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Archive for 20. September 2015


Daß die russische Partnerstadt ihren Namen von Fürst Wladimir Monomach hat, ist einigermaßen gesichert. Strittiger ist die Frage, wovon sich der Vorname „Wladimir“  ableitet. Da gibt es die slawophile Theorie, das Wort leite sich vom „wladet“ – „владеть“, also „(be-)herrschen“, und „mir“ – „мир“ = „Welt“, her und bedeute damit in etwa „Weltenherrscher“. Dem gegenüber steht die Ableitung aus dem Skandinavischen mit den altgermanischen Wurzeln „walta“ für „walten, herrschen“ und „mar“ – wie in Dietmar – für „mächtig, groß, bekannt“. Eigentlich ganz ähnlich in der Bedeutung. Deshalb findet sich wohl auch hier die Wahrheit in der Mitte: Die slawischen und germanischen Sprachen gehören ja zur indoeuropäischen Familie, haben also gemeinsame Ursprünge. Je weiter man also etymologisch zurück in die Vergangenheit geht, desto ähnlicher die Worte und Begriffe.

Ich liebe Wladimir

Ich liebe Wladimir

Und so begegnete man denn auch hierzulande immer wieder einem Waldemar, der früher einmal in Kasachstan oder an der Wolga lebte, dort auf Wladimir hörte und damit eigentlich nur die lang zurückliegende Lautverschiebung zwischen Slawen und Germanen in heutiger Zeit nachgeholt hat. So kommt jetzt zusammen, was schon immer zusammengehört hat.

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