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Mit ‘Manfred Bruchner’ getaggte Artikel


Es ist nun schon zur guten Tradition geworden, bei der Erlanger Sternennacht auch die Partnerstädte ins funkelnde Licht zu stellen, ihnen mit all ihrer Vielfalt an Vereinen, Freundeskreisen und Projekten ein Podium zu geben. Im Herzen der Stadt, auf dem Hugenottenplatz, an dem kaum jemand beim Flanieren vorbeikommt.

Christine Hubrach im Gespräch mit Siegfried Balleis.

Christine Hubrach im Gespräch mit Siegfried Balleis.

Auch Oberbürgermeister Siegfried Balleis nicht, der alle von Ehrenamtlichen betreuten Stände besuchte und sich über die aktuellen Aktivitäten informieren ließ. Auch über die Spendensammlung für Waisen in Wladimir, ins Leben gerufen von Christine Hubrach und Manfred Bruchner.

Siegfried Balleis im Gespräch mit Elfriede Königsheim und Wolfram Howein.

Siegfried Balleis im Gespräch mit Elfriede Königsheim und Wolfram Howein.

Ohne jetzt schon, vor Abschluß der Aktion, genaue Zahlen nennen zu wollen, dürfen sich die Kinder in Wladimir bestimmt über einen Betrag von 1.000 Euro freuen, den die beiden gesammelt haben: mit Hilfe der Konfirmations-Kinder von Tennenlohe und dank der Spenden bei der Sternennacht.

Ein Stern für Wladimir von Siegfried Balleis.

Ein Stern für Wladimir von Siegfried Balleis.

Jeder Spender erhielt einen Stern, konnte ihn mit seinem Namen beschriften und auf eine Tafel kleben, die zusammen mit dem gesammelten Geld während der Jubiläumsfeierlichkeiten vom 29. Mai bis 2. Juni übergeben werden. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Siegfried Balleis.

Natalia Grebnev, Ludmila Kondratenko, Peter Steger und Olga Wassiljewna.

Natalia Grebnev, Ludmila Kondratenko, Peter Steger und Olga Alexejewa.

Geben mag seliger sein denn nehmen, aber ein kleines Gegengabe für das gute Werk weist dann doch auch niemand zurück. Und so waren denn die gut 50 Piroggen, von Olga Alexejewa, einer Besucherin aus Wladimir, die am Sonntag wieder die Heimreise antritt, und Nadja Steger den ganzen Nachmittag über gebacken, rasch verteilt und verzehrt – mit viel Lob für den vorzüglichen Geschmack und einem großen Dankeschön für die Mühe.

Olga Wassiljewna, die Piroggenbäckerin aus Wladimir. Alle Photos im Bericht von Nadja Steger.

Olga Alexejewa, die Piroggenbäckerin aus Wladimir. Alle Photos im Bericht von Nadja Steger.

Wer die Piroggen gerne nachbacken möchte, schlage im Blog nach unter http://is.gd/98GNCN, und wem es noch ein Anliegen ist, die Aktion für die Waisenhäuser in Wladimir zu unterstützen, überweise einen Betrag eigener Wahl auf das Konto der Stadt Erlangen, Nr. 31, BLZ 763 500 00, Verwendungszweck FAD 0117537 “Hilfe für Wladimir – Waisen”.

Bio-Markt am Hugenottenplatz

Bio-Markt Vier Jahreszeiten am Hugenottenplatz

P.S.: Piroggen saugen gutes Fett an und geben es großzügig wieder ab, auch an die Hände der Hungrigen. Man verzehrt sie deshalb, wenn kein Besteck greifbar sein sollte, am besten in eine Serviette gehüllt. Gespendet hat für den guten Zweck einen ganzen Packen davon spontan der Bio-Markt am Hugenottenplatz. Dafür ein extra Dankeschön!

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Tennenlohe ist für die Partnerschaft mit Wladimir ein besonderer Stadtteil. Hier sind Arbeiten im öffentlichen Raum von Sergej Jermolin und Igor Tschernoglasow zu sehen, hier findet der intensivsten wissenschaftliche Austausch – zwischen dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen und der Universität Wladimir – statt, hier wurde schon Anfang der 90er Jahre das erste Gemeinschaftsunternehmen, die Spedition Transmoroz, und hier unterzeichneten in den frühen 80er Jahren Mitglieder der Gemeinde St. Maria Magdalena einen Aufruf zur Unterstützung der Zusammenarbeit mit Wladimir im Geiste von Versöhnung und Völkerverständigung. In dieser Tradition steht auch die Aktion von Manfred Bruchner zu Gunsten der Onkologischen Abteilung des Wladimirer Kinderkrankenhauses, für die er, wie im Blog regelmäßig berichtet, Schulen, Betriebe, Parteien und natürlich seine evangelische Gemeinde gewinnen konnte.

