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Archive for 20. Februar 2016


Es ist immer wieder schön, Zaungast außerpartnerschaftlicher Begegnungen Wladimirs mit anderen Städten und Gegenden Deutschlands zu sein, besonders dann, wenn Erlangen auch noch – und sei es nur durch Kurierdienste – ohne jede Eifersucht begleitend mit von der Partie sein kann. Heute nun ein etwas verspätet in der Redaktion des Blogs eingetroffener Bericht aus Wangen im Allgäu, wo sich ein Austausch der Waldorfschulen etabliert. Mehr davon in diesen schweren Zeiten!

Ende April, Anfang Mai letzten Jahres fand der Gegenbesuch der Austauschschüler aus Wladimir in Wangen statt, nachdem unsere Gruppe im Oktober/November 2014 ihren Aufenthalt in Wladimir hatte. Es waren jeweils zehn Schüler und zwei Lehrkräfte. Da der Besuch in Wladimir solch positive Erlebnisse für unsere Schüler mitbrachte – sowohl in den Familien als auch in der Schule wie beim Besichtigungs- und Kulturprogramm – waren alle hochmotiviert, nun ihrerseits ein schönes Programm für die russischen Schüler zu erstellen. In ihrer Vorfreude fuhren sogar sechs Schüler im Bus mit zum Flughafen nach München und begrüßten dort die Gäste mit großem Jubel. Untergebracht wurden sie in deutschen Familien, die liebevoll für ihr leibliches und seelisches Wohl sorgten.

MOD 3

Der erste Tag war dem Kennenlernen der Schule, der Stadt Wangen und einem gemeinsamen Minigolfspiel gewidmet. Am Abend, wie auch an vielen folgenden Tagen, setzten sich die Schüler in Gruppen noch privat zusammen. Große gemeinsame Ausflugsziele waren Neuschwanstein und Kempten sowie Lindau, der Bodensee und der Pfänder.

Extrakurse für die russischen Gäste gab es an der Schule in verschiedenen Bereichen wie Kupfertreiben (jeder konnte sich eine kleine Schale erstellen), Trommeln und Sprachkurse, in denen kleine deutsche Szenen einstudiert wurden, die am Abschlußabend zur Aufführung kamen. Dieser letzte Kurs wurde von den russischen Lehrkräften sehr geschätzt, und sie äußerten den Wunsch, ihn bei zukünftigen Begegnungen auszuweiten.

Waldorfschule Wladimir

Waldorfschule Wladimir

Außerhalb der Schule gab es zwei Unternehmungen, die nur für die russischen Gäste durchgeführt wurden: Ein Besuch in einer Bäckerei, bei dem man nach der Besichtigung eigenes Backwerk aus Brezelteig herstellen konnte, das später mit Freude von den Schülern der 11. Klasse und ihren Gästen verspeist wurde. Außerdem der Besuch des Wangener Stadtmuseums mit Käserei und mittelalterlicher Badstube. Weitere gemeinsame Unternehmungen waren Unterrichtsstunden, Sportunterricht, Volkstanz, Singen, Schwimmen im „Aquaria“ von Oberstaufen.

MOD 2

Am Abschlußabend, den die Wangener Eltern sehr schön gestalteten, hielten die russische Klassenlehrerin und zwei Wladimirer Schüler rührende Dankesreden. Wir haben gemeinsam gesungen und gegessen, und kurze Szenen wurden aufgeführt. Am letzten Tag reihte sich noch die Besichtigung von München ein, da das Flugzeug nach Moskau erst um 23.20 startete. So konnten wir noch gemeinsam im „Augustiner“ speisen. Es war eine schöne und erfüllende Begegnung!

Annegret Mayer

Mehr zur Entstehung der Waldorfschule in Wladimir sowie dem Schüleraustausch unter: http://is.gd/NoUhkf und http://is.gd/HqEFKu

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