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Auf vielfachen Wunsch hin heute nun die Auflösung vom Quiz “Wer wird Russionär 2013?”, das, wie berichtet, am Donnerstag beim Russischen Abend Silvia Steingrüber gewonnen hat. Der Preis – ein Russischkurs nach Wahl an der Volkshochschule.

Die Preise vor der Vergabe.

Die Preise vor der Vergabe.

Wer wird Russionär 2013?

 1. Wie heißt das Wahrzeichen von Wladimir?

  • Goldener Ring
  • Goldenes Tor
  • Goldener Apfel

2. Nach wem ist Wladimir benannt?

  • Wladimir Lenin
  • Wladimir die Rote Sonne
  • Wladimir Monomach

3. Wie wird der Name Wladimir richtig betont (betonter Vokal ist groß geschrieben)?

  • WlAdimir
  • WladImir
  • WladimIr
Der Große Saal der VHS füllt sich.

Der Große Saal der VHS füllt sich.

4. Wie viele verschiedene Völker leben in der Russischen Föderation?

  • mehr als 50
  • mehr als 70
  • mehr als 100

5. Wie viele Austauschprogramme gibt es jährlich zwischen Erlangen und Wladimir?

  • Ca. 100
  • Ca. 150
  • Es gibt keine Statistik
Christine Flemming, Direktorin der VHS, eröffnet den Russischen Abend.

Christine Flemming, Direktorin der VHS, eröffnet den Russischen Abend.

6. Das Väterchen Frost ist der Liebling aller Russen. Seit wann gibt es ihn?

  • seit den 30er Jahren
  • seit dem Mittelalter
  • erst seit der Perestrojka

7. Wo wohnt das Väterchen Frost?

  • Welikij Ustjug
  • Residenz im Kreml
  • im Fernen Osten
Bürgermeisterin Elisabeth Preuß begrüßt die Gäste beim Russischen Abend.

Bürgermeisterin Elisabeth Preuß begrüßt die Gäste beim Russischen Abend.

8. Wie heißt die Enkelin vom Väterchen Frost?

  • Baba Jaga
  • Snegurotschka
  • Anna Karenina

9. Rußland ist unter anderem durch seine großen Schriftsteller bekannt. Welcher von diesen drei hat afrikanische Wurzeln?

  • Alexander Puschkin
  • Leo Tolstoj
  • Fjodor Dostojewskij
Jelena Owtschinnikowa, Olga Dejewa, Elisabeth Preuß, Andrej Grosow, Peter Steger.

Jelena Owtschinnikowa, Olga Dejewa, Elisabeth Preuß, Andrej Grosow, Peter Steger.

10. Wann kam das Folklore-Ensemble „Rus“ zum ersten Mal nach Erlangen?

  • 1983
  • 1987
  • 1990

11. Welche Fördervereine gibt es in Erlangen bezüglich Wladimir?

  • katholische Kirche
  • Rotes Kreuz
  • Psychiatrie

12. Seit wann gibt es den Erlangen-Wladimir-Blog?

  • 2008
  • 2010
  • 2012
Alexandra Rauhäschlein und Generalkonsul Andrej Grosow.

Alexandra Rauhäschlein und Generalkonsul Andrej Grosow.

13. Welche Grundschule unterstützt regelmäßig das Kinderkrankenhaus in Wladimir?

  • Michael-Poeschke-Schule
  • Adalbert-Stifter-Schule
  • Heinrich-Kirchner-Schule

14. Welcher Ortsteil hat eine eigene Spendenaktion für das Kinderkrankenhaus im Jahr 2012 veranstaltet?

  • Tennenlohe
  • Büchenbach
  • Alterlangen

15. Der Blaue Himmel ist ein gemeinsames Projekt zwischen den beiden Partnerstädten. Wer war der Hauptsponsor?

  • Sternstunden
  • Privatspenden
  • Robert-Bosch-Stiftung
Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg im Gespräch.

Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg im Gespräch.

16. Im russisch-orthodoxen Kirchenjahr ist das höchste Fest

  • Ostern
  • Epiphanie
  • Weihnachten

17. Bei seinem Rückzug aus Russland hat Napoleon Wladimir

  • zerstört
  • verschont
  • nie betreten

18. Wladimirs sportliche Paradedisziplin ist traditionell

  • Fußball
  • Ringen
  • Turnen
Im Publikum: Heide Mattischeck, Dietmar Hahlweg, Klaus Wrobel und Oberbürgermeister Siegfried Balleis.

Im Publikum: Heide Mattischeck, Dietmar Hahlweg, Klaus Wrobel und Oberbürgermeister Siegfried Balleis sowie der Slawistikprofessor Klaus Steinke.

19. Mit wem unterhält die Universität Wladimir vertragliche Partnerschaftsbeziehungen?

  • Volkshochschule
  • Friedrich-Alexander-Universität
  • Georg-Simon-Ohm-Hochschule

20. In der Kultur hat Wladimir eine eigene Schule hervorgebracht:

  • Landschaftsmalerei
  • klassische Musik
  • Bildhauerei
Reinhard Beer, der Moderator des Russischen Abends, mit den Glücksfeen Nadja Steger und Natalia Kaiser.

Reinhard Beer, der Moderator des Russischen Abends, mit den Glücksfeen Nadja Steger und Natalia Kaiser.

21. Die engsten Fachkontakte von städtischen Ämtern und Einrichtungen neben der Volkshochschule und dem Kulturamt unterhalten:

  • Klärwerke
  • Stadtwerke
  • Stadtbibliotheken

22. Das Gouvernement Wladimir hat die Fläche:

  • des Saarlandes
  • von Schleswig-Holstein
  • von Brandenburg

23. Ende Dezember gab es an den Wladimirer Schulen Kälte frei bei:

  • - 20° C
  • - 25° C
  • - 30° C
Die Gewinnerin Siliva Steingrüber mit Generalkonsul Andrej Grosow.

Die Gewinnerin Siliva Steingrüber mit Generalkonsul Andrej Grosow.

24. Das Erlangen-Haus finanziert die laufenden Kosten:

  • aus eigenen Einnahmen
  • aus Zuschüssen der Partnerstädte
  • mit Hilfe von Sponsoren und Stiftungen

25. Die berühmte Puppe in der Puppe heißt:

  • Matrjoschka
  • Babuschka
  • Watruschka

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Mit dem morgendlichen Gongschlag erschienen gestern Bürgermeisterin Jelena Owtschinnikowa und die Leiterin des Roten Kreuzes Wladimir, Olga Dejewa, in der Heinrich-Kirchner-Schule zu einem ganz besonderen Termin. Die Kinder aus der Klasse 3 b, die im Advent eine Pausenbrotaktion (s. http://is.gd/VMp5Pc)  gemacht hatten, luden ein, um die Früchte ihrer Arbeit zu übergeben: 260 Euro für das Kinderkrankenhaus in der Partnerstadt. Mit einer drollig-mutigen Begrüßung durch Daniel in russischer Sprache, mit der Schulhymne und mit vielen Fragen an die Gäste.