Männerkreis St. Maria Magdalena Tennenlohe

Unter dem Dach der Pfarrei, die übrigens ihre im 30jährigen Krieg verlorene Selbständigkeit erst 1963 wiedererlangt hatte, trifft sich seit nunmehr einem halben Jahrhundert regelmäßig der insgesamt etwa 30 Mitglieder zählende Männerkreis. Früher wahrte dieser Klub noch eine strenge Observanz, heute sind Frauen bei den abendlichen Begegnungen nicht nur geduldet, sondern sogar willkommen. So auch am Montag, als eine Zuhörerin zwar im Publikum saß, es dann aber doch vorzog, sich (noch) nicht für ein Gruppenbild mit Dame ablichten zu lassen. Weitererzählen wird sie aber sicher, was da bei dem Vortrag vom Partnerschaftsbeauftragten  Peter Steger und in der anschließenden Diskussion über Wladimir zu erfahren war, und auch ihr Scherflein zur Unterstützung der Kinderkrebsstation wird sie gewiß beitragen. Was da zusammenkommt, sehen wir am Ende des Jahres, wenn bei einem kleinen Fest für die Partnerstadt das Sparschwein des Klubs geschlachtet wird. Tennenlohe ist eben ein besonderer Stadtteil für die Partnerschaft mit Wladimir.

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In den späten Erzählungen von Leo Tolstoj findet sich eine kleine Szene, ein kurzes Dreipersonenstück, unter dem Titel “Über die Güte”. Die beiden Kinder Mascha und Mischa bauen darin vor dem Haus eine Hütte für die Puppen und erfahren von einer alten Bettlerin, die Mutter der beiden habe sie reich beschenkt. Daraus entspinnt sich folgender Dialog zwischen Schwester und Bruder:

 

Wladimir-Stand bei Schulanmeldung

 

Die alte Frau: “Wenn ihr erwachsen seid, ihr Kinderlein, laßt auch die Armen nicht im Stich. Dann wird Gott euch nicht im Stich lassen.” Mischa: “Wie bedauernswert sie ist. ” Mascha: “Ich freue mich, daß ihr die Mutter etwas gegeben hat.” Mischa: “Ich weiß nicht, warum man nichts geben soll, wenn etwas vorhanden ist. Wir brauchen es nicht, aber sie braucht es.” Mascha: “Du erinnerst dich, daß Johannes der Täufer gesagt hat: Wer zwei Kleider hat, der gebe eins her.” Mischa: “Ja, wenn ich groß bin, werde ich alles hergeben.” Mascha: “Alles darf man nicht.” Mischa: “Weshalb nicht?” Mascha: “Und du selber?” Mischa: “Das ist mir gleich. Man muß gut sein. Dann haben es alle schön.”

Bastelarbeiten für Wladimir

Wie wahr dieser Satz ist! Besonders wenn viele Menschen wenigstens etwas hergeben und gut sind, damit es zumindest einige schön haben. Manfred Bruchner, pensionierter Polizist und passionierter Propagandist des Guten, läßt die Sorge um die kleinen Patienten auf der Krebsstation des Wladimirer Kinderkrankenhauses nicht mehr los. Therapie und Unterbringung sollen besser werden, und die Menschen dort will er spüren lassen, daß die Erlanger an ihrem Schicksal Anteil nehmen. Wenn es nach ihm ginge würde er wohl am liebsten seinen ganzen Ortsteil Tennenlohe in ein Revier der guten Taten für Wladimir verwandeln. Und verfolgt man, was er bereits geleistet hat und welche Pläne er noch verwirklichen will, weiß man, daß da ein schöner Traum wahr wird.

Ein T-Shirt aus Wladimir

Die evangelische Gemeinde Tennenlohe hat Manfred Bruchner bereits auf seiner guten Seite, und auch die Ortsverbände der CSU und SPD hat er für seine gute Sache gewonnen. Dutzende von Spendern haben seine Hilfsaktion bereits unterstützt, und das Kinderkrankenhaus in der Partnerstadt konnte bereits viele kleine und große Verbesserungen bei der medizinischen Versorgung durchführen. Der große Helfer in fremder Not gab sich damit aber noch nicht zufrieden und wandte sich an die Grundschule Tennenlohe mit dem Vorschlag, etwas für die Kinderkrebsstation zu tun.

