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Archive for 8. Februar 2016


Was er da tut, der Russe? Darauf antwortet am Ende des heutigen Eintrags Gerhard Polt auf seine ganz besondere Art. Zunächst aber soll er selbst zu Wort kommen, der Russe, mit seiner Gabe, über sich selbst und seine Lebensumstände zu lachen, gerade dann, wenn ihm eigentlich zum Heulen zumute ist. Darauf macht sich der Russe sogar einen Reim: „и смех и грех“, notdürftig übersetzt mit „es ist zum Lachen und zum Weinen“. Also, wem die Faschingsspäße nicht genug sind zur Erheiterung, erfreue sich heute am russischen Witz:

Ausgehend von den Zimmerpreisen im Hotel Metropol kann ich mir gerade einmal noch 14 Minuten zu leben leisten.

Die Braut zum Bräutigam: „Ich teile nach der Hochzeit mit Dir Leid und Kummer.“ – Darauf er: „Aber ich habe doch gar keine Sorgen.“ Sie gibt zurück: „Ich spreche ja auch von der Zeit nach der Hochzeit.“

In Wladiwostok funktioniert die Fernheizung rund um die Uhr. Allerdings nur im Juli.

70% unserer Kinder glauben nicht mehr an Väterchen Frost – im nüchternen Zustand.

Den Zustand der eigenen Gesundheit beurteilen wir daran, ob wir noch trinken dürfen.

Streiche 7

Nüchterne Sanitärtechniker: Science fiction. Unmöglich, aber immerhin denkbar.

Wahlen sind der einzige Zeitpunkt, wo wir die Papierchen dorthin werfen, wo sie hingehören – und nicht daneben.

Die Mutter des Schülers aus Tambow, der die gefundene Million bei der Polizei abgegeben hatte, beteuerte heulend, wie stolz sie auf ihren Sohn sei.

Russische Lebensweisheit: Wer früh aufsteht, ist noch nicht entlassen worden.

Rat des Finanzministers an die Staatsdiener: Wer eine Verdoppelung seines Gehalts wünscht, lege das Geld vor einen Spiegel.

Streiche 6

Und die strafen uns auch noch fürs Falschparken

Unsere glückliche Kindheit verdanken wir den Sexualkundelehrbüchern.

Wir können gute Autos herstellen. Wir tun es nur nicht.

Der Westen kann uns noch so oft auf die Knie zwingen, wir bleibt doch lieber stolz liegen.

Ich kann der jetzigen Regierung nichts Progressives abgewinnen, abgesehen von den Steuern.

Streiche 5

Wenn man die Sache so sieht, ist in unserem Land alles normal, ganz im Geist des Mottos vom heutigen Rosenmontagszug in Köln: Wir stellen alles auf den Kopf!

Aufsatzthema: „Welchen Russen geht es so richtig gut?“ Sekundärliteratur: Forbes.

Das beste Auto, das bei den Lada-Werken auf dem Hof steht, ist der BMW des Direktors.

Der Sprit wird bei uns immer teurer, weil sich die Kraftstofftransporte wegen der steigenden Spritpreise verteuern.

Wir nehmen in Sachen Korruption weltweit den zweiten Platz ein, weil wir die Ratingagentur so lange geschmiert haben, bis man uns heruntergestuft hat.

Streiche 4

Büro: Junge, dynamische und aufstrebendes Unternehmen mietet Tacker an

Der traditionelle russische Kampfsport: Ich gegen den inneren Schweinehund.

Die bessere Hälfte unserer Polizisten nimmt nur ein Bestechungsgeld, die schlechtere Hälfte kassiert auch noch den Führerschein.

Unsere neuerdings in der Türkei überwinternden Zugvögel lassen mit ihren Flügeleien und Trinkgelegen die anderen Vögeln nicht mehr zu Ruhe kommen.

Die Strecke Paris – Dakar gewinnen immer wir. Nicht weil unsere Autos die besseren wären, sondern weil die Straßen dieser Route den russischen so ähnlich sind.

