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Archive for 8. April 2012


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In allernächster Zeit entscheidet sich das Schicksal einer seltenen Haustierrasse, von der im Blog schon des öfteren die Rede war. Es geht um das Wladimir Kaltblut, das nur noch in einem einzigen Gestüt in der Region Iwanowo, etwa 120 km von der Partnerstadt entfernt, gezüchtet wird.

Wladimirer Kaltblut

Das Wladimirer Lastpferd gibt es zwar erst seit Ende des Zweiten Weltkriegs, als die Mechanisierung der Landwirtschaft vor allem in Zentralrußland, in der sogenannten Nicht-Schwarzerde-Region, also dort, wo die Böden eher weniger fruchtbar sind, noch nicht sehr fortgeschritten war, aber das Wladimirer Zugpferd gehört als Kreuzung von irischen und englischen Rassen zum genetischen Reichtum Rußlands. Noch. Denn übriggeblieben sind gerade einmal 150 Exemplare.

Wladimirer Kaltblut

Das Gestüt – ähnlich wie ein kleinerer Ableger in der Region Wladimir – geriet bereits um die Jahrtausendwende in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die Nachfrage nach den Tieren seitens der Kolchosen und Sowchosen ging gegen Null, die Zucht lohnte sich nicht mehr. Nur Händler aus Sibirien und Zentralasien fahren von Zeit zu Zeit vor, um die eine oder andere Stute mitzunehmen, dorthin, wo man ihre Milch schätzt, aber auch ihr Fleisch. Der Staat gibt gerade genug, um die Pferde füttern zu können. Dabei gilt die Rasse als wenig anspruchsvoll, gutmütig, anpassungsfähig und belastbar.

Wladimirer Kaltblut

Ob und wie das verschuldete Gestüt und damit auch die Rasse weiterbesteht, entscheidet sich noch im Frühjahr. Alles hängt davon ab, wo ein noch zu findender Investor seine Schwerpunkte setzt, womit er glaubt, Geld verdienen zu können. Man kann nur hoffen, daß er einen Pferdefuß hat.

Mehr zum Thema unter: http://is.gd/t0gsib und http://is.gd/fKL6Ap

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