Jelena Owtschinnikowa und die Schüler der 3 b der Heinrich-KIrchner-Schule.

Jelena Owtschinnikowa und die Schüler der 3 b der Heinrich-KIrchner-Schule.

Da wollten Antworten gegeben werden nach der Größe des Krankenhauses und dessen Ausstattung ebenso wie nach der geographischen Lage Wladimirs. Viel kindliche Wißbegier, vor allem aber eine bewegende Herzlichkeit. Die rührte denn auch die Besucherinnen besonders an, als sie für die gute Tat dankten und zusagten, die Spende persönlich zu übergeben. Dabei waren sie selbst nicht mit leeren Händen gekommen. Zeichnungen von Wladimirer Kindern als Zeichen der Dankbarkeit überreichten sie und vor allem einen russischen Hausgeist, einen Wichtel, der von nun an in der Schule über die Gesundheit der Kinder wachen und immer für eine gute Stimmung sorgen soll.

Der Wichtel-Hausgeist in der Heinrich-Kirchner-Schule.

Der Wichtel-Hausgeist in der Heinrich-Kirchner-Schule.

Dazu aber braucht er noch einen Namen, den es nun zu suchen gilt. Jelena Owtschinnikowa hofft, den bald erfahren zu können, denn der Wichtel könnte durchaus böse werden, wenn er nicht weiß, wie er heißt. Ganz anders als Rumpelstilzchen. Und dann gab es da noch die schöne Idee, den Hausgeist zu zeichnen und die Bilder zurück nach Wladimir zu schicken, vielleicht sogar mit Briefen, um den kranken Kindern noch mehr Freude zu machen. Denn die werden sich zwar bestimmt über die Spende freuen, noch mehr aber darüber, daß deutsche Kinder an sie denken und ihnen Gesundheit wünschen. Welch schöne und gute Tradition, von der Klassenlehrerin Christine Delfs schon vor mehr als einem Dutzend Jahren ins Leben gerufen!

Preise für das Quiz.

Preise für das Quiz.

Es liegen viele Begegnungen zwischen dem gestrigen Morgen und dem Abend, zu viele, um sie in einem Eintrag unterzubringen, Stoff also für eine spätere Berichterstattung. Weshalb nun der Bogen zu schlagen ist zum Russischen Abend, der nicht nur das dreißigjährige Jubiläum der Partnerschaft einläutete, sondern auch ganz am Anfang der Russisch-Deutschen Wochen an der Volkshochschule Erlangen stand.

Generalkonsul Andrej Grosow, Peter Steger, Bürgermeisteirn Elisabeth Preuß.

Generalkonsul Andrej Grosow, Peter Steger, Bürgermeisteirn Elisabeth Preuß.

Mit prominentem Besuch! Vor zwei Jahren hatte er noch seinen Attaché, Oleg Tjapkin, geschickt, gestern aber erschien er trotz Eis und Schnee auf den Straßen von München bis Erlangen höchstpersönlich, Generalkonsul Andrej Grosow, der in seiner Begrüßung viele lobende Worte für die Städtepartnerschaft fand: beispielhaft und vorbildlich. Etwas, das später Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg aufgreifen sollte, als er meinte, die deutsch-russischen Beziehungen seien zwischenstaatlich gut, wären aber auch schon einmal besser gewesen, weshalb der Bürgerpartnerschaft auch in Zukunft eine besondere Rolle für die gegenseitige Verständigung zukomme.

Voller Großer Saal der VHS Erlangen.

Voller Großer Saal der VHS Erlangen.

Wie groß das Interesse an der Partnerschaft ist, wie ungebrochen und immer noch wachsend, zeigt diese Totale des Großen Saales, aufgenommen von Nadja Steger und später von Reinhard Beer, Leiter des Sprachenbereichs an der VHS und Initiator der Deutsch-Russischen Wochen, glücklich kommentiert: “Bei dem Wetter hätte ich nicht geglaubt, daß so viele kommen. Das waren mindestens 130 Leute. Mehr geht gar nicht.” Und Christine Flemming, die das Grußwort zu Beginn der Veranstaltung sprach, zeigte sich erleichtert darüber, daß niemand von der Feuerwehr da war und die Überfüllung aus Brandschutzgründen monierte.

Alexandra Rauhtäschlein und Reinhard Beer.

Alexandra Rauhtäschlein und Reinhard Beer.

Eine Präsentation der wichtigsten Projekte der Partnerschaft und der Arbeit des Freundeskreises durch dessen Sprecher, Gerhard Kreitz, die Vorstellung der Vereine, die für Wladimir aktiv sind, eine Tanzaufführung der Ballerinen des Vereins Brücken e.V., eine Gesprächsrunde mit den Vätern der Partnerschaft… unter der Regie von Alexandra Rauhtäschlein und Reinhard Beer, streng und verbindlich, was die Zeitvorgaben anging, und doch locker-charmant in der Umsetzung und Moderation. Der Erfolg des Abends ist sicher wesentlich den beiden zu danken.

Jelena Owtschinnikowa und Peter Steger.

Jelena Owtschinnikowa und Peter Steger.

Dank war denn auch das Stichwort, als Jelena Owtschinnikowa ans Rednerpult trat. Dank für die herzliche Aufnahme in Erlangen und die Möglichkeit, gerade im Sozialsektor so viele offenherzige Menschen kennenlernen zu dürfen. Sie fand dafür Worte, die Dietmar Hahlweg noch später so bewegten, daß er der Bürgermeisterin höchstes Lob zollte für ihre bezaubernde Rolle als Botschafterin Wladimirs.

Inessa Hellwig-Fabian, Brücken e.V.

Inessa Hellwig-Fabian, Brücken e.V.

Wenn es eine Botschafterin der russischen Kultur in Erlangen gibt, dann ist das Inessa Hellwig-Fabian, die Vorsitzende des Vereins Brücken. Ob man tanzen, singen oder schauspielern will, bei Brücken ist man immer gut aufgehoben. Sogar wenn man ein russisch-deutsches Büffet anrichten lassen will. Ein deutsch-russischer Abend deshalb undenkbar ohne Beiträge von Brücken.

Klaus Wrobel und Dietmar Hahlweg.