Die Not eines russischen Oligarchen: Jetzt hat die Krise auch mich erreicht: Ich esse Käse mit Schimmel, ich trinke alten Wein, und mein Auto hat kein Dach mehr.

Streiche 3

Eine Persönlichkeit findet überall ihr Glück

Es heißt, wir hätten alle kein Geld mehr wegen der großen Wache im Kreml. Doch der dementiert: Der Präsident habe nur drei Leibwächter, die Landstreitkräfte, die Luftwaffe und die Kriegsmarine.

Liebe Landsleute, sorgt euch nicht wegen der Nöte von heute. Morgen kommen bestimmt neue.

Ich dachte immer, schlimmer könnte es nicht werden. Offenbar fehlte es mir an Phantasie.

Was ein richtiger russischer Optimist ist, der sieht auch auf dem Friedhof noch das Positive.

Wenn ein russischer Alpinist abstürzt, hüllt sich das Echo schon vorsorglich in Schamesröte.

Was wir nicht alles an Gipfeln in der Kultur und Wissenschaft erklimmen könnten, wenn nur der Ölpreis nicht so niedrig wäre.

Für einen Russen ist es überlebensnotwendig, wieder gesund zu werden, bevor man ihn medizinisch behandelt.

Streiche 2

Das Volk ist, wie das Volk, wütend auf die Leine, nicht auf sein Herrchen

Daß man uns immer wieder hinters Licht führen kann, spricht für unseren Optimismus.

So kann man doch nicht leben, aber wir haben es nicht anders gelernt.

Die berühmte russische Diät: Nur einmal am Tag essen, dafür von früh bis spät.

Ich brauche noch einen Tag zwischen Samstag und Sonntag!

Ich brauche noch einen Tag zwischen Samstag und Sonntag.

Der amerikanische Traum: eine Million machen. Der russische Traum: eine Million auf den Kopf hauen.

Bevor dir bei uns jemand seinen Platz anbietet, macht er dich zum Krüppel.

Ich bin gegen den Spruch „Rußland den Russen“! Sollen sich doch die anderen ruhig auch so plagen.

Nur ein Russe kann zur Fahrprüfung mit dem eigenen Wagen vorfahren.

Der Russe ist bekannt für seine Fähigkeit, sich aus jedem Schlamassel herauszuarbeiten; noch bekannter aber ist er dafür, in jedes Schlamassel hineinzugeraten.

Die Russen beschweren sich bei den Chinesen, weil die keine Ladas kopieren. Darauf die Asiaten: Stimmt gar nicht, wir haben es mehrfach versucht, aber die Autos wurden dann regelmäßig besser und teurer als eure.

Diebe und Räuber haben es schwer bei uns. Bei so einem Konkurrenzdruck!

Streiche 1

Polizeiposten: mit versteckter Kamera aufgenommen

Der Präsident verspricht der Landbevölkerung raschen Anschluß ans Internet. So können die Dörfler eher erfahren, wann sie endlich ans Gas- und Kanalisationsnetz angeschlossen werden.

Kommt die Frau des Chefs ins Büro und sagt zur Sekretärin: „Ich hoffe, Sie legen sich nicht so ins Zeug, wie das Ihre Vorgängerin tat!“ – „Und wer war meine Vorgängerin?“ – „Die steht vor Ihnen!“

„Junge, warum weinst du denn?“ – „Ich habe einen alten Leierkastenmann gesehen.“ – „Ja, und?“ – „Er ist doch blind, und so ein Schweinekerl hat ihm einen Fleischwolf untergeschoben.“ – „Und was soll daran so schlimm sein?“ – „Na, er hat doch sein Äffchen oben draufgesetzt.“

Den eigenen IQ zu messen ist nicht schwer: Man ziehe einfach von 150 den aktuellen Dollarkurs ab, von dem an man begreift, daß die Politik das Land in die Katastrophe führt.

Warum werden die Menschen in Nationen geteilt? Damit die Politiker die Menschen aufeinander hetzen können.

Was dazu schon zu Zeiten des Kalten Krieges Gerhard Polt zu sagen wußte, ist hier nachzuhören. Nachdenkliches Lachen garantiert: http://is.gd/qtWE25

 

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