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Erstmals erhält ein Junge in der Russischen Föderation den Vornamen Putin. Auf Anregung des Großvaters von Rassul Dschurajew, eines erklärten Verehrers des Staatspräsidenten, haben die aus Tadschikistan stammenden und nach fünf Jahren in Moskau nun seit eineinhalb Jahren in einem Dorf bei Alexandrow in der Region Wladimir wohnenden Eltern die Namensänderung beantragt. Die Behörden, so berichten lokale Medien, fanden nach anfänglicher Skepsis keinen formalen Grund, dem Ansinnen nicht nachzukommen, und so wird der Kleine wohl bald als erster auf den Nachnamen des ersten Mannes im Staate hören müssen.

Putin Dschurajew und seine Eltern

Putin Dschurajew und seine Eltern

Sicher zumindest kurios diese Namensgebung, zumal man gespannt sein darf, welche Koseformen für Putin verwendet werden. Ein russischer Vorname steht nämlich nur formal im Ausweis; im richtigen Leben – je nach Alter, Umgebung und Situation – hören die Menschen aber auf ganz andere Varianten mit jeweils ganz unterschiedlichen Abstufungen der menschlichen Nähe. Um nur Wladimir als wohlfeiles Beispiel zu wählen. Den ruft man im Kindesalter gern Wowa, Wolodjenka oder Wowotschka, später Wolodja oder Wowtschik. Man versuche das einmal mit Putin. Oder doch lieber nicht?

Präsidiale Devotionaliensammlung der Familie Dschurajew

Präsidiale Devotionaliensammlung der Familie Dschurajew

Kuriose Eigennamen gab es übrigens besonders in der frühen Sowjetzeit und in der Periode des Personenkults, die unter Genosse Josef Stalin Stilblüten trieb in der Art von Stalen (zusammengesetzt aus Stalin und Lenin), Ninel (Akronym von Lenin), Stalij oder Stal (maskulines oder feminines Adjektiv des Pseudonyms von Josef Dschungaschwili), Stalber (zusammengesetzt aus Stalin und Berija) oder Wladlen (gebildet aus den Anfangssilben von Wladimir und Lenin). Noch nicht bizarr genug? Dann sei mit Ikki gedient, der russischen Abkürzung für Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationalen. Überliefert ist auch noch Nisercha, zu dechiffrieren als Nikita Sergejewitsch Chruschtschow. Zur Ehrenrettung der sowjetischen Eltern sei gesagt, daß derartige Wortungetüme eher selten Eingang in die Geburtsurkunden fanden, und spätestens seit der Machtübernahme durch Leonid Breschnjew und der schleichenden Entzauberung der Sowjet-Ideologie verschwanden all diese Kunstnamen aus den Registern, und die Kinder wurden wieder nach christlichen Märtyrern, griechischen Heroen, slawischen Helden, skandinavischen Adeligen, alttestamentarischen Gottesknechten genannt, bevor zunehmend auch westliche Vorbilder in Mode kamen.

Sowjetische Vornamen

Sowjetische Vornamen: Widlen – Große Ideen Lenins

Übrigens auch in Deutschland gibt es in dem Bereich Kuriosa: Vor einem Jahr ging der Vorname Angela Merkel durch die Medien. Ophelya Adé, aus Ghana geflüchtet, hatte ihre Tochter nach der deutschen Kanzlerin genannt – als Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung. Motive, die man durchaus auch der Familie aus Tadschikistan gegenüber dem russischen Präsidenten unterstellen darf. Dennoch eher fraglich, daß sich die beiden Vornamen durchsetzen. Den Kindern wird das nur recht sein.


Während sich in den Erlanger Nachrichten derzeit Leserbriefschreiber in der Selbstproklamation zu Herolden der schweigenden Mehrheit üben und einen offenbar lange angestauten Furor gegen die angeblich dem gesunden Geschmack von Tennenlohe widerstrebende Skulpturenwelt des Dieter Erhard austoben, nimmt der Künstler derzeit an einem Symposium für Bildhauer des Wladimirer Kunstvereins teil. Auf Einladung von Igor Tschernoglasow, dem Vorsitzenden der Organisation, der selbst auf Initiative seines Erlanger Freundes bereits zwei Skulpturen in Tennenlohe geschaffen hat. Nun also, bei seinem zweiten Besuch in Wladimir – der erste liegt zehn Jahre zurück -, zwei Arbeiten von Dieter Erhard für Wladimir.

