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Wo helfen Freude macht


Es gibt wahrhaftig viele schöne Termine im Partnerschaftsjahr, aber unter all den beglückenden Begegnungen gehört seit 1999 immer im Advent die Aktion der Heinrich-Kirchner-Schule.

Pausenverkauf in der Heinrich-Kirchner-Schule

Christine Delfs hatte damals die Idee, mit ihrer Klasse etwas für das Kinderkrankenhaus in Wladimir zu tun. Was zunächst mit einer Taschengeldspende begann, wandelte sich später in einen Pausenverkauf, dessen Erlös dann in die Partnerstadt geht.

Pausenverkauf in der Heinrich-Kirchner-Schule

Gestern war es wieder so weit: Überall in den Gängen und Fluren hingen die selbstgestalteten Plakate, die Eltern hatten fleißig gebacken und gekocht, und der Hunger in der ersten Pause war ebenso groß wie die Auswahl.

Heute schon, so berichtet Christine Delfs, bringen die Kinder all das gezählte Kleingeld zur Bank, lassen es dort in größere Scheine wechseln und übergeben es dann im Januar, wenn Wladimir auf dem Stundenplan steht, dem Partnerschaftsbeauftragten zur Weiterleitung an das Krankenhaus.

Kasse machen für die kranken Kinder von Wladimir

So schön also dieses Partnerschaftsjahr endet, so schön wird es bald schon wieder beginnen. So macht helfen Freude.

So lecker!

Wer, wenn nicht Johann Wolfgang von Goethe fände dafür in einem Brief an Charlotte von Stein die richtigen Worte: „Auf diesem beweglichen Erdball ist doch nur in der wahren Liebe, der Wohltätigkeit und den Wissenschaften die einzige Freude und Ruhe.“


Seit 29 Jahren kommt Igor Besotosnyj – alle Jahre wieder – aus Wladimir nach Erlangen, vorzugsweise im Advent. Eine beispiellose Geschichte der partnerschaftlichen Treue, die 1989 bei der „Woche der Russischen Küche“ ihren Anfang genommen hatte.

Elisabeth Preuß mit Olga Besotosnaja, Igor Besotosnyj und Alexander Schaposchnikow, gesehen von Georg Kaczmarek

Nun ist es wieder so weit: Am vergangenen Freitag stand sein Ensemble auf der Bühne des Gemeindehauses St. Xystus und nahm aus den Händen von Bürgermeisterin Elisabeth Preuß einen Matchbox-Kleinbus entgegen, eine Erinnerung an die Panne vor einem Jahr mit dem eigenen Fahrzeug auf dem Rückweg nach Wladimir. Eine rührende Geste mit den besten Wünschen für die Heimreise Ende dieser Woche.

Swetlana und Olga Besotosnaja

Doch bis dahin sind noch einige Konzerte zu geben, vor allem morgen, am Dienstag, den 18. Dezember, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus St. Sebald – mit der Sängerin und Violinistin, Swetlana Besotosnaja, die alleine mit dem Flugzeug angereist war.

George Mills und Dorothee Lotsch mit der kleinen Warwara im Publikum

Alleine? Nicht ganz. Im Vorjahr hatte sie eine Babypause eingelegt und Erlangen nicht besucht, nun ist sie mit der kleinen Warwara auf Gastspielreise. Ob Igor Besotosnyjs Enkelin eines Tages auch musiziert, wird sich weisen; in jedem Fall haben wir mit ihr schon die dritte Generation seiner Familie im Austausch zwischen Erlangen und Wladimir.

Dorothee Lotsch

Unverzichtbar bei der Tournee, die Sängerin und Alexandra-Interpretin, Dorothee Lotsch, die nicht nur mitreißend – sogar auf Russisch! – zu singen versteht, sondern für das Quartett auch Konzerte in Südbayern organisiert. Alles ehrenamtlich!

George Mills und Igor Besotosnyj

Als Gastsänger darf auch George Mills mit zwei russischen Volksliedern nicht fehlen. Nicht immer ganz textsicher, aber mit einer Stimme, die tatsächlich auch gar keine Worte braucht. Ganz sicher freilich jemand, der wie nur wenige mit seiner ganzen Person für die Völkerverständigung steht: ein Amerikaner, der in Erlangen mit einer russischen Seele lebt.