Klaus Wrobel und Dietmar Hahlweg.

Die Brückenbauer in Zeiten des Kalten Krieges, als die Gräben noch tief und die Mauern noch hoch waren, damals vor 30 Jahren, sind Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg und Klaus Wrobel, bis 2000 Direktor der Volkshochschule. Was der mutig vorausschauende Lokalpolitiker ins Werk setzte, erfüllte der Begründer des Arbeitskreises Wladimir von Beginn an mit dem Leben seiner Bürgerreisen. Beide setzten sie auf die Kraft der persönlichen Begegnung zwischen den damals noch einander so fremden Völkern. Und es ist schon so, wie Jelena Owtschinnikowa meint: Das Kapital der Partnerschaft sind die Menschen. Dietmar Hahlweg und Klaus Wrobel schufen die Voraussetzungen für deren lebendigen Austausch. Eine historische Leistung! Jedes Dankes, jeder Anerkennung würdig. Was ausdrücklich auch für Oberbürgermeister Siegfried Balleis gilt, der dieses Erbe der Versöhnung und Verständigung nicht nur gerne angetreten hat, sondern erfolgreich fortsetzt.

Klaus Wrobel, Inge Taubald, Dietmar Hahlweg.

Klaus Wrobel, Inge Taubald, Dietmar Hahlweg.

Ein Erbe der Freundschaft, zu dessen Reichtum auch jemand wie Inge Taubald viel beigetragen hat. Sie feierte gestern auf der Bühne des Großen Saals den Geburtstag von Jelena Gromowa, ihrer Lenotschka, mit der sie seit 25 Jahren innig verbunden ist. Eine Freundschaft, exemplarisch dafür, wie gelungen das Konzept der Bürgerpartnerschaft ist. Man lese nur mal nach unter: http://is.gd/tRJIAN.

Es ist angerichtet in der VHS Erlangen.

Es ist angerichtet in der VHS Erlangen.

Während im Saal nach den letzten Reden und Präsentationen die Bögen mit dem 25-Fragen-Quiz von Nadja Steger ausgegeben wurden, richtete das Team vom Club International und des Vereins Brücken an. Mit gespendetem Tee von Köstlich & Co. Mit russischen Happen und fränkischen Spezialitäten, eben länderübergreifend – und zum Zugreifen. Bei nicht nur freier Wahl, sondern auch kostenfrei für die Besucher, die freilich aufgefordert waren, einen kleinen Obulus für das Rote Kreuz Wladimir zu geben. Wer es da versäumt hat, weil die Sammelbüchse ein wenig versteckt war, kann es hier gegen Spendenbescheinigung nachholen: Verein zur Förderung des Roten Kreuzes Wladimir: Sparkasse Erlangen BLZ 763 500 00 Konto 91 181. DANKE!

Das Quiz "Wer wird Russionär".

Das Quiz “Wer wird Russionär”, fein ersonnen von Nadja Steger, eine Herausforderung auch für Günther Allinger, Gesamtleiter Barmherzige Brüder Gremsdorf.

Es sei verraten: Professor Dieter Wenzel, vor zwei Jahren zum Russionär gekürt, ist entthront. Er konnte seinen Titel nicht verteidigen, wenn er ihn dieses Mal auch nur um wenige Punkte verfehlte. Aber das nimmt er sportlich und freut sich auf die Bürgerreise, an der er mit der ganzen Familie teilnehmen möchte, auch um die Kontakte zum Kinderkrankenhaus weiter zu intensivieren. Nicht von ungefähr ist er ja 2010 für seine Zusammenarbeit mit Wladimir mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet (s. http://is.gd/ifoTza). Das verpflichtet.

Natlia Kaiser, Siliva Stengrüber, Andrej Grosow, Reinhard Beer, Nadja Steger bei der Preisverleihung.

Glücksfee Natalia Kaiser, Siliva Steingrüber, Andrej Grosow, Reinhard Beer, Glücksfee Nadja Steger bei der Preisverleihung.

Die Gratulationen aber gelten am Ende des Abends Silvia Steingrüber, einem neuen Gesicht in der Partnerschaft, einer Russionärin, die hoffentlich in zwei Jahren antreten wird, ihren Titel zu verteidigen. Und sie gelten all den vielen Menschen, ob sie nun gestern anwesend waren oder nicht, die das menschliche Angesicht dieser deutsch-russischen Städtefreundschaft prägen. Ganz im guten Geist der Verständigung.

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Alexandra Rauhtäschlein

Die Familiengeschichte von Alexandra Rauhtäschlein hat etwas von einem großen Roman an sich, fulminant eröffnet mit dem Entschluß des Ururgroßvaters, der von Italien kommend den Weg nach Bamberg fand, wo er Verwalter der Schloßgüter wurde, bis es ihn weiterzog, den Ludwig-Donau-Main-Kanal hinunter und einem Taschentuch folgend, das er mit der Absicht dem Wind überantwortete, sich dort niederzulassen, wo es landen würde. Die Saga will es, daß sein Paneto da Naso in Pretzfeld landete, wo der Giardiniere jene Streuobstwiesen anlegte, von denen heute die guten Säfte der Fränkischen Schweiz stammen. Sein Sohn grub einen Keller in den Hang, wo man das Kirschenfest feiert, und begründete die Familientradition des Bierbrauens, von Alexandra Rauhtäschleins Eltern erst vor wenigen Jahren aufgegeben. Wer mehr erfahren möchte, suche und finde den Keller in der warmen Jahreszeit und genieße den Blick auf das schmucke Tor zur Fränkischen Schweiz.

Alexandra Rauhtäschlein hat schon während ihrer Ausbildung die ganze Schule des Lebens im Erlanger Rathaus durchlaufen. Da kommen einem Qualitäten zupaß, wie sie Triathleten entwickeln. Auch wenn sie heute keinen Ausdauersport mehr betreibt, hat sie noch immer einen langen Atem, kommt nicht aus dem Tritt und legt so manchen Zwischensprint ein. Dabei kann es schon einmal vorkommen, daß sie mit dem ebenfalls stets hurtigen Schritts die Räume durcheilenden Wirtschaftsreferenten und späteren Oberbürgermeister zusammenprallt oder beherzt ihrem cholerischen Interims-Chef die Akten zu einer Besprechung nachträgt und mit einer Referenz von der “blöden Auszubildenden” auf den Tisch knallt, die er auf dem eigenen Schreibtisch unter der Zeitung nicht hatte finden können und wofür er die “blöde Auszubildende” verantwortlich machte. Immerhin hatte er die Größe sich anderntags mit einer großen Packung Merci für den Ausfall zu entschuldigen. Einen anderen Vorgesetzten hat das stillvergnügte Energiebündel sogar einmal zu Fall gebracht und für Tage außer Gefecht gesetzt, weil der sich hinter der Tür nicht rechtzeitig in Sicherheit hatte bringen können.