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Die Steine hatten die Gastgeber gestellt, seine Metallfiguren brachte der Erlanger Künstler vorgefertigt im Gepäck mit.  Der eine kommt nun im Zentrum der Partnerstadt zu stehen, der andere geht als Geschenk an das Erlangen-Haus.

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Der Besuch von Dieter Erhard in Wladimir war überfällig. Denn was hat der 2009 mit dem Erlanger Ehrenbrief für Kultur ausgezeichnete Schöpfer des Skulpturenparks Tennenlohe nicht schon alles an Projekten mit den russischen Künstlern ins Leben gerufen: die Skulpturen von Igor Tschernoglasow und Jurij Iwatko, die Bemalung von Trafhäuschen mit Sergej Jermolin und Anatolij Denissow, die Kunstaktion mit Praktikantinnen aus Wladimir bei den Barmherzigen Brüdern Gremsdorf, den Freundschaftsring am OBI-Kreisel in der Kurt-Schumacher-Straße, um nur die wichtigsten Stationen zu nennen.

Irina Chasowa und Dieter Erhard

Irina Chasowa und Dieter Erhard

Nun wird man in Wladimir ein Urteil über die Kunst des Dieter Erhard fällen. Sicher auch dort nicht allfällig und einhellig, aber gewiß nicht in dem Geist und Ton jener, die wieder einmal den Sinnspruch bestätigen: nulla poeta in patria!


Seit Mittwoch letzter Woche ist ein zwölfköpfiges Team aus unserer Partnerstadt Wladimir und Umgebung zu Gast bei der Badmintonabteilung des TV 1848 Erlangen. Nachdem im letzten Jahr neun Mitglieder unseres Vereins eine Einladung angenommen und an einem überregionalen Wettbewerb in Gus-Chrustalnyj teilgenommen hatten, bildete nun ein Freundschaftsturnier einen der Höhepunkte des Gegenbesuchs.

Gruppenbild Badminton Erlangen - Wladimir

Gruppenbild Badminton Erlangen – Wladimir; vorne rechts sitzend: Jewgenij Nikolajew, der Initiator des Austausches

An den ersten beiden Tagen standen Ausflüge nach Herzogenaurach und Bamberg auf dem Programm. Außerdem gehörte ein zünftiger Biergartenbesuch dazu. Am Donnerstagabend kam es zum ersten gemeinsamen Badmintontraining in der Heinrich-Kirchner-Turnhalle. Nach dieser Vorbereitung konnte am Samstag das Freundschaftswettkampf starten. Insgesamt 28 Spieler nahmen daran bei sommerlichen 32 Grad teil. Der Turniermodus war so gewählt: Jeder Spieler bekam in jeder Runde einen Partner zugelost, wodurch es zu bunt gemischten Paarungen, unabhängig von Spielstärke, Geschlecht oder Herkunft kam. Nach zwölf Runden stand mit zwölf gewonnenen Partien Iftekhar Sarwar, einer unserer Gäste, übrigens aus Pakistan stammend und Meister der Region Wladimir, als souveräner Sieger fest. Über den zweiten Platz konnte sich Patrick Hofstetter vom TV 1848 Erlangen freuen, während der geteilte dritte Platz wieder an fünf unserer russischen Freunde ging. Ein gemeinsames Grillen am Gelände des TVs rundete den Tag ab.

Die Sieger des Turniers

Die Sieger des Turniers

Weiter auf dem Programm stehen heute ein Ausflug nach Nürnberg und morgen ein Treffen mit Oberbürgermeister Florian Janik im Rathaus, bevor die Gäste am Mittwoch die Heimreise antreten. Festhalten kann man aber schon jetzt: Dieser Besuch hat neue Kontakte knüpfen bzw. bestehende festigen und einen intensiven kultureller Austausch stattfinden lassen.