Wladimirer Sportler spenden für Wladimirer Kinder

Rektorin Chris Egelseer, der “Vorbildfunktion gegenüber unseren Kindern” verpflichtet,  ließ sich da nicht lange bitten und bot Manfred Bruchner an, für seine Aktion bei den 130 Schülern in der Aula zu werben. ”Für die kranken Kinder müssen wir doch etwas tun”, erinnert sich die Grundschullehrerin Mareike Kreitz an den “großen Tenor des Tages”. Und aus den Worten wurden Taten.

Der Wladimir-Stand mit Gästen aus Wladimir

Nach einigem Überlegen war die Entscheidung klar: Die Schüler wollten etwas machen, das anderen Freude bringt und den kranken Kindern in Wladimir hilft. Und so bastelten sie fleißig für Ostern: phantasievolle Glückwunschkarten, bunten Schmuck, ausgeschnittene Papiereier. Alles gegen kleine und große Spenden zu haben beim Frühlingssingen und dann, vor genau einer Woche, bei der Schulanmeldung, wo die Kinder einen eigenen Wladimir-Stand eingerichtet hatten, den ganz unangemeldet die Sportler aus der Partnerstadt besuchten, die am Winterwaldlauf in der Brucker Lache teilnahmen. Die Gäste konnten es gar nicht glauben, daß es in Erlangen so viele Kinder gibt, die etwas für die kranken Kinder in Wladimir tun. Da fühlten sie sich natürlich bei der Ehre gepackt und spendeten selbst für die Aktion und beschenkten die Schüler reich mit Andenken an die Partnerstadt – vom Schlüsselanhänger bis zum T-Shirt. Es entstand sogar die Idee, einmal in Wladimir einen Stadtlauf zu Gunsten des Kinderkrankenhauses zu veranstalten.

 

Mareike Kreitz, Manfred Bruchner, Gabriele Kopper, Annette Grandke, Chris Egelseer, Petra Beck

 

Doch damit nicht genug: Pate der Grundschule ist Der Beck, die Großbäckerei mit Stammsitz in Tennenlohe, die längst für sich entdeckt hat, daß helfen glücklich macht, und die deshalb auch eine eigene Kinderstiftung betreibt. Nun ließ sich Der Beck auch für die Wladimir-Aktion gewinnen und legte Bastelarbeiten der Schüler in vier Filialen aus.

Spendenübergabe Mareike Kreitz an Gabriele Kopper

Gestern nun war Kassensturz und Spendenübergabe. Nehmen wir es gleich vorweg: Runde und ganze 1.000 (in Worten: eintausend) Euro sind es geworden: 405 Euro stammen aus dem Verkauf der Bastelarbeiten an der Schule, 200 Euro kamen an Spenden in den Filialen von Der Beck zusammen. Beide Beträge wurden auf je 500 Euro aufgestockt, der eine von der CSU Erlangen, der andere von Der Beck, vertreten durch Petra Beck persönlich. Da kann man nur danken!

Gabriele Kopper, Annette Grandke, Chris Egelseer, Petra Beck

Überreicht wurden die Spenden im Beisein aller 130 Schüler an Stadträtin Gabriele Kopper, die in Vertretung von Oberbürgermeister Siegfried Balleis nach Tennenlohe gekommen war und sich begeistert von dem musikalischen Empfang zeigte. Spätestens im Herbst, nach ihrer Wladimir-Reise Anfang September, will die Kommunalpolitikerin die Schule wieder besuchen, um davon zu berichten, was für die Spenden angeschafft werden konnte und wie es jetzt den krebskranken Kindern in der Partnerstadt geht. Es haben dann noch immer nicht alle schön, aber bestimmt haben es viele viel besser als bisher. Und das ist schon sehr viel.

Gabriele Kopper und Petra Beck

Wer noch mehr tun und geben will, ist herzlich eingeladen, eine Spende zu überweisen auf das Konto “Hilfe für Wladimir”, Stichwort “Kinderkrebsstation”, Nr. 19-000345, Stadtsparkasse Erlangen, BLZ 763 500 00.