Aber das war alles in ihrer Sturm- und Drangzeit. Seit 1997 ist Alexandra Rauhtäschlein in der VHS das sprichwörtliche Mädchen für alles. Besonders für Reinhard Beer, den stellvertretenden Direktor und Leiter der Sprachenabteilung. Heute ist sie selbst schon seit elf Jahren Ausbilderin und macht alles, was ihr Chef sie machen läßt. Und das ist fürwahr viel: Kundenbüro, Beratung, Raumvergabe, Teilnehmer- und Dozentenbetreuung, Systemverwaltung, Werbung und und und – Vorbereitung sowie Durchführung von Sonderveranstaltungen wie der so erfolgreichen Deutsch-Russischen Wochen. Sogar den Rollentausch beherrscht sie spielend. Als sie einmal Reinhard Beer bei einer Englisch-Prüfung assistierte, meinte sie selbstbewußt, den Test würde sie auch bestehen. Ihr Chef nahm sie beim Wort, drückte ihr einen Prüfungsbogen in die Hand, und sie – gesagt getan – bestand.

Reinhard Beer

Bestand hat denn auch das Tandem Reinhard Beer – Alexandra Rauhtäschlein. Manchmal sehen sich die beiden schon wie ein altes Ehepaar, wo die Verständigung mit ein paar einfachen Gesten funktioniert, die Mißverständnisse ausschließen. Nur so erklären sich die Erfolge gerade der Erlanger Sprachenabteilung mit 440 Kursen und 4.400 Hörern in 24 Zungen pro Halbjahr - gegen den landesweiten Trend. Während in ganz Bayern an den 217 Volkshochschulen, um nur ein Beispiel zu nennen, die Zahl der Teilnehmer an Englischkursen von 103.000 abgerutscht ist auf 87.000, hält man in der Hugenottenstadt die Stellung. In manchen Bereichen baut man sie sogar aus. Im Russischen besonders. Da ist Erlangen unschlagbar. Nur zwei Prüfungszentren gibt es im Freistaat, eines in Freising, das andere hat Reinhard Beer gegründet. Doch nur hier werden bisher tatsächlich Prüfungen abgenommen. Just heute wieder für eine Fünfergruppe in der telc-Stufe B 1, nach dem erfolgreichen Vorlauf mit A 1 im Vorjahr.

Es gehört zu den Binsenwahrheiten der Partnerschaft: Die Verbindung zwischen Erlangen und Wladimir wäre nicht, was sie ist, gäbe es die VHS nicht. Ob anhand der frühen Bürgerreisen oder der Arbeitskreise des vor zwölf Jahren in den Ruhestand verabschiedeten Klaus Wrobel, ob anhand der Ausstellungen, Diskussionsveranstaltungen, und des Freundeskreises im Club International, eingerichtet von seiner Nachfolgerin, Christine Flemming, oder eben anhand der Sprachkurse und Deutsch-Russischen Wochen in der Zuständigkeit von Reinhard Beer und Alexandra Rauhtäschlein läßt sich der Pegelstand der Partnerschaft ablesen. Und der ist hoch: Die fünf Russisch-Kurse sind die am stärksten nachgefragten unter den sogenannten “selten unterrichteten” Sprachen. So etwas kann nur in einem förderlichen Umfeld gelingen: Am 13. Januar fand der Russische Abend statt, für den 10. März ist ein kulinarischer Russischkurs geplant, am 20. April lädt der Club International ganz im Geiste von “docere et delectare” zu der heiteren Lehrstunde “Ach, diese Russen!” ein, und für den 16. Juni stehen schon wieder telc-Prüfungen für das Niveau A 2 an. Dazwischen schiebt sich am 17. März noch ein Treffen der ca. 20 VHS-Prüfungszentren in Erlangen, wo die Franken sich mit ihrem Russisch-Schwerpunkt präsentieren wollen.

Alexandra Rauhtäschlein und Reinhard Beer

Wenn Alexandra Rauhtäschlein ein Energiebündel ist, das sich nicht zu schade ist, den Eltern beim Holzhacken zu helfen, darf man Reinhard Beer als Kraftwerk bezeichnen, immer mit voller Auslastung. Prüfungsbeauftragter für Nordbayern ist der studierte Erwachsenenpädagoge mit Praxiserfahrung als Dozent für Französisch und Spanisch. Daneben fungiert er als Schlichter in Streitfällen, als Lehrbuchautor und Integrationsbeauftragter des Kulturamtes Erlangen. Letztere Funktion liegt dem Hessen besonders am Herzen, denn in den letzten Jahren waren es vor allem die Deutsch-Prüfungen für Einbürgerungen oder Studienzulassungen, die fern allen theoretischen Konzepten dafür sorgen, daß Zuwanderer hierzulande Fuß fassen können. Eine Zusatzaufgabe, von der VHS gemeistert ohne zusätzliche Kräfte.

Und schließlich: Ohne Reinhard Beer, der früher einmal Konzerte für deutsche Rockbands organisiert hat und noch heute Kraft bei gepflegtem Krautrock zu tanken versteht, ohne seinen heißen Draht zum Goethe-Institut gäbe es am Sprachlernzentrum Erlangen-Haus die Deutsch-Kurse nicht in ihrer jetzigen konkurrenzlosen Qualität. Nur eines muß er noch nachholen: Während er die Partnerstadt dank einem halben Dutzend Besuche bestens kennt, war Alexandra Rauhtäschlein noch nie in Wladimir. Das kann und sollte sich 2013 ändern, wenn an der Kljasma das dreißigjährige Partnerschaftsjubiläum gefeiert wird. Unbedingt mit einem Rückblick auf den einzigartigen und ungebrochenen Beitrag der VHS zum Gelingen der Städtefreundschaft.

Mehr unter: www.vhs-sprachpruefung.de oder im Blog unter: http://is.gd/p3XFF1

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Gruppenbild im Hof der VHS Erlangen

Birgitt Aßmus, erst seit drei Wochen Bürgermeisterin im Erlanger Rathaus, läßt keinen Zweifel daran aufkommen, wie viel Freude es ihr macht, in ihrer noch jungen Amtszeit als erste Gruppe aus einer Partnerstadt just Besucher aus Wladimir zu empfangen – und dann auch noch aus dem Erlangen-Haus, dessen Geschicke sie als Mitglied des Stiftungsvorstandes mitgestaltet. Selten genug, aber die Begrüßung der zwanzigköpfigen Gruppe kann ja sogar auf Deutsch erfolgen, denn das Erlangen-Haus ist eines von 18 Sprachlernzentren des Goethe-Instituts mit jährlich bis zu 200 Teilnehmern an den Deutschkursen, die schon Mitte der 90er Jahre auf Initiative der VHS Erlangen angelaufen sind. Dank dem besonderen Einsatz von Reinhard Beer, wie Birgitt Aßmus lobend in Anwesenheit von Christine Flemming, der Direktorin der VHS, erwähnt, die zum Empfang ebenfalls in den Club International gekommen ist.

