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Mit ‘St. Maria-Magdalena Tennenlohe’ getaggte Artikel


Tennenlohe ist für die Partnerschaft mit Wladimir ein besonderer Stadtteil. Hier sind Arbeiten im öffentlichen Raum von Sergej Jermolin und Igor Tschernoglasow zu sehen, hier findet der intensivsten wissenschaftliche Austausch – zwischen dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen und der Universität Wladimir – statt, hier wurde schon Anfang der 90er Jahre das erste Gemeinschaftsunternehmen, die Spedition Transmoroz, und hier unterzeichneten in den frühen 80er Jahren Mitglieder der Gemeinde St. Maria Magdalena einen Aufruf zur Unterstützung der Zusammenarbeit mit Wladimir im Geiste von Versöhnung und Völkerverständigung. In dieser Tradition steht auch die Aktion von Manfred Bruchner zu Gunsten der Onkologischen Abteilung des Wladimirer Kinderkrankenhauses, für die er, wie im Blog regelmäßig berichtet, Schulen, Betriebe, Parteien und natürlich seine evangelische Gemeinde gewinnen konnte.

Männerkreis St. Maria Magdalena Tennenlohe

Unter dem Dach der Pfarrei, die übrigens ihre im 30jährigen Krieg verlorene Selbständigkeit erst 1963 wiedererlangt hatte, trifft sich seit nunmehr einem halben Jahrhundert regelmäßig der insgesamt etwa 30 Mitglieder zählende Männerkreis. Früher wahrte dieser Klub noch eine strenge Observanz, heute sind Frauen bei den abendlichen Begegnungen nicht nur geduldet, sondern sogar willkommen. So auch am Montag, als eine Zuhörerin zwar im Publikum saß, es dann aber doch vorzog, sich (noch) nicht für ein Gruppenbild mit Dame ablichten zu lassen. Weitererzählen wird sie aber sicher, was da bei dem Vortrag vom Partnerschaftsbeauftragten  Peter Steger und in der anschließenden Diskussion über Wladimir zu erfahren war, und auch ihr Scherflein zur Unterstützung der Kinderkrebsstation wird sie gewiß beitragen. Was da zusammenkommt, sehen wir am Ende des Jahres, wenn bei einem kleinen Fest für die Partnerstadt das Sparschwein des Klubs geschlachtet wird. Tennenlohe ist eben ein besonderer Stadtteil für die Partnerschaft mit Wladimir.

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Heute ist von einer Aktion zu berichten, die wieder einmal zeigt, was alles in der Partnerschaft möglich ist, wenn man eine gute Absicht verfolgt und seine Ziele mit ein wenig Hilfe von Freunden und Wohlwollenden – von denen gibt es übrigens mehr als man gemeinhin meint – erreichen will. Was im folgenden Eintrag Christine Kozačuk vorstellt, steht in einer langen und aller Ehren werten Tradition der Erlanger Bevölkerung, den Menschen in Wladimir zu helfen und in der Partnerstadt besonders das Kinderkrankenhaus zu unterstützen. 

St. Maria Magdalena in Tennenlohe

Eine Bedarfsliste der Kinderkrebsklinik in Wladimir brachte Manfred Bruchner auf die Idee, die Aktion „Tennenlohe steht Pate für die Kinderkrebsstation in Wladimir“ zu starten. Fehlt es doch an grundlegenden Dingen, die den kleinen Patienten und ihren Familien ihr Schicksal erleichtern könnten. Beispielsweise benötigt die Klinik dringend Medikamente, Kücheneinrichtung, Bettwäsche und Klappbetten, damit die Eltern bei ihren schwerstkranken Kindern bleiben können, die oft monatelang in der Klinik behandelt werden müssen.

Daß die Aktion auf so viel Unterstützung treffen würde, damit hat Manfred Bruchner trotz seiner intensiven Werbung nicht gerechnet. Was mit einem Informationsstand und Spendenaufruf beim Frauenhofer Institut zum 40. Geburtstages der „Sendung mit der Maus“ begann, führt sich weiter in Spendenaufrufen bei politischen, religiösen und öffentlichen Institutionen, Gruppen, Firmen und Vereinen. Offene Ohren fand er vor allem auch bei der Evangelischen Gemeinde St. Maria Magdalena in Tennenlohe, die ihre Einnahmen aus dem Sommerfest vom 3. Juli und der Kirchweih vom 18. August spendete. So geht der Erlös aus dem Bratwurstverkauf, dem Kirchweihkaffee und dem Stand der „Tennenloher Bücherträume“ vollständig nach Wladimir.