Swetlana Besotosnaja

Eine kurze Bemerkung zumindest zur Musik: Das Ensemble präsentiert ein komplett neues Programm aus Klassik und traditionellen Weisen, interpretiert auf Instrumenten der russischen Folklore, Balalaika, Domra und Bajan, ergänzt bei manchen Stücken durch Violine und alle – man kann es nicht anders sagen – in virtuoser Ausführung. Ein besonderes Juwel bringt dabei Swetlana Besotosnaja mit dem „Russischen Tanz“ aus dem „Schwanensee“ zum Funkeln, begleitet nur vom stillen Rieseln des Schnees. Vorweihnachtliche Atmosphäre, wie sie nicht schöner zu wünschen ist.

Ernst Stäblein vor dem Wunschbaum mit Igor Besotosnyj und seinem Ensemble: Swetlana und Olga Besotosnaja sowie Alexander Schaposchnikow

Zeit, auch Ernst Stäblein Dank zu sagen, der seit 2014 für das Kammerensemble aus Wladimir die Bühne auf der Waldweihnacht reserviert. Wo so viele, zu denen mindestens auch Sibylle Flepsen und Leonhard Hirl, das Orga-Paar des Konzerts in St. Xystus gehört, zusammenwirken, da gelingt die Partnerschaft, da lebt ihr Geist. Nicht nur im Winter, wenn es schneit…


In der Kommentarspalte erschien gestern eine Zuschrift von Georg Kaczmarek, die es wert ist, aus der – man weiß es von Zeitungen – eher unbeachteten Ecke der Leserbriefe ins Licht der Titelseite zu stellen. Aber urteilen Sie selbst.

Wer den Blog fleißig und regelmäßig liest, ist nicht nur auf dem neuesten Wissensstand hinsichtlich der Beziehungen zwischen den Partnerstädten und darüber hinaus, sondern wird plötzlich, wie in meinem Falle, an einen längst vergessenen Lebensabschnitt erinnert.

Deutsche Schokoladenmanufakturen hat es, wie ich aus Erzählungen weiß, nicht nur in Moskau gegeben, sondern auch in „Piter“, wie Sankt Petersburg von den Einheimischen liebevoll genannt wird. Aber der Reihe nach.

Als ich im Jahr 1976 über Wien und München arbeitsbedingt in Nürnberg landete, bemühte sich mein neuer Arbeitgeber, ein Ing.-Büro in der Innenstadt, um eine Bleibe für mich.
Über eine Zeitungsannonce fand man ein Zimmerchen im Dachgeschoß des Hauses in der Plobenhofstr. 6 (Eckhaus zur Frauenkirche), eine Art „Kommunalka“, denn es gab da nur eine gemeinsame Dusche und Toilette. Die Zimmer gehörten zu Wohnungen darunter.

Während meiner ersten Vorstellung bei den Vermietern, dem Ehepaar Kretschmann, war ich beindruckt von der Aura des Hausherrn, den ich bis dato noch nicht kannte. Ein Hauch aristokratisch. Wir wurden schnell einig, und ich durfte einziehen. Ich wurde überaus warmherzig aufgenommen, was ich von für mich fremden Leuten niemals vermutet hätte. Heute weiß ich, woran es lag.

In den ersten Gesprächen stellte sich nämlich schnell heraus, daß Viktor Kretschmann fließend Russisch sprach, und er wollte natürlich sofort meine schulischen Sprachkenntnisse testen. Wir sind jedoch, nach einigem Reden, sehr schnell übereingekommen, unsere weitere Unterhaltung doch lieber auf Deutsch abzuhalten.