Wie nun schon das fünfte Mal in Folge – immer gegen Ende des Sommersemesters - büffeln hier seit Montag und noch bis zum Ende des Monats die russischen Gäste aller Altersklassen vormittags deutsche Grammatik, üben sich in Konversation und Landeskunde, während sie nachmittags und abends Exkursionen unternehmen, sich mit Freunden treffen oder etwas mit ihren Gastfamilien unternehmen. Ganz wie es jedem und jeder gefällt. Manchen gefällt dieses Projekt unter der Ägide von Irina Chasowa, der Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, so gut, daß sie schon zu Wiederholungstätern wurden, und dieses Mal ist sogar eine ganze Familie – Vater, Mutter und Tochter – mit von der Partie, nach dem offiziellen Kursprogramm umtriebig und kundig begleitet und betreut vom Freundeskreis Wladimir, beim Empfang vertreten durch Gerhard Kreitz und Wolfram Howein.

Birgitt Aßmus und Irina Chasowa

Ein besonders originelles Geschenk kann dieses Mal Irina Chasowa an Birgitt Aßmus überreichen: ein Glas mit der Gravur einer Deutschkurs-Teilnehmerin, entstanden im Rahmen eines Wettbewerbs des Goethe-Instituts Moskau, die einen stilisierten Löwen darstellt, wie man ihn von der Demetrius-Kathedrale her kennt. Doch dieser Wladimirer Löwe hat es buchstäblich in sich: Man kann sich in ihn hineinlesen, besteht er doch – in deutscher Sprache – aus der ersten Strophe des auch in Rußland dank einer Übersetzung des Romantikers Michail Lermontow beliebten Lorley-Lieds. Da weiß man, was es bedeuten soll: die Verschmelzung von deutscher und russischer Kultur. Wer dieses symbolhafte Glas gesehen, dem kommt es nicht mehr aus dem Sinn. Welch gelungenes Geschenk!

Reiner Lennemann, Dieter Argast, Marlene Wüstner, Nadeschda Oblowazkaja, Peter Steger

Die Rede war bereits von den Wiederholungstätern. Dazu gehört Nadeschda Oblowazkaja, Augenärztin, Veterinärin und ehrenamtliche Umweltschützerin, hier im Blog im Vorjahr schon einmal “Hüterin der Bäume” genannt. Dieses Mal kommt sie mit dem offiziellen Auftrag, eine Delegation des Umweltamtes Erlangen nach Wladimir einzuladen und sich in möglichst vielen Bereichen der ökologisch so vorbildlichen Partnerstadt umzusehen. Umweltreferentin Marlene Wüstner berichtet denn auch gerne von den 50.000 Bäumen im öffentlichen Raum, alle katalogisiert, von denen sie in einem Kraftakt 2002, zum Tausendjährigen Jubiläum Erlangens, allein 1.000 hat pflanzen lassen. Das wäre doch auch einmal eine Aktion für Wladimir, wo bisher niemand die Bäume erfaßt hat und jeder ungestaft drauflosfällen kann. Besonders weh tut der Besucherin, die eine eigene Baumschutzinitiative gegründet hat und seit kurzem im Umweltausschuß über Sitz und Stimme verfügt, daß bei Bauprojekten keine Rücksicht auf den Baumbestand genommen wird; nicht einmal im Entwicklungsplan Wladimirs seien Grünflächen und Pflanzungen vorgesehen. Gerne nimmt sie deshalb das Angebot von Reiner Lennemann an, in den verschiedenen Bereichen seines Umweltamtes nach dem Deutsch-Unterricht zu hospitieren. Denn, so Nadeschda Oblowazkaja, die neue Stadtverwaltung wolle dem Umweltschutz – von der Luftreinhaltung bis hin zur Müllproblematik – endlich mehr Aufmerksamkeit widmen. Wie viel da zu tun ist, läßt sich nicht nur daran ablesen, daß sich in der Partnerstadt der Radverkehr noch im Promillebereich abspielt, sondern leicht und anschaulich auch an einem Vergleich: In Erlangen sind 30 Planstellen – davon fünf oder sechs halbtags – im Umweltamt angesiedelt, in Wladimir mit seiner mehr als dreimal so großen Bevölkerung sind das gerade einmal acht.

Die Radler vom Erlangen-Haus

Dennoch: Ein guter Anfang ist gemacht, und Nadeschda Oblowazkaja gehört zu den Frauen, die Rußland lebens- und liebenswert machen. Sie wird ihr Ziel weiter verfolgen, wobei ihr auch Dieter Argast ehrenamtlich helfen will. Wer die vielseitige Besucherin noch von einer anderen Seite kennenlernen will, besuche am kommenden Dienstag um 19.00 Uhr den Club International, wo sie beim Freundeskreis Wladimir über eine koreanische Entspannungstechnik referieren wird. Ein wenig exotisch, aber vielleicht ist das ja auch eine spirituelle Kampfsportart, die hilft, die vielen Widerstände zu überwinden, wenn es gilt Ökonomie mit Ökologie in Einklang zu bringen. Hauptsache es hilft.

S. auch: http://erlangenwladimir.wordpress.com/2010/07/23/die-huterin-der-baume/ und http://erlangenwladimir.wordpress.com/2010/09/13/in-sachen-baumerhalt/

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Reinhard Beer, Sprachenreferent der VHS Erlangen und geistiger Vater der Russich-Deutschen Wochen, hat am gestrigen Morgen kalte Füße bekommen und eine richtige Entscheidung getroffen. Alle Anzeichen deuteten darauf hin, daß die Einladung zum Russischen Abend mehr Menschen annehmen würden, als der Club International würde Plätze bieten können. Die Veranstaltung wurde kurzerhand in den Großen Saal verlegt. Aber daß es dann gut 120 Gäste sein würden, hat doch alle freudig überrascht.