Inessa Helwig-Fábián mit ihren beiden Kindern

Inessa Hellwig-Fábián, Vorsitzende des Vereins Brücken, ließ es sich nicht nehmen wieder einmal persönlich ihren Beitrag zu leisten und beantwortete am Informationsstand im Innenhof der Kirche Fragen und führte Gespräche. Als Erinnerung für alle gab es einen Anstecker mit dem eigenen Namen in kyrillischer Schrift. Beeindruckend waren die doch zahlreichen Erfahrungen und Kontakte, die viele Tennenloher und angereiste Besucher mit Rußland und vorwiegend Wladimir verbanden. Ob über einen privaten Austausch oder eine offizielle Bürgerreise, jeder zeigte seine Verbundenheit mit der Partnerstadt und ihren Menschen. Ein Besucher kaufte beispielsweise spontan alle von russischen Kindern gemalten Bilder, die der Verein „Brücken“ zu Dekorationszwecken bereitgestellt hatte.

Russische Heimat

Der Klub „Soroptimist International Erlangen“, eine Vereinigung berufstätiger Frauen, die seit nunmehr gut zehn Jahren mit dem Schwesterklub in Wladimir verbunden ist, stellte Postkarten zur Verfügung. Diese von Schulkindern aus beiden Städten zum Thema „Heimat“ gestalteten kleinen Kunstwerke waren Gegenstand einer Ausstellung vor drei Jahren zum 25. Partnerschaftsjubiläum. In kurzen, einprägsamen Texten haben die jungen Künstler auf die Frage „Was ist Heimat“ ihre eigenen persönlichen Vorstellungen festgehalten. Der Erlös aus dem Verkauf dieser Postkarten kommt ebenfalls vollständig der Kinderkrebsklinik zu Gute.

Auch die aus Tennenlohe stammenden Stadtratsmitglieder von CSU und SPD unterstützen die Aktion. In der „Tennenloher Times“ und im „Tennenloher Boten“ riefen und rufen sie zu Spenden auf. Viele Bürger sind bereits diesem Aufruf gefolgt.

Im Namen von Chefärztin Swetlana Makarowa geht nun ein großes Cпасибо, ein Dankeschön, an alle Spender und Unterstützer der Krebsstation des Kinderkrankenhauses in Wladimir. Dieses Dankesgruß in Form eines Informationsblattes wurde von der Werbeagentur Fischer & Partner aus Heroldsberg kostenlos vervielfältigt und an Interessierte verteilt.

Ein stattlicher Betrag von derzeit über 4.000 Euro wird nun im September persönlich von Peter Steger, dem Partnerschaftsbeauftragten der Stadt Erlangen, an die Kinderkrebsklinik übergeben. Ein Dankeschön kommt da auch von allen, die in tiefer Freundschaft unserer Partnerstadt und ihren Menschen verbunden sind.

Christine Kozačuk

Nachzutragen ist: Heute feiert Heidi Hahlweg Geburtstag. Das schönste Geschenk für sie wird wohl gerade diese Aktion sein, hat sie doch über Jahre, auch als ihr Gatte, Dietmar Hahlweg, längst schon aus dem Amt des Oberbürgermeisters geschieden war, das Kinderkrankenhaus mit Medikamentenlieferungen unterstützt. Danke nochmals nachträglich dafür und alles Gute zum Geburtstag, liebe Frau Hahlweg!

