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Archive for 18. Februar 2014


Eine Personalie der erfreulichen Art ist zu vermelden: Gestern wählte die Gesellschaftskammer des Gouvernements Wladimir in geheimer Abstimmung Olga Dejewa, die Vorsitzende des Roten Kreuzes der Partnerstadt, in die Bundesversammlung dieses Bürgergremiums, das sich aus Delegierten der Regionen zusammensetzt. Das zivilgesellschaftliche Organ mit beratender Funktion soll Gesetzesvorhaben öffentlich begleiten und vor Ort aktuelle soziale Fragen an die regionale bzw. föderale Politik herantragen. Auf Bundesebene besteht die Kammer aus 166 Mitgliedern, die drei unterschiedliche Gruppen darstellen: 83 repräsentieren die Subjekte der Russischen Föderation, also die Regionen; 40 Vertreter werden vom Staatspräsidenten bestimmt; 43 Mitglieder dürfen die landesweit tätigen gemeinnützigen Verbände stellen. Seit Ende Dezember 2009 gibt es die Gesellschaftskammer auch in der Region Wladimir. 42 Mitglieder zählt sie, von denen – analog zur Bundesebene – ein Drittel von der Staatskanzlei des Gouvernements benannt werden, während Städte und Kreise bzw. gemeinnützigen Verbände die übrigen „Parlamentarier“ entsenden. Überschattet ist die Arbeit des Gremiums durch prominente Austritte von zwei Persönlichkeiten, die noch von Gouverneur Nikolaj Winogradow ernannt worden waren: Schon früh verabschiedete sich im Streit der Politologe Roman Jewstifejew, und die Brocken warf vor vier Monaten auch die oppositionelle Journalistin Natalia Nowoschilowa die Brocken hin mit dem Verweis darauf, die Kammer verkomme zum Sprachrohr der Kremlpartei Einiges Rußland.

Olga Dejewa und Irina Chasowa

Olga Dejewa und Irina Chasowa

Doch lassen wir uns von all dem nicht beirren: Olga Dejewa hat gestern bewiesen, nicht nur für das Rote Kreuz eine gute Wahl zu sein. Dabei ist es ja nicht so, daß sie bisher untätig gewesen wäre! Hauptberuflich leitet sie das Sozialwerk der Stadt Wladimir, sie ist Mitglied der Partei Einiges Rußland, vertritt die Bürgerrechtsorganisation Memorial und gilt auch in der Gewerkschaftsarbeit als ausgesprochen aktiv. Gratulation! Und auf weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem Förderverein Rotes Kreuz Wladimir!

P.S.: Der Projektantrag für eine Fortsetzung des Erste-Hilfe-Programms „Das sollte jeder wissen“ ist schon bei der Stadt Wladimir gestellt, und der Verein wird sicher nicht abseits stehen, wenn es um die Förderung der Kurse geht.

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