Das Publikum

Christine Flemming, die Direktorin der Erlanger Volkshochschule, kann stolz auf ihr Team sein, das nicht nur erfolgreich eine bereits von ihrem Vorgänger, Klaus Wrobel, Anfang der 80er Jahre begonnene Tradition fortsetzt, sondern diese auch noch phantasievoll weiterentwickelt, ist die VHS doch viel mehr als nur ein Forum und Resonanzboden der Bürgerpartnerschaft, sondern ausgesprochen aktiv in der Gestaltung der Partnerschaft. Da sind zum einen die Sprachkurse, wo Russisch mittlerweile zur stärksten der selten unterrichteten Sprachen wurde, da sind die vielen Vorträge, Diskussionsveranstaltungen und natürlich der Freundeskreis Wladimir sowie die Sprachbegegnungen im Club International. Vor allem aber ist da auch die Patenschaft für die Deutsch-Kurse im Erlangen-Haus mit ihren gut 200 Hörern. Da kommt es also nicht von ungefähr, wenn am gestrigen Abend Christine Loibl, Sprachenreferentin des Bayerischen Volkshochschulverbands, eigens aus München angereist kam, um in Erlangen nach Freising das zweite Prüfungskompetenzzentrum für Russisch einzuweihen und den Erlangern zu ihrem Erfolg zu gratulieren. Und da wundert man sich auch nicht, wenn Reinhard Beer jetzt schon externe Anfragen vorliegen, um die Zertifikate zu erhalten. Da könnten sich ganz neue Perspektiven für eine Zusammenarbeit auch mit privaten Sprachschulen entwickeln.

Die Hauptakteure

Da traf es sich gut, daß auch das Russomobil seine Arbeit vorstellte. Seit fast einem Jahr sind Oxana Kogan-Pech und Swetlana Koketowa mit ihrem Auto in ganz Deutschland unterwegs und halten an Schulen Schnupperunterricht, der Schülern wie Lehrern Lust auf Russisch vor allem als dritte oder vierte Fremdsprache machen soll. Aktuell waren sie in Nürnberg, und heute geht es nach Berlin zurück, wo schon wieder neue Anfragen warten. So gefragt seien die Angebote, daß man schon daran denke, ein oder zwei weitere Teams mit weiteren Russomobils an den Start zu schicken. Nach Erlangen wird das Russomobil wohl im nächsten Jahr nochmals kommen, denn die hiesigen Russischlehrer wollen versuchen, wenigstens an einem Erlanger Gymnasium Russisch als Wahlfach wieder zu etablieren. Den Nährboden dafür hat die Städtepartnerschaft bereitet, und für das Interesse sprach auch die unerwartet große Anzahl von Jugendlichen, von denen einer sogar einen zweiten Preis beim Quiz gewann.

Dieter Wenzel, Oleg Tjapkin und Christine Flemming

Und damit sind wir schon beim Höhepunkt des Abends, den 20 Fragen, die rund um die Partnerschaft und Rußland allgemein zu beantworten waren. Man mußte zwar nicht unbedingt Wladimirologe sein, um die Antworten zu finden, aber knifflig war die Sache schon. So war es zumindest möglich, den Sieger ohne Losentscheid zu ermitteln. Und es war ein Sieger, der es in jeder Hinsicht verdient hat. Vorübergehend an Krücken, betrat als Russionär und Gewinner jemand die Bühne, der den Preis wirklich verdient hat wie kaum ein anderer: Dieter Wenzel, emeritierter Professor, der seit 1990 wie kein anderer die medizinischen Kontakte zwischen den Partnerstädten buchstäblich mit Leben erfüllte, denn seine Arbeit rettete nachweislich viele Kinderleben in Wladimir. Oleg Tjapkin, Attaché des Russischen Generalkonsulats in München, war denn auch sichtlich erfreut und gerührt, als er dem Preisträger gratulierte und den Abend als eine große Sache für die deutsch-russische Zusammenarbeit bezeichnete. Und der Preis: ein Russisch-Sprachkurs. Dafür hat der Pädiater ja jetzt Zeit und Muße im Ruhestand. Und brauchen kann er es auch gut, denn der Kontakt zu Wladimir soll ja nicht abreißen…

Ganz bei der Sache.

Große Sachen sind nicht möglich ohne viele Helfer im Hintergrund, denen an der Stelle von Herzen gedankt sei. Zu nennen sind da das Café des Clubs International mit seiner leckeren Premiere russischer Speisen; Alexandra Rauhtäschlein für all den vielen organisatorischen Kleinkram, ohne den nichts geht; Edith Kaluza vom VHS-Team für die Deko, den Dozentinnen Natalia Kaiser, Natalia Grebnev und Nadja Steger, die ehrenamtlich geholfen haben den Abend vorzubereiten und in Windeseile die 85 Fragebögen für das Quiz auszuwerten verstanden; nicht zuletzt die vielen vielen Teilnehmer – darunter sogar eine Dame aus Chemnitz, die auf der Durchreise aus den Erlanger Nachrichten von der Veranstaltung erfahren hatte -, die nicht nur die Präsentationen und Vorträge genossen, sondern bis in den späten Abend hinein zusammensaßen und sich austauschten. Wer weiß, was da alles für neue Ideen geboren wurden. In jedem Fall sollten derartige Abende zu einer neuen Tradition werden. Der gestrige Abend verpflichtet regelrecht dazu.

Mehr zum Russionär unter: http://erlangenwladimir.wordpress.com/2010/09/24/ehrenbriefe-fur-zwei-ehrenhafte-der-partnerschaft

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Die Russisch-Deutschen Wochen gehen ihrem Höhepunkt entgegen. Am morgigen Dienstag beginnt um 19.00 Uhr im Club International der VHS Erlangen, Friedrichstraße 17, der Russische Abend – bei freiem Eintritt und einem Programm, das für alle Gäste etwas zu bieten hat, auch wenn man (noch) kein Russisch spricht.

Russische Winterimpression von Witalij Gurinowitsch

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Leiterin der VHS, Christine Flemming, kommen alle auf ihre Kosten, die sich für die Städtepartnerschaft und die russische Kultur interessieren. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehören sicher die offizielle Eröffnung des Prüfungszentrums Russisch – nach Freising das zweite im Freistaat - durch Christine Loibl, Sprachenreferentin des Bayerischen Volkshochschulverbandes sowie der Auftritt des Russomobils, einer Initiative der Botschaft der Russischen Föderation zur Förderung des Russischunterrichts vor allem an Schulen. Gründe genug für Attaché Oleg Tjapkin vom Russischen Generalkonsulat in München, dem Abend auch diplomatischen Glanz zu verleihen. Ein Quiz verspricht nicht nur wertvolle Preise, u.a. einen Gratiskurs Russisch, sondern auch den Titel “Russionär”, und die Küche des Clubs International beweist, daß es auch die russische Kochkunst trefflich versteht, Leib und Seele zusammenzuhalten. Und schließlich soll auch noch Zeit bleiben für Gespräche, kleine Filmsequenzen und viel Spontanes, wie den einen oder anderen Trinkspruch. Eben Gastfreundschaft auf Russisch in Franken. Herzlich Willkommen und добро пожаловать!

