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Archive for 14. Oktober 2015


Die Statistiker warten mit Zahlen auf, die angeben, was man in der Region Wladimir für das täglich Brot und die „sättigende Beilage“ ausgibt. Um an die Daten zu kommen, wurden 550 Haushalte von Alexandrow bis Gorochowez befragt. Das Ergebnis: Die „gastronomische Inflation“ betrug 2014 14% gegenüber dem Vorjahr, und im Schnitt fielen im Monat für Lebensmittel 4.520 Rbl. pro Esser an. In Relation zu dem durchschnittlichen Monatseinkommen von 22.000 Rbl. wurden also 20% des verfügbaren Geldes für die Ernährung ausgegeben.

Lebensmittel

Erstaunlich der Umstand, daß die Landbevölkerung nur für 20 Rbl. weniger einkaufte, obwohl da doch die Selbstversorgung viel ausgeprägter ist. Auf dem Dorf waren ca. 13% der Lebensmittel Marke Eigenanbau, während die Städter nur zu 6% Gemüse und Obst von der Datscha verzehrten. Ganz vorne dabei das russische Grundnahrungsmittel, die Kartoffel, die zu fast der Hälfte aus dem eigenen Garten stammte, gefolgt von Gemüse mit 34% und Obst mit 16%. Ausgegeben wurde übrigens von den Gesamtkosten am meisten für Fleisch mit 12%. Just hier lag der Selbstversorgungsanteil mit 0,7% auch am niedrigsten. Wie sich dieses Zahlwerk in Zeiten der gegenseitigen Sanktionen entwickelt, werden wir im nächsten Jahr erfahren, wenn diese Hindernisse hoffentlich der Geschichte angehören. Gerade melden russische Medien, für den persönlichen Gebrauch könne man per Internet  durchaus Lebensmittel wie Käse, Fleisch oder Obst aus den EU-Staaten und USA bestellen und verwenden. Das freilich dürfte die Ausgaben nicht eben verringern. Aber manchen ist gutes Essen eben teuer.

P.S.: Zurück marsch-marsch. Der russische Zoll dementierte stante pede die Meldung von sanktionsfreiem Einkauf per Internet.

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