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Archive for 4. April 2012


Gestern ging eine Mail aus Wladimir im Erlanger Rathaus ein, deren Betreff „’schabbestanden“ für einen Franken reichlich Brajßisch anmutet und erst bei korrekter Aussprache als „ihobbschandn“ in dessen Sprachzentrum entschlüsselt wurde. Was da von wem bestanden wurde, erschließt sich aus dem Inhalt der Nachricht, gesendet von Irina Chasowa, der Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, das in den letzten Tagen unter besonderer Spannung stand:

Heute erreichte uns eine erfreuliche Botschaft aus dem Goethe-Institut Moskau. Wir haben die Akkreditierung erfolgreich abgeschlossen und von 100 möglichen Punkten 93 erreicht.

Bestanden!

Am 26. und 27. März hatten wir Besuch von den beiden Auditoren des Goethe-Instituts, Jewgenij Serjakow, Beauftragter für Qualitätsmanagement Spracharbeit in der Region Osteuropa / Zentralasien und Maria Lukjantschikowa, Beauftragte für Sprachkurskooperation und Förderung der rußlanddeutschen Minderheiten.

Die Bewertung wurde nach folgenden Kriterien vorgenommen: Institutioneller Rahmen; Allgemeines; Räumlichkeiten; technische Ausstattung; Sprach- und Prüfungsangebot; Qualifikation des Personals; Fortbildung; Information und Werbung; Angebot und Kundenzufriedenheit; Sprachkursorganisation; Unterricht.

Gruppenbild mit Tatjana Karssanowa

Um das Goethe-Siegel zu erhalten, haben Tatjana Karssanowa, zuständig für die Sprachkurse am Erlangen-Haus, und ich seit Beginn des Kursjahres geschuftet. Besonders Tanja hatte alle Hände voll zu tun, da wir in dem Jahr drei neue Dozenten angestellt haben und sie viel methodische Begleitung benötigten. Tanja hat sich richtig ins Zeug gelegt und sorgte sich besonders um die Neulinge. Doch die bestanden die Härteprüfung ehrenvoll. Darüber hinaus hat Tanja den ganzen Papierkrieg mit dem methodischen Teil für das Dossier erledigt, das wir vor dem Audit ans Goethe-Institut zu schicken hatten.

Tatjana Karssanowas Dossier

Die ganze Sache ging uns ziemlich nach, aber, wie man auf Russisch sagt: „Der Teufel ist nicht so schwarz, wie man ihn malt.“ Die Auditoren waren ausgesprochen korrekt und entgegenkommend. Außerdem kennen wir sie schon seit langem. Schenja war vor sieben Jahren zum ersten Mal bei uns, als er noch in Tomsk als Methodiker am Deutschen Sprachlernzentrum arbeitete. Es folgte eine mehrjährige Anstellung in Moskau als Dozent, bevor er befördert wurde. Mascha ist unsere unmittelbare Kontaktperson zum Goethe-Institut. 

Das Prüfungsteam, Maria Lukjantschikowa und Jewgenij Serjakow, bei der Arbeit in der Küche überrascht.

Und dann gibt es da noch eine angenehme Nachricht: Beim Jahrestreffen der Leiter von Sprachlernzentren wurde Ende März in Moskau das Erlangen-Haus mit einer besonderen Urkunde ausgezeichnet: „In Anerkennung der besonderen Leistungen, die das Sprachlernzentrum in Wladimir 2011 erbracht hat, verleiht das Goethe-Institut Russland an das SLZ Wladimir als Bonus ein Stipendium zur Ableistung eines Hospitationspraktikums an einem Goethe-Institut in Deutschland.“  Das bedeutet, noch in diesem Jahr können wir auf Kosten des Goethe-Instituts eine Lehrkraft für zwei Wochen nach Deutschland schicken.  

Das Qualitätssiegel des Goethe-Instituts

Da bleibt nur noch, dem ganzen Team um Irina Chasowa und Tatjana Karssanowa und natürlich besonders den beiden herzlich zu gratulieren zu einem Erfolg, der aus eigener Kraft hart erarbeitet und hoch verdient ist. Danke an der Stelle aber auch an Klaus Wrobel und Reinhard Beer von der VHS Erlangen für die treusorgende Begleitung, an Wolfram Howein für die kluge Beratung, an Helmut Schmitt für die moralische wie materielle Unterstützung und all die vielen ungenannten Helfer, die mit ihrem Beitrag die Ausstattung und Arbeit des Sprachlernzentrums am Erlangen-Haus unterstützt haben. Es lohnt sich!

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