Feeds:
Artikel
Kommentare

Mit ‘Ohm-Gymnasium Erlangen’ getaggte Artikel


Manchmal sagt einem die innere Stimme sofort, ob jemand für eine bestimmte Aufgabe geeignet ist oder nicht. So war das auch, als Henrik Kram nach seiner zweiten Wladimir-Reise in den Osterferien den Wunsch äußerte, im Sommer ein Praktikum im Bereich der Partnerschaft zu machen. Der stets frohgemute und unternehmungslustige Gymnasiast am Fridericianum willigte denn auch ohne Zögern und Zaudern ein, als er vom Vorschlag hörte, für eine Schülergruppe eigenständig ein Programm zu entwerfen und die Gäste während ihres Aufenthalts zu begleiten. Ohne Anleitung, nur mit dem einen oder anderen Hinweis aus dem Partnerschaftsbüro! Und dann sollte er auch noch als Praktikumsbericht einen Beitrag für den Blog schreiben. Alle Achtung und Chapeau, lieber Henrik!

Neun Tage war eine Gruppe von Schülern aus Wladimir mit ihrer Lehrerin, Marina Trubizyna, hier in Deutschland zu Gast. Neun Tage, in denen Deutschland den neun Schülern und ihrer Betreuerin eine sehr große Freude bereitet hat, wie ich hautnah erleben durfte. Aber auch mir, in meiner persönlichen Premiere als alleiniger Organisator und Betreuer einer Gruppe aus der Partnerstadt, hat es eine große Freude bereitet und mir jeden Tag das eine oder andere Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

Henrik Kram und seine Gruppe

Die Gäste der Schule Nr. 23 aus Wladimir waren vom 10. bis zum 18. August hier in Erlangen und im Frankenhof / Jugendherberge untergebracht. In den neun Tagen lernten sie nicht nur Erlangen durch selbständiges Bummeln besser kennen, sondern auch dank einer professionellen Führung für Touristen. Neben Erlangen standen wunderschöne Städte wie Nürnberg, Bamberg und Würzburg auf dem Plan. Doch die ersten zwei Tage hatten die jungen Besucher im Alter von 13 bis 14 Jahren Zeit, in Erlangen zu bleiben und die Stadt zu erforschen, wobei für die Schüler die selbständigen Stadttouren eigentlich meist schon in den Arcaden, in der Galeria Kaufhof oder in ähnlichen Einkaufszentren endeten, wie mir von der Lehrerin berichtet wurde. Neben all den für Touristen typischen Programmpunkten wie Shopping kamen aber auch die Kultur und Geschichte Erlangens nicht zu kurz. Bei einem Empfang durch Bürgermeisterin Elisabeth Preuß wurde die Gruppe offiziell begrüßt, lernte das Rathaus kennen und konnte sich mit der Politikerin über die Stadt Erlangen, ihre Geschichte und die guten Beziehungen zu Wladimir unterhalten. Am nächsten Tag, also am Freitag, dem 12. August, begann dann die “Nürnberg-Trilogie”, wobei ich die Gruppe in den nächsten drei Tagen nach Nürnberg begleitet habe. Dort warteten auf die Besucher interessante Führungen durch das Verkehrsmuseum der DB, aber auch, wie ich nicht umhin kam festzustellen, eine außerordentlich lustige Führung durch das Germanische Nationalmuseum in russischer Sprache. Da während des Aufenthalts der Gruppe auch das “Nürnberger Spectaculum” am Burggraben über die drei Tage hinweg stattfand, war es natürlich Pflicht, sich da jeden Tag so manche Show anzusehen. Und dann bemerkten die Schüler auch noch dies: Bei dem Hauptevent, dem Schwertkampf-Turnier, wirkte auch eine russische Gruppe mit und kam auch noch bis ins Finale, das am Sonntag ausgetragen wurde. Damit hatte die Gruppe auch schon ihr persönliches Nürnberg-Highlight gefunden. Ausgerüstet mit Fahnen und vielen Ansporn-Gesängen auf Russisch, feierte die Gruppe schließlich auch noch den Sieg des russischen Schwertkünstlers und traf sich mit ihm zu einem Gespräch nach seinem Triumph.

Marina Trubizyna, Henrik Kram, Peter Steger

Am Dienstag stand dann ein Besuch in Würzburg an, nachdem ich den Gästen am Montag das Atlantis in Herzogenaurach gezeigt hatte. Das wunderschöne Würzburg  versetzte sie gleich mal in Staunen, und jeder in der Gruppe hatte seine Schwierigkeiten, der Führerin seine ganze Aufmerksamkeit zu schenken, so sehr waren sie versucht alle fünf Meter ein neues Foto zu schießen. Meinerseits zum ersten Mal in Würzburg, konnte ich mich richtig reinsteigern in die Situation der Schüler, habe mich in die Stadt verliebt und empfand den Ausflug als das i-Tüpfelchen auf der ganzen Reise. Würzburg ist ab jetzt für mich ein Muss für jeden Touristen. Für Entzückung unter den Gästen sorgte auch das letzte Ziel des Städtetrips am vorletzten Tag, Bamberg. Während der Führung durch die Stadt mit einem Highlight-Stopp an jedem architektonischen Prunkstück, unterhielten sich die Wladimirer mit Lukas Korn, einem Schüler des Ohm-Gymnasiums, der uns begleitete aufgrund eines P-Seminares an seiner Schule, das die Städtepartnerschaft Erlangen – Wladimir einbezieht.

Alles in allem war es eine sehr schöne Angelegenheit, die Gäste hier begrüßen und betreuen zu dürfen, die es mir während der ganzen neun Tage sehr leicht gemacht haben.  Leider war es am Donnerstag schon so weit, sie am Flughafen Nürnberg verabschieden zu müssen. Bestimmt würden sich alle Beteiligten über eine Wiederholung des Besuchs freuen.

Henrik Kram

Mehr zu Henrik Kram und der Gruppe aus Wladimir unter: http://erlangenwladimir.wordpress.com/2011/07/12/schuleraustausch-auf-eigene-faust/ und http://erlangenwladimir.wordpress.com/2011/08/14/wladimirer-schuler-entdecken-erlangen/

Read Full Post »

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.