Ralf Steg

Hier geht es zu den Anfängen des Sportaustausches: https://is.gd/CKVtf0 und https://is.gd/sFzT5o


Ein ganz entscheidender Wirtschaftszweig der Region Wladimir ist die Rüstungsindustrie. Der größte Betrieb aus diesem Sektor, das Degtjarjow-Werk in Kowrow, die seinerzeit mit dänischem Kapital und westlicher Technik gegründete erste private russische Aktiengesellschaft zur Waffenproduktion, von den Kommunisten später verstaatlicht, feiert in diesen Tagen sein hundertjähriges Bestehen. Aus wirtschaftlichen Gründen besteht auch aller Grund zum Feiern, denn, wie Wladimirer Medien berichten, gelang es, im ersten Halbjahr 2016 Waffen im Wert von 16 Milliarden Rubel zu verkaufen, das Dreifache gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs – und das, obwohl sich die Produktion um fast ein Drittel verringert hat, zu erklären dadurch, daß das Absatzplus durch den nachträglichen Verkauf von bereits 2015 hergestellten Rüstungsgütern entstand. Größter Abnehmer der Raketensysteme ist das Ausland, besonders Indien, wohin 40% der Exporte gehen.

Rüstungswerk in Kowrow

Rüstungswerk in Kowrow

Der Produktionsrückgang in diesem Jahr hat nichts mit nachlassender Nachfrage zu tun, vielmehr arbeitet man in der gut 60 km nordöstlich von Wladimir gelegenen Stadt an einer neuen Raketengeneration, die halbautomatisch funktionieren und mit neuester Elektronik ausgestattet sein soll. Wie schon zu Sowjetzeiten rollen hier auch zivile Güter vom Band, vom Motorrad bis zu Nutzfahrzeugen, deren Motoren allerdings chinesischer Herkunft sind. Freilich trägt dieser nichtmilitärische Sektor kaum etwas zum Gesamtergebnis bei, kann eher als „kollateral“ gesehen werden. Dabei geht es insgesamt um große Investitionen: Jahr für Jahr investiert man 400 Millionen Rubel in die Modernisierung der Produktion, kauft Anlagen aus Deutschland und Italien, hat aber erst 10% des Werks auf den neuesten Stand der Technik gebracht, wobei 50% nötig wären. Hinderlich dabei die Probleme mit der Stromversorgung. Immer wieder auftretende Ausfälle, sogenannte Brownouts, setzen den importierten Aggregaten zu und verkürzen deren Lebensdauer auf gerade einmal zehn Jahre.

Wassilij Degtjarjow

Wassilij Degtjarjow

Dennoch, das Werk in Kowrow, benannt nach Wassilij Degtjarjow, Pionier der russischen Entwicklung und Produktion von Schützenwaffen und Maschinengewehren, gehörte 2015 mit seinen fast 11.000 Mitarbeitern zu den 200 systemrelevanten Betrieben der Russischen Föderation und gilt mit 5,3% Anteil am öffentlichen Haushalt als der größte Steuerzahler der Region Wladimir.


Das Gouvernement Wladimir hat mit sechs anderen Regionen den Zuschlag zu einem föderalen Projekt erhalten, das abzielt auf die Wiederbelebung von kleineren und größeren Flüssen. Begonnen hat man nun mit der etwa 60 km langen Seraja, die durch Alexandrow, 125 km nordwestlich von Wladimir gelegen, fließt und in die Scherna mündet, ihrerseits ein Zufluß der Kljasma. Schlamm und Wasserpflanzen nach jahrzehntelanger Hypotrophierung haben dem Gewässer die Fähigkeit zur Selbstreinigung genommen und der Seraja, wie es in Medien heißt, zumindest innerhalb des Stadtgebietes „praktisch den Status eines Flusses genommen“.

Ausbaggerung der Seraja in Alexandrow

Ausbaggerung der Seraja in Alexandrow

Bis 2019 und mit einem Aufwand von 100 Millionen Rubel soll das Flußbett nun von einer Spezialfirma aus Sankt Petersburg saniert werden. Doch dabei bleibt es nicht, auch kleinere Flüsse in anderen Landkreisen der Region Wladimir stehen auf der Liste und werden in den nächsten zwei bis drei Jahren wiederertüchtigt.

