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Archive for 21. Januar 2011


Sich um Kinder zu kümmern, macht sich für Politiker immer und überall gut, besonders in Zeiten des Wahlkampfes. Man darf durchaus ein gewisses Kalkül unterstellen, wenn sich jetzt in der heißen Phase der Kampagne die Partei Einiges Rußland besonders um den Nachwuchs des Landes bemüht und daraus hoffentlich, wenn sie an der Macht bleibt, woran nicht zu zweifeln ist, ein Staatsziel macht, das auch auf kommunaler Ebene verfolgt wird. In diesen Tagen jedenfalls ist es eine wahre Freude zu beobachten, was sich so alles tut zu Gunsten der lieben Kleinen.

Grigorij Anikejew

Da ist zunächst das Internet-Zentrum, gesponsert vom reichsten Mann der Region, Grigorij Anikejew, der für Einiges Rußland in der Staatsduma in Moskau sitzt. Eingerichtet nach den neuesten technischen Standards bis hin zur ergonomischen Sitzhaltung, bietet das Zentrum Platz für bis zu 18 Kindern, die hier unter Aufsicht und Anleitung den Umgang mit dem weltweiten Netz erlernen sollen. Mehr als 400 junge Nutzer können so – übrigens kostenlos – im Monat auf „sicheren“ Seiten surfen. Und schon bald soll das zweite Zentrum dieser Art eröffnet werden – mit 42 Plätzen.

ABC-Schützen

Welche Rolle Wladimir im russischen Sport spielte und noch immer spielt, ist häufiges Thema des Blogs. Jetzt schlagen aber Politiker Alarm wegen der Nachricht, jedes zweite Kind habe Gesundheitsprobleme. Diese zu lösen, wird die alte Weisheit vom gesunden Geist in einem gesunden Körper wiederentdeckt. Und wieder kümmert sich Einiges Rußland um die Sache und macht daraus das landesweite Projekt „Vom Hinterhof zur Olympiamedaille“, als dessen regionaler Koordinator seitens der Partei just Andrej Sirotkin, von dem gestern hier die Rede war, erstmals in Erscheinung tritt. Unter dem Motto „Der Weg nach Sotschi“ wollen sich gleich mehrere Schulen der Initiative anschließen, zumal Einiges Rußland jeder Schule einen eigenen Sportplatz in Aussicht stellt. Parallel dazu verläuft eine Aufklärungskampagne mit dem Titel „Schulen der Gesundheit“, wo alles, was Krankheiten vorbeugt, in den Unterricht eingebaut werden soll, von Bewegungselementen bis hin zur ausgewogenen Ernährung. A propos Ernährung: 80% der Wladimirer Schüler erhalten eine warme Mahlzeit.

Mehr zu Grigorij Anikejew unter: https://erlangenwladimir.wordpress.com/2010/05/19/am-gelde-hangt-zum-gelde-drangt

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