Wer sich die Zeit nehmen und mehr wissen will über die Aktion und ihre Vorgeschichte, der schlage u.a. nach unter: http://erlangenwladimir.wordpress.com/2009/05/11/vereint-gegen-krebs/, http://erlangenwladimir.wordpress.com/2010/03/22/ihna-unterm-blauen-himmel/, http://erlangenwladimir.wordpress.com/2011/07/04/wenn-hoffnungen-sich-erfullen-2/ und http://erlangenwladimir.wordpress.com/2011/06/03/musik-als-brucke-zwischen-den-kulturen/

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Pfarrer Rudolf Koch

Das gestrige Sommerfest der evangelischen Gemeinde St. Maria-Magdalena stand schon seit dem morgendlichen Familiengottesdienst unter dem Motto “Hoffnung”, einem Motto, ohne das man angesichts der regnerisch-kühlen Witterung hätte verzweifeln können. Aber in Tennenlohe weiß man sich zu helfen, besonders dann, wenn Der Beck mit Pavillons aushilft, die rasch aufgestellt sind, wenn der Männerklub tüchtig anpackt, und unter denen es sich - fast in Bierzeltatmosphäre – fröhlich feiern läßt. Der Bücherbasar wird kurzerhand ins Gemeindehaus verlegt, die Kirchturmführungen bringen die Besucher ohnehin dem Himmel unter Dach ein wenig näher. Und die Kinder rufen auch im Gemeindehaus fröhlich “Ja!”, wenn der Kasperl fragt: “Seid ihr alle da?”

Peter Steger

Sicher waren nicht mehr alle sind da, als der Kirchenchor und das Posaunen-Ensemble zur Serenade in das Kleinod von Kirche einluden. Aber in jedem Fall genug, um das Schiff und die Empore bis auf den letzten Platz zu füllen. In den musikalischen Pausen hat Pfarrer Rudolf Koch viel zu berichten über den Ablauf des Festes und noch mehr zu danken für alle fleißigen Helfer und Mitstreiter. Dazwischen kommt auch der Partnerschaftsbeauftragte, Peter Steger, zu Wort, um seinen Dank auszusprechen. Auf Initiative eines Mitglieds der Gemeinde nämlich kommt die Hälfte des Erlöses - nach vorläufiger Schätzung gute eintausend Euro - aus dem Verkauf der gespendeten Leckereien, die tagsüber angeboten wurden, der Krebsstation des Kinderkrankenhauses in Wladimir zugute. Die andere Hälfte bleibt in Tennenlohe und soll helfen, das Defizit in der Kasse für die Sanierung der Orgel zu decken, die dazu allerdings am gestrigen Abend vornehm schwieg. 

Gemeinde St. Maria-Magdalena

Die Protestanten aus Tennenlohe haben fast schon von alters her eine enge Bindung zu Wladimir. Noch unter Leitung von Pfarrer Albrecht Sondermann ging ganz zu Beginn der damals noch umstrittenen Aufnahme der Beziehungen zur Stadt am Goldenen Ring ein Unterstützungsschreiben im Erlanger Rathaus ein, das sich für die Versöhnung mit den Völkern der Sowjetunion aussprach, die Aktion “Hilfe für Wladimir” erfuhr immer wieder Impulse aus St. Maria-Magdalena, und als Igor Tschernoglasow im Jahr 2000 seine beiden Engel der Begegnung unmittelbar vor der Kirche aufstellte, feierte man mit dem Künstler aus der Partnerstadt einen Gottesdienst. Dann die von Christine Kozaczuk angeregte Sammlung der Konfirmanden im Vorjahr für den Blauen Himmel – und nun die Unterstützung für die Kinderkrebsstation. Wenn das nicht Hoffnungen weckt und verspricht, daß sich diese sich auch erfüllen!

Fam. Christoph und Martha Tetzel

Wer mithelfen will und gestern keine Gelegenheit dazu hatte, kann das nachholen und seinen Beitrag auf das Konto Nr. 19-000345, BLZ 763 500 00, Stadtsparkasse Erlangen, “Hilfe für Wladimir”, mit dem Stichwort “Kinderkrebsstation” überweisen. Wer in die Suchmaske des Blogs “Kinderkrankenhaus” eingibt, findet Lesestoff für einen ganzen Abend oder besser eine Serenade, und zur angesprochenen Aktion von Christine Kozaczuk führt der Link http://erlangenwladimir.wordpress.com/2010/05/09/eine-kerze-zum-gedenken/.

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