Die Seraja im Kreis Alexandrow

Die Seraja im Kreis Alexandrow

Ein nächster Schritt wäre darauf die Modernisierung der Klärwerke. Vielleicht kehren dann auch Wassermaulwurf und Sterlet, Biber und Rapfen, Döbel und Fischotter, Uferschwalbe und Schelladler in ihre alte Heimat zurück.


Heute nun die Fortsetzung der Spurensuche von Herbert Mainka, deren erster Teil am 23. August hier im Blog erschien.

Traktorenwerk Wladimir

Traktorenwerk Wladimir

Nach dem Besuch in Kameschkowo im ehemaligen Hospital und auf dem dort von der Kriegsgräberfürsorge eingerichteten Friedhof stand noch am gleichen Tag das Wladimirer Traktorenwerk auf dem Programm, wo Arthur Mainka vom 10. September 1947 bis 26. November 1949 als Kriegsgefangener eingesetzt war.

Herbert Mainka am Gedenkstein auf dem Gelände des Traktorenwerks

Herbert Mainka am Gedenkstein auf dem Gelände des Traktorenwerks

Die Erlaubnis zum Besuch des Betriebs, während des Krieges vom eingekesselten Leningrad nach Wladimir, also ins weitgehend sichere Land hinter dem Frontverlauf verlegt, hatte die Deutschlehrerin und Betreuerin des Gastes, Ludmila Mironowa, eingeholt. Sogar eine eigene Führung über das Gelände wurde so möglich, durch einen kleinen, von den Deutschen angelegten Park – bis zum Gedenkstein für die in Wladimir verstorbenen Gefangenen, der im Vorjahr im Beisein von Oberbürgermeister Florian Janik enthüllt worden war.

Gedenkstein

Gedenkstein

Einen weiteren Tag benötigte Herbert Mainka, um mit Ludmila Mironowa ins 80 km südlich von Wladimir gelegene Anopino zu fahren, wo sein Vater vom 18. August 1945 bis 10. September 1947 in der Glashütte eingesetzt war. Ebenso wie das Traktorenwerk, wird auch dieser Betrieb bis heute fortgeführt, und der technische Direktor, Michail Lissow, erhielt von der Leitung den Auftrag, den Gästen Gelände und Produktion zu zeigen. Arthur Mainka mischte damals wohl verschiedene Komponenten zur Glasherstellung.

Glaswerk Anopino

Glaswerk Anopino

Bei den Gesprächen stellten sich rasch Gemeinsamkeiten heraus: So war der Vater des Gastgebers in Sewastopol in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten und mußte zu Fuß bis weit in die Ukraine, verpflegt nur sporadisch von hilfsbereiten Einheimischen. Über Polen und die Tschechoslowakei ging es weiter bis Bayern, wo die Ehefrau des Arbeiters, dem der Gefangene zugeteilt war, dem Russen das Überleben ermöglichte, indem sie mit einer Zusatzration für das Essen sorgte.

Glashütte Anopino

Glashütte Anopino

Demgegenüber kann Herbert Mainka vom Onkel seiner Mutter, Paul Erlekampf, berichten, der einen Bauernhof in Eisfeld bei Ohlau bewirtschaftete, wo es üblich war, die Kriegsgefangenen, gleich ob Polen, Russen oder Franzosen, am gemeinsamen Mittagstisch zu bewirten. Kleine Gesten der Menschlichkeit in Zeiten der Barbarei.

Deutscher Turm von Anopino

Deutscher Turm von Anopino

Doch zurück nach Anopino, wo es auf dem Gelände der Glashütte einen sogenannten „deutschen Turm“ gibt, der 1949 von Kriegsgefangenen errichtet wurde und heute noch – dank guter Qualität – in Betrieb ist. Der Turm gehört zum Ensemble um den großen Platz, wo die Kriegsgefangenen sich morgens und abends zum Appell zu versammeln hatten, um ihre Vollzähligkeit festzustellen.

