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Archive for 21. April 2012


Einer bereits guten Tradition folgend schreiben die Wladimirer Austauschgäste des Instituts für Fremdsprachen und Auslandskunde für den Blog einen Reisebericht. Der ist – nicht zum ersten Mal! – voll des Lobes und Dankes für die Gastgeber am Institut und in den Familien. Wohl berechtigt! Heute also die Rückschau auf drei Wochen im März, erlebt von vier Studentinnen aus der Partnerstadt:

Am 9. März 2012 kamen Jelena Strunina, Xenia Koschenkowa, Jaroslawa Bakujewa aus dem 4. Studienjahr und Juliana Karasjewa aus dem 5. Studienjahr in Deutschland, genauer in der schönen kleinen Partnerschaftsstadt Erlangen an. Man nahm uns dort sehr freundlich auf, Heinz Römermann informierte uns über unseren Studentenplan, und wir lernten unsere Familien kennen. Ich kam zu Familie Fischer und zwei Wochen später zu Familie Kreitz, Jelena wohne bei Frau Aсkermann, Xenia bei Familie Stanek und Juliana bei Frau Gutgesell.

Was mich besonders beeindruckt hat, war die Gastfreundschaft. Die Familien sorgten sich in einer Weise um uns, die uns nicht kalt lassen konnte. Ich war nicht zum ersten Mal in Deutschland und weiß bereits:  Jede Stadt  Deutschlands ist besonders, hat ihre Sitten und Bräuche, ihren Dialekt, ihre Spezialitäten, ihre eigene Kultur und Geschichte.

Gleich in der ersten Woche begann das Studium, und tags darauf, am Dienstag, trafen wir uns mit Bürgermeisterin Birgitt Aßmus und Peter Steger im Rathaus und wurden ganz herzlich begrüßt. Und wir konnten schon erzählen, wo wir bereits waren, und wie wir uns auf unsere nächsten Ausflüge mit unseren Familien freuten.

Empfang im Rathaus

Mit meinen beiden Familien (Familie Fischer und Familie Kreitz) konnte ich viel Schönes erleben, die Zeit mit ihnen war unvergesslich, wofür ich mich bei ihnen bedanken möchte. Sie sind die liebsten Menschen, die ich je kennengelernt habe. Meine beiden Familien haben mir sozusagen die Tür des kleinen Deutschlands geöffnet, und mit ihnen erlebte ich die besten Momente meines Lebens. Wir unternahmen so viel gemeinsam, dass mir manchmal  schien, ein Tag sei in zwei Tage geteilt.

Wir waren in Forchheim und Maroldsweisach, wo meine Gastmutter Dagmar aufgewachsen ist und wo wir es uns in einer Brauerei gemütlich machten und ich zum ersten Mal in meinem Leben zu sehen bekam, wie Bier gebraut wird. Und natürlich probierte ich das Bier in Geroldswind, wo mein Gastvater Reinhold geboren ist, in Königsberg, in Bamberg, in Nürnberg, wo ich mit allen drei Mädels war. Dort besuchten wir das Dürer-Haus und konnten sehen, wie der Künstler gelebt und gearbeitet hat.

Mit Familie Kreitz war ich in Rothenburg, wo mir Gerhard die wunderschöne St.-Jakobs-Kirche mit ihrem Zwölfbotenalter und ihrem Heiligblutaltar zeigte. Mit Familie Kreitz besuchte ich an einem Abend einer Fischgaststätte mit eigenem Teich, wo ich zu einem feinen Glas Sekt den leckersten Karpfen kosten konnte.

Die Abende in den Familien waren die schönsten: Bei einem Glas Bier oder Rotwein unterhielten wir uns gemütlich. Ich fühlte mich wie in einem Familienkreis.

Xenia wohnte in Nürnberg, und wir trafen uns nicht so oft, doch auch sie war sehr von ihrer Familie begeistert. Die Familienmitglieder waren richtig aufmerksam und lieb zu Xenia. Mit Familie Stanek verbrachte sie die schönste Zeit, sie waren im Freibad und im Kino, fuhren nach Prag, wo Xenia Verwandte hat, und zusammen mit Jelena nach München, wo sie eine Stadtrundfahrt machten. Und sie gingen natürlich durch die schöne Stadt Nürnberg spazieren.

Da das Wetter schön war, fuhr ich mit Jelena und Juliana Fahrrad. Unsere Abende verbrachten wir manchmal mit Frau Gutgesell, mit der wir Scrabble spielten und uns einfach gut unterhielten. Juliana wohnte bei Frau Gutgesell, mit der zusammen sie viel unternahm, viel mit dem Rad fuhr, außerdem waren sie in Nürnberg und Würzburg. Juliana hat sogar einmal für Frau Gutgesell russischen Suppen wie Schtschi und Borschtsch gekocht. Und sie spielten miteinander viele interessante und lehrreiche Spiele.

Jelena wohne bei Frau Ackermann. Sie war ausgesprochen gastfreundlich und lieb, was Elena sehr berührte. Sie zeigte Jelena viele kleine Dörfer und schöne Städte und unterhielt sich viel mit ihr. Frau Ackermann kümmerte sich sehr um Jelenas Deutsch und erklärte ihr, welche deutschen Wendungen heute im Trend liegen. Schließlich schenkte sie ihr viele Bücher. Gar nicht vorzustellen, wie sehr sich Jelena darüber freute.

Was das Studium angeht, so besuchten wir das Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde. Wir lernten viele interessante Lehrer kennen. Wir fühlten uns so richtig frei im Unterricht. Einige Fächer waren ganz neu für uns, wie Korrespondenz oder Fachübersetzung,  aber es machte uns viel Spaß. Die Lehrer waren sehr nett und jeder unterrichtete auf seine eigene Weise, was spannend und sehr lehrreich war. Wir vermissen schon alle die Stunden im Institut.

Wir möchten uns bei allen ganz herzlich für die Gastfreundschaft und für  die gute Möglichkeit bedanken, sich mit der deutschen Kultur sowie mit den Sehenswürdigkeiten Erlangens bekannt zu machen und sich in einem anderen Land wie zu Hause fühlen zu können.

Jaroslawa Bakujewa

Mehr zu dem Besuch unter: http://is.gd/hMsuwN

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