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Archiv für die Kategorie ‘Deutsche in Wladimir’

Nur 35 km von Wladimir entfernt liegt in dem Weiler Maloje Borisowo bei Susdal ein zumindest im Rahmen der Städtepartnerschaft zu Unrecht noch gänzlich unbekanntes Kleinod, das zu jeder Jahreszeit zum Verweilen einlädt: ein Gästehaus, betrieben von dem russisch-deutschen Ehepaar Michail und Nadine Stern. Nadine Stern stammt ursprünglich aus Brandenburg und hat über ihre Leidenschaft für Pferde ihren Mann [...]

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Seit dem 9. Februar ist Philipp Schütze, Student an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, an der Staatlichen Universität Wladimir eingeschrieben. Noch ein halbes Jahr will er dort blieben, sein Russisch verbessern sowie Land und Leute verstehen lernen. Neben seinem Studium betreibt er Sport, unterrichtet Deutsch - und schreibt einen ausgesprochen unterhaltsam-informativen Blog mit inzwischen sechs Briefen oder Berichten [...]

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Sein letzter Wille blieb unerfüllt. Der Sozialdemokrat und Kämpfer für das Menschenrecht, Percy Gurwitz, hatte sich gewünscht, man spiele bei der Trauerfeier die Internationale. Die Angehörigen taten wohl gut daran, anders zu entscheiden und damit Mißverständnisse gar nicht erst entstehen zu lassen. Zu sehr ist diese Hymne der Verdammten dieser Erde in den 70 Jahren der Sowjetherrschaft [...]

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In Hans Werner Kettenbachs Roman “Sterbetage” schreibt der Protagonist, Heinz Kamp, was ihm durch den Kopf geht: Wenn ein geliebter Mensch gestorben ist, dann meint man zuerst, daß er für immer weggegangen ist. Das ist ja das Schlimme daran. Aber später meint man manchmal, man müsse mit ihm sprechen. Er ließ das lange Zeit so [...]

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In seinem noch zu Lebzeiten Ende Dezember 2010 in Erlangen erschienenen Schrift „Die Schuld am Holocaust“ erinnert sich Percy Gurwitz an seinen Vater und dessen Erziehung: „Mein Vater ließ keine Gelegenheit ungenutzt, mir das im Baltikum so populäre Denken in Nationalitäten auszutreiben, genauer gesagt, es bei mir gar nicht erst einreißen zu lassen. Nichts sei [...]

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Percy Gurwitz wurde am 25.03.1919, im Jahr der Gründung der Universität zu Riga, in der lettischen Hauptstadt geboren. Seine Mutter, Gymnasiallehrerin, war eine Königsberger Jüdin, der Vater, Anwalt, baltischer Jude. In der Familie wurde deutsch gesprochen und die Erziehung lag in den Händen des deutschen Kindermädchens. Lettisch und Russisch lernte der Junge „auf der Straße“. [...]

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Percy Gurwitz, der jüdische Deutsch-Balte, dem die Partnerschaft Erlangen – Wladimir so unendlich viel verdankt, ist schwer erkrankt. Seit gut 20 Jahren steht er in engem Kontakt mit dem Kreisverband Erlangen-Stadt der SPD. Ein Brief anläßlich der Verleihung der Willy-Brandt-Medaille, unterzeichnet im Namen der Erlanger Sozialdemokraten vom Vorsitzenden, Dieter Rosner, ist nun an den Parteifreund per [...]

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Unter der Regie und aktiven Mitwirkung von Helmut Horneber ist in den 90er Jahren ein reger Austausch von Forstleuten entstanden. Seine Nachfolger blieben noch einige Jahre in dieser guten Tradition, doch dann kam in Bayern die große Forstreform, die wirtschaftliche Aspekte in den Vordergrund stellte, die organisatorischen Strukturen änderten sich, die Aufgaben, die Personen. Inzwischen sind [...]

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Mit einem dunklen Kapitel schließen wir die kleine Serie zur Geschichte der Deutschen in Wladimir ab. Das Team im Irina Tschistjakowa widmet sich darin dem Schicksal von Deutschen und Österreichern, die in den Jahren der Stalin’schen Repressionen Unrecht erleiden mußten. Ein mutiger Beitrag der jungen Autoren, der davon zeugt, daß man sich in Wladimir auch den [...]

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Heute wollen wir die lose Serie mit Präsentationen des Jugendclubs unter Leitung von Irina Tschistjakowa fortsetzen und die deutsche Seite in der Geschichte Wladimirs vorstellen. Es ist auch für Kenner der Materie immer wieder erstaunlich, wie eng die Verbindungen zwischen Wladimir und Deutschland schon immer – noch lange vor der Städtepartnerschaft – waren. Sie reichen [...]

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