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Archive for 15. Oktober 2015


Die „besten Schwestern“ – „sorores optimae“, wie man den Service-Klub „Soroptimist International“ übersetzen könnte, machen wieder einmal überzeugend vor, wie die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit zwischen Partnerstädten aussehen kann. Seit 2001 pflegen die Erlanger Frauen mit der von ihnen in Wladimir gegründeten Gruppe einen regen Austausch und führen seither eine ganze Reihe von Projekten durch, von denen der Blog immer wieder berichtet: Einrichtung eines gynäkologischen Behandlungszimmers in der Kinderklinik, Unterstützung für die Kinder-TBC-Station, Übersetzung und Herausgabe eines Krimis von Ines Schäfer, die Ausstellung „Heimat“ mit Schülerarbeiten – mit einem Spendeneinsatz von mittlerweile mehr als 25.000 Euro.

Nadja Steger

Nadja Steger

Seit 2014 nun gibt es auch einen Partnerschaftslink zu den Soroptimistinnen in Riverside, von langer Hand in den vergangenen vier Jahren vorbereitet und nun glücklich umgesetzt. Hier wie dort gab es immer wieder gegenseitige Besuche, Einladungen zu den Klubsitzungen. Doch nun hat Erlangen in Nadja Steger, selbst aus Wladimir stammend, sogar eine Beauftragte für den Kontakt zu den Freundinnen in der kalifornischen Partnerstadt, die vorgestern in einem Vortrag die Projekte aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft präsentierte und von der Vorsitzenden, Lynn Scecina, viel Anerkennung erhielt.

Nadja Steger und Lynn Scecina

Nadja Steger und Lynn Scecina

Auch wenn der Blog-Reporter bei der Sitzung nicht akkreditiert war, sind doch die wichtigsten Entscheidungen des Treffens nach außen gedrungen: Man wird gemeinsam Fortbildungsangebote an junge Frauen aus Erlangen und Riverside machen, und für September nächsten Jahres ist eine erste Zusammenkunft von Mitgliedern aller drei verbundenen Klubs aus Riverside, Wladimir und Erlangen geplant, in der Hugenottenstadt. Ein Zeichen für die Verständigung über die Grenzen hinweg wolle man damit geben, so Karin Roberts, Initiatorin der Partnerschaft zwischen Erlangen und Riverside, einander kennenlernen, gemeinsam Ausflüge unternehmen, sich austauschen – und sicher neue Projekte vereinbaren.

Christine Kamlah, Rusty Bailey, Karin Roberts, Inge Richter und Nadja Steger

Riversides Oberbürgermeister Rusty Bailey mit den Klubschwestern Christine Kamlah, Karin Roberts, Inge Richter und Nadja Steger auf dem Mount Rubidoux

Es ist noch zu früh zu sagen, was aus dieser Absicht wird. Verraten aber darf bereits jetzt werden, daß aus Wladimir bereits die Zusage von drei Mitgliedern vorliegt, und aus Riverside wollen mindestens vier Frauen, möglicherweise sogar mit ihren Männern kommen, um den Dreiklang der besten Schwestern noch voller ertönen zu lassen, einen Dreiklang, der noch viele Stimmen brauchen kann.

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