Mehr zum Russomobil unter www.russomobil.de

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Es soll vorkommen, daß Politiker bereits gehaltene Neujahrsansprachen versehentlich erneut vortragen; ähnliches geschieht – nach dem Motto “nihil novum sub sole” – allenthalben mit Artikeln wissentlich oder aus Nachlässigkeit mit Artikeln in der Presse oder der Wissenschaft. Nun also auch der Blog. Genau vor einem Jahr ist hier ein Eintrag erschienen, gewidmet einem der ganz Großen der Städtepartnerschaft, ein Eintrag, der, leicht verändert, einen Menschen portraitiert, der für die Verbindung zwischen Erlangen und Wladimir unverzichtbare Impulse gegeben hat.

Klaus Wrobel zählt zu den großen und unverwechselbaren Figuren der Städtepartnerschaft Erlangen – Wladimir. Er gehört zu der Troika aus Politik, Kultur und Erwachsenenbildung, der das Zustandekommen dieser Verbindung zu verdanken ist. Doch nennen wir die Dinge – oder besser Menschen - bei ihren Namen: Politik = Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg; Kultur = Inge Meidinger-Geise und Wolf Peter Schnetz; Erwachsenenbildung = Klaus Wrobel. Zugegeben, etwas verkürzt und bei Unterschlagung vieler Namen, aber es soll heute ja auch nur um einen gehen, nämlich um Klaus Wrobel.

Als Direktor der VHS Erlangen hat er noch vor den ersten politischen Gesprächen und Besuchen in den frühen 80er Jahren Bürgerreisen nach Wladimir veranstaltet - 1980 (!) die allererste - und konnte damit entscheidend bei der Vorbereitung auf all das helfen, was noch kommen sollte, nämlich die Bürgerpartnerschaft. Der lange Weg war bereitet. Doch dabei beließ er es nicht: Unter seiner Ägide entstand der “Arbeitskreis Wladimir” (später “AK Ost”), ein Forum für ungezählte Diskussions- und Vortragsveranstaltungen mit Gästen aus der Partnerstadt; schon 1984 organisierte er die erste Photoausstellung in Wladimir, und von da an gab es kein Halten mehr. Man muß die Russisch-Kurse, die er besonders förderte, gar nicht mitrechnen, um sagen zu können, daß kein Monat ohne eine “Wladimir-Veranstaltung” vergangen ist. Besonders lagen ihm die Beziehungen zur Pädagogischen Universität mit deren Rektor Dmitrij Makejew am Herzen. Er band die Hochschule sogar vertraglich an seine VHS, und nicht umsonst hat ihn die Partnereinrichtung 1997 für seine besonderen Verdienste mit der Verleihung des Ehrendoktors gewürdigt, zwei Jahre nachdem Oberbürgermeister Dietmar Hahlweg diese Auszeichnung zuteil wurde. Freundschaften, die über drei Dekaden gehalten haben, verbinden den promovierten Politikwissenschaftler, der sich auch als Journalist einen Namen gemacht hatte, mit dem heutigen Rektor Wiktor Malygin und dem “Vater der Partnerschaft” auf russischer Seite, Jurij Fjodorow. Gegen Ende seiner Amtszeit vor genau zehn Jahren konnte der Hobbyphotograph Klaus Wrobel sogar seine eigenen Wladimirbilder “en passant” hier wie dort zeigen. Hierzu ein Zitat aus den Erlanger Nachrichten vom 3. Februar 2000, das den episodischen Charakter der Ausstellung von 238 Arbeiten erspüren läßt: “Wohl enthält die Ausstellung den Themenbereich Tierisches. Menschliches dagegen fehlt. Wer so viel in seinem Beruf mit Menschen zu tun hatte wie Klaus Wrobel, wird das verstehen. Immerhin kündet ein Photo von einer kleinen menschlichen Begegnung, und weil Klaus Wrobel jedes Photo genau zu datieren weiß, erfahren wir, daß am 18. August 1989 in Wladimir ein Kind auf einer Bank den Photographen entdeckte und ihm zuwinkte.”

Wer ein wenig Leseerfahrung im Blog hat, ahnt es bereits: Der hier Geehrte feiert heute Geburtsstag, seinen 75. Und dazu von hier aus alle erdenklichen Glückwünsche im Namen der vielen Menschen, die erst dank der umsichtigen Vermittlung von Klaus Wrobel einen Zugang zu den Menschen und der Kultur von Wladimir fanden, aber auch im Namen derer, die unter seiner klugen Anleitung den Weg von dort nach hier fanden. Danke schließlich im Namen des Erlangen-Hauses, dessen Deutsch-Kurse ohne ihn in der heutigen Qualität nicht denkbar wären.

Wiktor Malygin

Das schönste Geschenk zu seinem Geburtstag ist sicher die Gewißheit, daß all das Gute, das er begonnen und ins Werk gesetzt hat, nicht verloren gegangen ist. Mittlerweile gibt es an der VHS bzw. im Club International einen “Freundeskreis Wladimir”, der sich just gestern abend wieder traf, aktuell laufen noch und wieder die “Russisch-Deutschen Wochen”, die Russischkurse verzeichnen unter den selten unterrichteten Sprachen den größten Zulauf, die Deutschkurse am Erlangen-Haus erfreuen sich mit gut 200 Eingeschriebenen noch immer wachsender Nachfrage, und Ende Mai veranstaltet die VHS zusammen mit Wolfram Howein schon die zweite Bürgerreise mit dem Ziel Wladimir, von wo aus es dieses Mal bis an die Wolga gehen soll. Möglich ist das natürlich nur, wenn jemand den Staffelstab aufnimmt. Deshalb an der Stelle auch ein herzliches спасибо an Christine Flemming und Reinhard Beer, die heute mit ihrem Team die Geschicke der VHS so überzeugend leiten und den seinerzeit so weitsichtig eingeschlagenen Kurs halten.

Heute zieht es Klaus Wrobel leider nur noch selten in sein Haus nach Bubenreuth; seine alte Heimat, Berlin, hat ihn wieder. Noch seltener führt ihn sein Weg nach Wladimir, obwohl er dort höchstes Ansehen genießt und von vielen freudig aufgenommen würde. Doch gleich, wo er sich auch aufhalten mag, seine vielen Freunde aus Erlangen und Wladimir sind ihm heute besonders nah und gratulieren von Herzen und dankbar für seine großartigen Leistungen.