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Die Erlanger Nachrichten geben heute der Arbeit des Fördervereins Rotes Kreuz Wladimir viel Raum, aber natürlich ist bei den redaktionellen Vorgaben nie genug Platz, um alle Facetten eines Themas in Wort und Bild darzustellen. Das schafft – augenzwinkernd eingestanden – nicht einmal der Blog. Da der aber im heutigen EN-Bericht ausdrücklich als Quelle angegeben ist, hier einige Ergänzungen.

Olga Dejewa und Irina Chasowa, Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses.

Olga Dejewa, die neue ehrenamtliche Vorsitzende des Roten Kreuzes Wladimir, meldet gerade, die Anträge für die beiden Projekte – “Fenster zum Guten” mit dem Schwerpunkt häusliche Pflege und “Erste Hilfe” mit dem Ziel Gesundheitsvorsorge für Jugendliche – hätten beste Aussichten, vom zuständigen Ausschuß des Stadtrates den Zuschlag zu erhalten. Das wären zunächst einmal umgerechnet etwa 2.000 Euro. “Nicht die Welt”, wie sie meint, aber damit kann sie die wegen der Untätigkeit ihrer beiden Vorgänger seit fünf Jahren ruhende Arbeit tatsächlich demnächst wieder aufnehmen. Dann freilich will der Förderverein projektbezogen nicht nur beratend tätig sein, sondern wird auch finanzielle Hilfe leisten. Ohne die dürfte die Arbeit mittelfristig nämlich kaum möglich sein, jedenfalls solange es nicht gelungen ist, in Wladimir ausreichend Unterstützung seitens lokaler Unternehmen zu erhalten und die Mitgliederzahl zu erhöhen, die augenblicklich bei schon fast 500 liegt. Es geht also nun vor allem um einen Anschub beim Neustart und eine Begleitung der Projektarbeit, Hilfe zur Selbsthilfe eben. Und da heißt es, gemeinsam Schwung holen.

Pfarrer Sergej Sujew vor seiner Rosenkranzgemeinde

Unterdessen gingen seit September vergangenen Jahres gut 6.000 Euro an Spenden auf das Konto “Hilfe für Wladimir” ein, die bei dem Januarbesuch übergeben werden konnten: 2.000 Euro für das Alten- und Pflegeheim, 1.710 Euro für die Rosenkranzgemeinde, 1.000 Euro für die Krebsstation des Kinderkrankenhauses, 500 Euro zugunsten des Zentrums für Natur- und Erlebnispädagogik  ”Blauer Himmel” und die Elterninitiative “Swet” für schwerbehinderte Kinder sowie weitere fast 300 Euro an den Wladimirer Kinderschutzbund. Stellvertretend für alle Spender seien hier nur gedankt: Ute Schirmer, Kurt Reiter, Ute Missel, Christine Delfs, Manfred Bruchner, Rosie Norman, Wolfram Howein, Anton Hergenhan, Nadja Steger… Es bleibt ebenso erstaunlich wie bewegend zu sehen, wie groß die Hilfsbereitschaft für Projekte und Menschen in Wladimir ist. Da ist auch einmal wieder ein großes Dankeschön angebracht! Übrigens auch an die, denen das schwere Schicksal der Obdachlosen in der Partnerstadt nicht gleichgültig ist, und die seit dem jüngsten Aufruf schon wieder 500 Euro auf das Konto 19-000345, Stadtsparkasse Erlangen, BLZ 763 500 00, gespendet haben.

Mehr zu den Aktionen unter: http://is.gd/rkedac, http://is.gd/LEpsnj, http://is.gd/Y53qhp, http://is.gd/GtDTgC, http://is.gd/Zmh4Ao und http://is.gd/RHIYNL. Die beiden Berichte zum Wladimir-Besuch von Jürgen Üblacker und Peter Steger im Januar sind zu finden unter: http://is.gd/QeaK9H und http://is.gd/hg5Flf. Und zu guter Letzt der Aufruf für die Obdachlosenhilfe: http://is.gd/3bsYS7

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Fjodor Dostojewskij

Der Freundeskreis Wladimir bietet inzwischen mehr als nur zwanglose Begegnungen. Immer häufiger trifft man sich im Club International der VHS Erlangen in der Friedrichstraße 17 auch, um Vorträge zu bestimmten Themen zu hören und diese anschließend zu diskutieren. So steht am kommenden Dienstag, den 25. Oktober, ab 19.00 Uhr zunächst ein Beitrag von Manfred Bruchner auf dem Programm, der sich Fjodor Dostojewskij widmet. Der große Romancier wurde am 11. November vor 190 Jahren geboren, Anlaß genug, Leben und Werk des Autors vorzustellen. Im Anschluß berichtet Wolfram Howein von seinem Vorhaben, Projekte der Initiative ”Swet” (zu Deutsch “Licht”), einer Selbsthilfeorganisation von Eltern mit schwerbehinderten Kindern, zu unterstützen.

