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Auch wenn man den Grund für die Vorverlegung des Sommerfestes der Barmherzigen Brüder Gremsdorf auf den gestrigen garstig-kühlen, aber immerhin regenfreien Frühlingssonntag kennt – morgen erwartet man an die 900 Nachwuchskräfte aus Einrichtungen des Ordens in ganz Bayern und Österreich und will die Infrastruktur, vor allem das Festzelt, dafür nutzen -, hatte die Veranstaltung doch etwas von einem Weihnachtsmarkt im Oktober. Dennoch erbarmte sich der Himmel und schickte den einen oder anderen Sonnenstrahl und Lichtblick.

Günther Allinger, Jelena Bordanowa, Fr. Robert, Andreas Weiß und die Praktikanten aus Wladimir

Im Zeichen des ins elfte Jahr gehenden Projekts “Lichtblick” stand denn auch im Beisein von Frater Robert aus dem Kloster in Regensburg die Übergabe von zwei Rollstühlen durch Günther Allinger, Gesamtleiter der Barmherzigen Brüder Gremsdorf und Vorsitzender der Stiftung “Lichtblick”, an Jelena Bordanowa, Oberschwester in der Kinderpsychiatrie Wladimir und von Beginn der Zusammenarbeit an als Hospitantin und Multiplikatorin kompetente und verläßliche Projektpartnerin. Vor gut zwei Monaten ist sie erneut mit fünf weiteren Praktikanten nach Gremsdorf – eine davon zur WAB Kosbach – gekommen, heute schon geht es wieder zurück – per Linienbus ab Nürnberg und mit den beiden Rollstühlen bepackt. Aber wozu Rollstühle für die Psychiatrie und gar für die Kinderabteilung?

Günther Allinger und Jelena Bordanowa

Bei seinem jüngsten Besuch in Wladimir, Anfang des Monats, besuchte Günther Allinger mit seinem Kollegen, Alexander Bersenjew, Chefarzt des Psychiatrischen Krankenhauses Nr. 1, auch die gerontologische Frauenabteilung, wo es noch an vielem fehlt. Schnell kam die Rede auch auf die mangelnde Mobilität von gehbehinderten Patientinnen. Der Freund aus Gremsdorf, kaum nach Hause zurückgekehrt, setzte alle Hebel in Bewegung, um zu helfen. In seinem Hausverwalter, Andreas Weiß, und in Gert Duske, Inhaber der Orthopädie-Technik Höchstadt, fand er denn auch zwei willige Mitstreiter, die je einen gebrauchten, aber runderneuerten und voll funktionsfähigen Rollstuhl abzugeben hatten. Die Sachspenden, darauf hinzuweisen war gestern Günther Allinger offenbar wichtig, könnten einen neuen Bereich der Zusammenarbeit mit Wladimir in Gang bringen: die Gerontopsychiatrie, bisher aus der Kooperation ausgespart, angesichts der demographischen Entwicklung in beiden Ländern aber von wachsender Bedeutung. Gremsdorf hat da ja eine ganz besondere Kompetenz. Hoffen wir also, daß die Stühle über ihren konkreten Zweck hinaus noch viel mehr ins Rollen bringen! Gute Fahrt!

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