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Deutsch-Studenten aus dem Erlangen-Haus mit Christine Flemming, Reinhard Beer und Elisabeth Preuß sowie Irina Chasowa (Mitte)Das Erlangen-Haus unter Leitung von Irina Chasowa speist sich aus drei Einnahmequellen – der Vermietung von Büros, dem Betrieb einer Pension mit vier Zimmern und einer kleinen Wohnung sowie den Deutschkursen -, vor allem aber einer klug wirtschaftenden Geschäftsführung. Unlängst wurden die Gästezimmer neu gestaltet und – bisher einzigartig für Wladimir – mit drahtlosem Internetzugang ausgestattet. Wie wohnlich und geschmackvoll die Räume nun gestaltet sind, ist jetzt auf der aktualisierten Homepage des Erlangen-Hauses unter http://www.erlangen.ru zu bestaunen. Wer des Russischen nicht mächtig ist, braucht nicht zurückzuschrecken, denn oben im Menue gibt es einen Schalter für Deutsch.

Deutsch ist denn auch das Leitmotiv, unter dem der Besuch einer sechzehnköpfigen Gruppe von zumeist noch recht jungen Gästen aus Wladimir steht. Seit Montag dieser Woche und noch bis zum 1. August besuchen sie an der Volkshochschule speziell auf ihre Kenntnisse und Bedürfnisse abgestimmte Sprachkurse, die auch viel Landeskunde im Programm haben. Bereits zum dritten Mal schreibt das Erlangen-Haus in Kooperation mit der Erlanger VHS für seine jährlich gut 200 Deutschlernenden immer in der zweiten Julihälfte diese Möglichkeit der Vertiefung von Sprachkenntnissen aus. Es kann nicht oft genug gesagt werden: Was von Klaus Wrobel, dem seinerzeitigen Direktor der VHS, und seiner Nachfolgerin, Christine Flemming, mit der tatkräftig-kompetenten Unterstützung des Sprachenbeauftragten, Reinhard Beer, schon Mitte der 90er Jahre ins Werk gesetzt wurde und unermüdlich fortgesetzt wird, trägt nicht nur erstaunliche Früchte, sondern entwickelt eine großartige Eigendynamik. Dank den Bemühungen von Klaus Wrobel und Reinhard Beer kamen die Deutsch-Kurse des Erlangen-Hauses unter die Fittiche des Goethe-Instituts Moskau, die wachsende Dozentenschar aus Wladimir wurde geschult und auf die eigenen pädagogischen, an der Sprachpraxis ausgerichteten Lehrmethoden eingeschworen. Mit Erfolg. Das Konzept hebt sich offenbar so wohltuend von den Angeboten anderer Einrichtungen – vor allem der Schulen und Universitäten – ab, daß die Kurse ungeachtet des allgemein zu Gunsten des Englischen nachlassenden Interesses an der deutschen Sprache immer stärker nachgefragt werden, besonders übrigens von Schülern und Studenten. Sogar extern! Interessierte Mitarbeiter von “Globus” erhalten seit Mai in einem Seminarraum des Einkaufszentrums Deutschunterricht von Dozenten aus dem Erlangen-Haus. Heute gehört das Erlangen-Haus zu den siebzehn rußlandweiten Sprachlernzentren des Goethe-Instituts und hat das Recht, in eigener Regie die begehrten Prüfungen auf den jeweiligen Stufen – bis hin zur Hochschulzugangsberechtigung – abzunehmen. So zertifiziert, nimmt Wladimir in der Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut eine Spitzenstellung ein und gilt als eines der führenden Sprachlernzentren.

Doch zurück zu der Gruppe. Die hat sich vor allem dank den Gasteltern, wo bis auf sechs junge Frauen, die in der Jugendherberge einquartiert sind, alle untergebracht sind, gut eingelebt. Unter der engagierten Führung von Gerhard Kreitz, dem Sprecher des “Freundeskreises Wladimir”, erkunden sie die Stadt und machen Ausflüge nach Nürnberg, Herzogenaurach, Bamberg und in die Fränkische Schweiz. Der Besuch des Stadtmuseums mit einer pädagogischen Führung machte besonderen Eindruck. Und dann war da gestern schon der Empfang bei Bürgermeisterin Elisabeth Preuß, die nicht nur dienstlich eng mit der Partnerschaft verbunden ist, sondern auch gute Erfahrungen in der eigenen Familie in Sachen Schüleraustausch mit Wladimir gemacht hat. Ideale Voraussetzungen also für angeregte Gespräche, bis sich der prasselnde Gewitterregen wieder verzogen hat. Wie wohl sich die Gäste in Erlangen schon fühlen, ist nicht zuletzt daran abzulesen, daß sich gleich nach dem Empfang sechs von ihnen auf städtische Leihfahrräder schwangen. Gute Fahrt auf Erlangens frisch gewaschenen Radwegen!

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Bereits in der Oktobernummer der Wladimirer ”analytisch-informativen” Fachzeitschrift ”Awers” ist ein umfangreicher Artikel über die Möglichkeiten, in der Partnerstadt Fremdsprachen zu erlernen, erschienen. Die Analyse sämtlicher Kurse – von den Universitäten bis hin zu privat organisierten Angeboten – kommt zu dem für Erlangen erfreulichen Schluß, daß man nirgendwo sonst eine Fremdsprache so gründlich beigebracht bekomme wie im Erlangen-Haus.

Besonders gelobt werden die vergleichsweise niedrigen Gebühren bei exzellenter Ausbildung der Dozentenschaft. Einzigartig freilich seien die Deutsch-Kurse im Erlangen-Haus, weil nur sie internationalen Standards folgen und als Sprachlernzentrum in der Kooperation mit dem Goethe-Institut Moskau und der VHS Erlangen die “Lizenz” zum Studium an ausländischen Universitäten im Programm haben. 

Wir wußten es schon immer, haben es vom Goethe-Institut vielfach bestätigt bekommen und sind stolz auf die vielen Auszeichnungen des Erlangen-Hauses, dennoch ist es eine besondere Freude, wenn eine umfangreiche journalistische Recherche auf mehreren Seiten zu dem Ergebnis kommt: Deutsch lernt man am besten im Erlangen-Haus.

Danke an die Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, Irina Chasowa, an alle Dozentinnen, aber natürlich auch an Klaus Wrobel, Christine Flemming und Reinhard Beer für die treue und sachkundige Aufbauarbeit und fortwährende Begleitung!

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