Im Laufe der Zeit durfte ich seine nähere Familiengeschichte kennenlernen. Die Einzelheiten sind mir leider schon längst abhanden gekommen, doch das Wesentliche ist in Erinnerung geblieben: Herr Kretschmann hieß eigentlich Baron Viktor von Kretschmann, geboren in Sankt Petersburg, in der Familie eines Schokoladenmanufaktur-Besitzers. Die Familie mußte nach der Machtergreifung durch die Bolschewiki die Stadt verlassen, verlor dadurch ihr ganzes Vermögen, durfte aber unbehelligt emigrieren. Im Süden von Nürnberg (ich weiß leider nicht mehr, wo genau) gründete der Vater eine neue kleine Schokoladenfabrik, die dann in den Sechzigern unter Kretschmann Jun. leider Konkurs anmelden mußte.

Schokolademuseum in Sankt Petersburg (hier ließe sich vielleicht noch einiges zur Geschichte der Kretschmann-Manufaktur recherchieren)

Hätte ich aus heutiger Sicht damals geahnt, daß sich die europäischen Verhältnisse soweit verändern und Rußland wieder ein Staat würde, mit dem man Kontakte knüpfen kann, hätte ich die Story der Familie Kretschmann und der Schoko-Manufaktur in St Petersburg sicherlich genauer im Kopf behalten oder sogar aufgeschrieben. Außerdem hätte ich mit Hilfe von Herrn Kretschmann auf jeden Fall mein Russisch auf Vordermann gebracht.

Dennoch, vielen Dank an Peter Steger, daß ein Stück meines Lebensverlaufes beim Lesen des Blogs auf einmal wieder lebendig wurde.

Georg Kaczmarek


Es war ein Leser mit feinem Humor und gutem Geschmack, der da unlängst der Redaktion des Blogs als süßes Dankeschön eine Tafel Blockschokolade schenkte. Eine seltene Geste, die natürlich nicht unbelohnt bleiben soll. Heute deshalb ein kurzer Abriß über die Geschichte der Schokolade in Rußland.

Genaue Daten darüber, wann im Russischen Reich die Schokolade zum ersten Mal auftauchte, gibt es nicht. Es geschah aber wohl zu Zeiten von Zarin Katharina II, als ein gewisser Francisco de Miranda, Gesandter von Venezuela, am Hof zu Sankt Petersburg das Rezept zur Zubereitung der dunklen Köstlichkeit bekanntmachte. Wie andernorts in Europa blieb das exotische Getränk zunächst Privileg der adligen Kreise. Erst als 1851 Ferdinand von Einem mit fünf Gehilfen am Arbat in Moskau eine Schokoladenmanufaktur eröffnete, kam das Naschwerk so richtig in Umlauf. Schon sechs Jahre später eröffnete der deutsche Zuckerbäcker mit dem Kaufmann Julius Heuß aus dem Schwarzwald die Schokoladenfabrik „Einem“ am Ufer der Moskwa, unweit des Kremls, die auch den Zarenhof belieferte. 1876 starb der Konditor schon, aber sein Kompagnon setzte die Erfolgsgeschichte fort, eröffnete weitere Werke und heimste Preise über Preise für seine Produkte ein, die er bestens zu vermarkten verstand… Bis im Zuge der Revolution der Betrieb ins „Volkseigentum“ überführt und 1922 in „Roter Oktober“ umbenannt wurde. Unter dieser Marke, wenn auch nicht mehr an der historischen Produktionsstätte, kann man bis heute Schokolade bester Qualität kaufen. Dem Pfarrerssohn, der 2.500 Menschen beschäftigte und großzügig als Mäzen in Erscheinung trat, blieb es erspart, die Enteignung miterleben zu müssen. Er verstarb bereits 1907.

Siehe auch: https://is.gd/eW0Gfx

Die drei Vorläufer


Den Kurs hat John Stackmann eben erst gesteckt und die Längen vermessen für die beiden Trailstrecken, die beim 19. Winterwaldlauf in der Brucker Lache am 23. März 2019 erstmals neben den traditionellen Distanzen Aufnahme ins Programm finden. Ganz im Sinne von Witalij Galkin, der heuer bereits mit am Start war und sich derzeit mit seiner Frau, Dozentin am Lehrstuhl für Philosophie und Religionswissenschaften an der Universität Wladimir, wieder in Erlangen aufhält, denn auch russische Organisatoren von Laufveranstaltungen bieten immer mehr Trails an. Für Nichtläufer: Das sind die unwegsamen Strecken über Stock und Stein, querfeldein, wo es stolpert und holpert, wo so manch einer über die Wurzeln purzeln kann, wenn man nicht trittfest ist und ein waches Auge hat.