Treue Blogleser kennen beide Referenten und ihr vielfältiges Wirken bereits. Dennoch mit herzlicher Einladung zu der Veranstaltung hier die Links zu den aktuellen Aktivitäten von Manfred Bruchner und Wolfram Howein:  http://is.gd/3BpxuU und  http://is.gd/hIeJYi.

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Swetlana Makarowa

Es wird noch einiges nachzutragen geben vom so vielfältigen Geschehen während des Stadtfestes in Wladimir. Keinen Aufschub duldet der Dank von Swetlana Makarowa, der ärztlichen Leiterin des Wladimirer Kinderkrankenhauses, die gestern morgen 4.450 Euro in Empfang nehmen konnte, eine Summe, zusammengesetzt aus den vielen Einzelspenden, vor allem aus Tennenlohe, wo Manfred Bruchner eine in ihrer Art bisher einzigartige Stadtteilaktion zu Gunsten der Kinderkrebsstation in der Partnerstadt ins gute Werk setzt. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, heißt es, und das gilt natürlich auch beim Dank. Und so brachte die Medizinerin neben Dankurkunden Bilder voller Lebensfreude ins Erlangen-Haus, gemalt von den kleinen Patienten für die Wohltäter. “Mir scheint”, merkt dazu die Ärztin an, ”die an Krebs leidenden Kinder werden rascher reif. Sie spüren, wie zerbrechlich und kostbar das Leben ist und verwenden auf jeden Augenblick, vor allem beim kreativen Arbeiten, größte Sorgfalt.” Die Kinder können sich nicht gesundmalen, aber zu wissen, daß es in jenem fernen Erlangen Menschen gibt, die an sie denken und etwas für sie geben, damit man ihnen besser helfen kann, hilft gewiß auch beim Heilungsprozeß. Was im einzelnen für die Spenden angeschafft wurde, darüber demnächst in Ihrem Blog.

Mehr zur Spendenaktion, die man auch außerhalb von Tennenlohe mit einer Überweisung auf das Konto “Hilfe für Wladimir”, Nr. 19-000345, BLZ 763 500 00, unterstützen kann,  unter: http://erlangenwladimir.wordpress.com/2011/09/02/tennenlohe-steht-pate-fur-kinderkrebsstation-in-wladimir/

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Heute ist von einer Aktion zu berichten, die wieder einmal zeigt, was alles in der Partnerschaft möglich ist, wenn man eine gute Absicht verfolgt und seine Ziele mit ein wenig Hilfe von Freunden und Wohlwollenden – von denen gibt es übrigens mehr als man gemeinhin meint – erreichen will. Was im folgenden Eintrag Christine Kozačuk vorstellt, steht in einer langen und aller Ehren werten Tradition der Erlanger Bevölkerung, den Menschen in Wladimir zu helfen und in der Partnerstadt besonders das Kinderkrankenhaus zu unterstützen. 

St. Maria Magdalena in Tennenlohe

Eine Bedarfsliste der Kinderkrebsklinik in Wladimir brachte Manfred Bruchner auf die Idee, die Aktion „Tennenlohe steht Pate für die Kinderkrebsstation in Wladimir“ zu starten. Fehlt es doch an grundlegenden Dingen, die den kleinen Patienten und ihren Familien ihr Schicksal erleichtern könnten. Beispielsweise benötigt die Klinik dringend Medikamente, Kücheneinrichtung, Bettwäsche und Klappbetten, damit die Eltern bei ihren schwerstkranken Kindern bleiben können, die oft monatelang in der Klinik behandelt werden müssen.

