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