Herbert Mainka, Michail Lissow und Ludmila Mironowa

Herbert Mainka, Michail Lissow und Ludmila Mironowa

Der Vater von Michail Lissow wohnte damals auf dem Gelände des Betriebs und hatte offenbar viel Kontakt zu den deutschen Kriegsgefangenen, von denen er sich besonders gern die Reparatur und Wartung von Autos zeigen ließ. Offenbar nicht ohne Erfolg, denn später wurde er Chauffeur des Direktors. Gut möglich, daß sich die Väter der beiden damals kannten oder zumindest einander öfter begegneten.

Glasreste an der Stelle, wo wohl auch Arthur Mainka arbeitette

Glasreste an der Stelle, wo wohl auch Arthur Mainka arbeitette

Gut lokalisieren läßt sich auch noch, wo Arthur Mainka, damals 27 Jahre alt, den Quarzsand zu schaufeln hatte. Man kann nur ahnen, was im Sohn vorging, als er all diese Erinnerungsstätten besuchte. Heute stellt man hier Flaschen für den russischen und chinesischen Markt her, drei von ihnen durfte sich Herbert Mainka als Andenken mitnehmen.

Neues Glaswerk in Anopino

Neues Glaswerk in Anopino

Mit großer Wahrscheinlichkeit kann sogar bestimmt werden, wo Arthur Mainka dann die verschiedenen Komponenten – Quarzsand, Sand, Altglas – mischte. Eine Stelle, wo eine neue deutsch-russische Freundschaft besiegelt wurde, die Herbert Mainka und Michail Lissow auch in Zukunft pflegen wollen, sicherlich im Sinne und Geiste ihrer Väter.

Gefangenenfriedhof, zwischen beiden Wegen gelegen

Gefangenenfriedhof, zwischen beiden Wegen gelegen

Nach dem Mittagessen in der Werkskantine zeigte Michail Lissow den Gästen im 2.000-Seelen-Ort das Gebäude, wo sich in den 40er Jahren die Lagerkommandantur befunden hatte, damals alles noch innerhalb der Lagergrenzen.

Herbert Meinka inmitten des Gefangenenfriedhofs

Herbert Meinka inmitten des Gefangenenfriedhofs

Schließlich noch ein Beweis der neuen Freundschaft: Michail Lissow zeigte Herbert Mainka, wo man damals die verstorbenen Gefangenen beisetzte. An einem Ort, den ihm sein Vater gezeigt hatte, ein Ort, von dem bisher niemand außer den beiden wußte.

Ludmila Mironowa

Ludmila Mironowa

Beim Besuch im Garten von Michail Lissow dann das Versprechen, den Kontakt zu halten, sich wiederzusehen, bevor der Tag auf der Datscha von Ludmila Mironowa ausklang.

 


Die Statistiker haben neue Zahlen, die Auskunft über den wirtschaftlichen Zustand der Region Wladimir geben: Zum 1. Juli zählte man landesweit im Schnitt 285 Pkws auf 1.000 Einwohner. Die Partnerstadt und ihr Umland hinken da noch mit 266 Autos auf 1.000 Personen hinterdrein. Mit anderen Worten nimmt das Gouvernement Wladimir Platz 51 unter den 83 Regionen des Landes ein, was den motorisierten Individualverkehr angeht.

Stau

Angeführt wird diese Liste übrigens erstaunlicherweise von der Halbinsel Kamtschatka und der Region Primorje mit ihrem großen Gebrauchtwagenanteil aus Japan, erst an dritter Stelle folgt der Speckgürtel um Moskau. Schlußlichter sind Inguschetien, Tschetschenien und – wenig verwunderlich – Tschukotka mit mehr Rentieren als Einwohnern. Anzumerken noch: Trotz Wirtschaftskrise und rückläufiger Zuwachsraten beim Absatz sind auf den russischen Straßen immer mehr Autos unterwegs. Vor zwei Jahren nämlich waren es landesweit erst 280 Fahrzeuge auf 1.000 Einwohner. Der Markt wächst also. Dennoch ist der Abstand etwa zu Deutschland noch groß, wo die Relation 532 : 1.000 beträgt.

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