Daß die Aktion auf so viel Unterstützung treffen würde, damit hat Manfred Bruchner trotz seiner intensiven Werbung nicht gerechnet. Was mit einem Informationsstand und Spendenaufruf beim Frauenhofer Institut zum 40. Geburtstages der „Sendung mit der Maus“ begann, führt sich weiter in Spendenaufrufen bei politischen, religiösen und öffentlichen Institutionen, Gruppen, Firmen und Vereinen. Offene Ohren fand er vor allem auch bei der Evangelischen Gemeinde St. Maria Magdalena in Tennenlohe, die ihre Einnahmen aus dem Sommerfest vom 3. Juli und der Kirchweih vom 18. August spendete. So geht der Erlös aus dem Bratwurstverkauf, dem Kirchweihkaffee und dem Stand der „Tennenloher Bücherträume“ vollständig nach Wladimir.

Inessa Helwig-Fábián mit ihren beiden Kindern

Inessa Hellwig-Fábián, Vorsitzende des Vereins Brücken, ließ es sich nicht nehmen wieder einmal persönlich ihren Beitrag zu leisten und beantwortete am Informationsstand im Innenhof der Kirche Fragen und führte Gespräche. Als Erinnerung für alle gab es einen Anstecker mit dem eigenen Namen in kyrillischer Schrift. Beeindruckend waren die doch zahlreichen Erfahrungen und Kontakte, die viele Tennenloher und angereiste Besucher mit Rußland und vorwiegend Wladimir verbanden. Ob über einen privaten Austausch oder eine offizielle Bürgerreise, jeder zeigte seine Verbundenheit mit der Partnerstadt und ihren Menschen. Ein Besucher kaufte beispielsweise spontan alle von russischen Kindern gemalten Bilder, die der Verein „Brücken“ zu Dekorationszwecken bereitgestellt hatte.

Russische Heimat

Der Klub „Soroptimist International Erlangen“, eine Vereinigung berufstätiger Frauen, die seit nunmehr gut zehn Jahren mit dem Schwesterklub in Wladimir verbunden ist, stellte Postkarten zur Verfügung. Diese von Schulkindern aus beiden Städten zum Thema „Heimat“ gestalteten kleinen Kunstwerke waren Gegenstand einer Ausstellung vor drei Jahren zum 25. Partnerschaftsjubiläum. In kurzen, einprägsamen Texten haben die jungen Künstler auf die Frage „Was ist Heimat“ ihre eigenen persönlichen Vorstellungen festgehalten. Der Erlös aus dem Verkauf dieser Postkarten kommt ebenfalls vollständig der Kinderkrebsklinik zu Gute.

Auch die aus Tennenlohe stammenden Stadtratsmitglieder von CSU und SPD unterstützen die Aktion. In der „Tennenloher Times“ und im „Tennenloher Boten“ riefen und rufen sie zu Spenden auf. Viele Bürger sind bereits diesem Aufruf gefolgt.

Im Namen von Chefärztin Swetlana Makarowa geht nun ein großes Cпасибо, ein Dankeschön, an alle Spender und Unterstützer der Krebsstation des Kinderkrankenhauses in Wladimir. Dieses Dankesgruß in Form eines Informationsblattes wurde von der Werbeagentur Fischer & Partner aus Heroldsberg kostenlos vervielfältigt und an Interessierte verteilt.

Ein stattlicher Betrag von derzeit über 4.000 Euro wird nun im September persönlich von Peter Steger, dem Partnerschaftsbeauftragten der Stadt Erlangen, an die Kinderkrebsklinik übergeben. Ein Dankeschön kommt da auch von allen, die in tiefer Freundschaft unserer Partnerstadt und ihren Menschen verbunden sind.

Christine Kozačuk

Nachzutragen ist: Heute feiert Heidi Hahlweg Geburtstag. Das schönste Geschenk für sie wird wohl gerade diese Aktion sein, hat sie doch über Jahre, auch als ihr Gatte, Dietmar Hahlweg, längst schon aus dem Amt des Oberbürgermeisters geschieden war, das Kinderkrankenhaus mit Medikamentenlieferungen unterstützt. Danke nochmals nachträglich dafür und alles Gute zum Geburtstag, liebe Frau Hahlweg!

Wer sich die Zeit nehmen und mehr wissen will über die Aktion und ihre Vorgeschichte, der schlage u.a. nach unter: http://erlangenwladimir.wordpress.com/2009/05/11/vereint-gegen-krebs/, http://erlangenwladimir.wordpress.com/2010/03/22/ihna-unterm-blauen-himmel/, http://erlangenwladimir.wordpress.com/2011/07/04/wenn-hoffnungen-sich-erfullen-2/ und http://erlangenwladimir.wordpress.com/2011/06/03/musik-als-brucke-zwischen-den-kulturen/

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