Im Ziel: Witalij Galkin, John Stackmann und Peter Steger, gesehen von Manuela Stackmann

Aber diese Läufe entdecken – mit allen Unwägbarkeiten des Geländes – immer mehr Athleten als die Königsdisziplin für sich. Die Herausforderungen in der Brucker Lache halten sich freilich auch für Amateure im Bereich des Machbaren: Der eine oder andere Stamm im Weg läßt sich leicht überspringen oder umlaufen, und die unerwarteten Steigungen erhöhen nur den Reiz des ganz neu zu entdeckenden Waldstücks. Sehr zur Freude des Trios auf dem Jungfernlauf, der nach 50 entspannt-lockeren Minuten für neun Kilometer ein grandioses Rennen – übrigens erneut unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Elisabeth Preuß – unter Wettbewerbsbedingungen verspricht, zumal auch wieder Gäste aus Wladimir kommen wollen. Die Anmeldung ist bereits möglich unter http://www.winterwaldlauf.de. Auf die Plätze, fertig, los!

Galkin

Witalij Galkin und John Stackmann beim Winterwaldlauf 2018

Nach Lektüre des Blogs schickte John Stackmann noch folgenden Kommentar:

Es war mir ein Vergnügen, den russisch-deutschen Freundschaftsexpreß diesmal als weißbärtige Lokomotive anzuführen, der über die neue zweite Runde des Trail-Laufs für 2019 mit 8,7 km dampfte und zwei Followern einheizte. Trotz winterlicher Kälte wurde es einem dadurch nicht kalt. Und die Abwechslung auf den schmalen Naturpfaden lenkte zumal von der eigenen körperlichen Anstrengung ab und motiviert und begeistert hoffentlich bei der ersten öffentlichen Aufführung am 23.03.2019. Da wird man allerdings davor schon die erste Runde mit 7,3 km hinter sich haben, die bereits 2018 als Premiere großen Zuspruch fand, wird man die Beine spüren und die Reserve einteilen, damit die gesamten 16 km gut zu überstehen sind …

Hier nochmals der Rückblick auf den diesjährigen Lauf: https://is.gd/EM1gv2


Vorgestern, am Tag der Ankunft der Religionswissenschaftler, handelte es sich noch um graue Theorie und auf Papier gebannte Analyse, gestern, am ersten Jahrestag des Todes von Wolfgang Vogel, erlebten die Gäste aus Wladimir, wie intensiv in Erlangen die Ökumene praktiziert wird. Und welche Unterschiede es in Glaubensdingen zwischen West und Ost noch immer – und leider wieder zunehmend – gibt. Matthias Wünsche, Gemeindepfarrer von Herz Jesu, und Dekan Josef Dobeneck bedauerten denn auch gegenüber Jewgenij Arinin, Lehrstuhlinhaber für Philosophie und Religionswissenschaften an der Universität der Partnerstadt, und Dmitrij Petrosjan, die wachsende Entfremdung zwischen dem Vatikan und dem Moskauer Patriarchat, nicht ohne zu betonen, wie wichtig gerade deshalb derlei Begegnungen seien.

Matthias Wünsche, Jewgenij Arinin, Dmitrij Petrosjan und Josef Dobeneck

Dennoch, so die Frage der Gäste: „Wie ist es möglich, ein armenisches Steinkreuz auf dem Grund einer katholischen Gemeinde in Erinnerung an einen Katholiken weihen zu lassen, etwas, das so bei uns nicht denkbar wäre?“ – „Weil wir seit dem Zweiten Vatikanum das Verbindende stärker betonen als das Trennende zu forcieren“, lautet komprimiert die Antwort.

Dmitrij Petrosjan und Jewgenij Arinin

Wolfgang Vogels Geist der Verständigung zwischen den Konfessionen und Kulturen schwebte spürbar über der gestrigen Zeremonie, und das Gedenken an ihn hat nun einen würdigen Ort gefunden, hier in Herz Jesu mit dem keltischen Kreuz auf dem Dach, dem Kruzifix in der Kirche und dem armenischen Wegkreuz auf dem Vorplatz. Eine Inspiration sicher auch für die russischen Gäste.

Zum Nachruf auf Wolfgang Vogel geht es hier: https://is.gd/uD7uUb, und mehr Eindrücke zur gestrigen Gedenkfeier findet man unter: https://is.gd/Dlyc6c


Rechtschaffen müde traf die fünfköpfige Forschungsgruppe um Jewgenij Arinin, Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie an der Universität Wladimir, gestern gleich nach der langen Reise – um kurz nach Mitternacht waren sie aufgebrochen – am frühen Abend bei der Professorin für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas, Julia Obertreis, ein und kamen rasch zum Objekt ihrer wissenschaftlichen Analyse. Anhand eines zusammen mit der Erlanger Seite ausgearbeiteten vierseitigen Fragebogens sollen unter religionswissenschaftlichen und soziologischen Aspekten deutsche und russische Jugendliche Auskunft über ihre Haltung zum Glauben geben. So ungleich bisher noch die Datenlage – ca. 500 Respondenten in Wladimir stehen bis dato erst gut 50 Befragte in Erlangen gegenüber -, so anders auch die Auseinandersetzung mit religiösen Fragen: Erste Ergebnisse deuten wohl auf ein komplexeres Verständnis der deutschen Teilnehmer an der Umfrage hin. Ob sich diese erste Analyse erhärtet, kann aber nur eine Erweiterung des Kreises bestätigen. Deshalb auch die Bitte der Gäste, diese in deutscher Sprache vorliegenden Fragebögen möglichst breit an der Friedrich-Alexander-Universität zu streuen. Denkbar wäre aber auch die Einbeziehung der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg mit ihren Instituten für Slawistik und Theologie. Eines aber, so der Soziologe Dmitrij Petrosjan, lasse sich aber jetzt schon konstatieren:

Zwei Drittel bezeichnen sich zwar als gläubig, aber wenn es ans Eingemachte geht und nach Glaubensinhalten und die Ausübung des Glaubens gefragt wird, kommen wir rasch in den einstelligen Bereich, bei etwa fünf Prozent, die tatsächlich auch zumindest an Feiertagen den Gottesdienst besuchen. Eine Zahl, die übrigens auch die Statistik der Polizei bestätigt, die gerade zu Weihnachten und Ostern zu deren Schutz Schätzungen der Kirchgänger vornimmt.

Natalia Markowa, Witalij Galkin, Dmitrij Petrosjan, Julia Obertreis, Iwan Wikulow und Jewgenij Arinin

Ansonsten freuen sich die Gäste darauf, noch bis Dienstag ohne jede Ablenkung durch Anrufe und administrative Aufgaben am Lehrstuhl für Religions- und Missionswissenschaften sowie vor allem in der Synodalbibliothek mit ihren mehr als 6000 Bänden in russischer und kirchenslawischer Sprache aus allen theologischen Disziplinen zu lesen und zu exzerpieren. Das, so Jewgenij Arinin, könne man in Erlangen wesentlich unkomplizierter als im viel näheren Moskau. Was man dort erst langwierig bestellen müsse, hole man sich hier zur Lektüre oder Kopie einfach aus dem Regal.

Julia Obertreis auf der Weihnachtsfeier mit den Gästen aus Wladimir

Aber auch die Wissenschaft lebt nicht vom Buch allein. Nach dem zweistündigen Gespräch über Möglichkeiten einer Zusammenarbeit wartet Kommunalka, der vor zwei Jahren während der Wladimir-Exkursion ins Leben gerufene studentische Kreis für osteuropäische Kultur, mit einer vielfältigen Bewirtung auf, vom Hering im Mantel über den Vinaigrette-Salat bis hin zu polnischen Bonbons. Einen besseren Auftakt kann man sich kaum vorstellen.

Zum Thema siehe auch: https://is.gd/kTaCd8

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