Nach dem ungewöhnlich langen Winter kam das Tauwetter mit aller Macht auch in die zentralrussische Tiefebene und bis nach Wladimir. Buchstäblich über Nacht schmelzen Eis und Schnee seit drei Wochen dahin, während der Untergrund noch gefroren bleibt. Erst allmählich versickern die Wasser, doch die Flüsse, gerade auch die kleineren, können all das viele Naß noch immer nicht fassen. Wie das von oben aussieht, zeigt eine Reportage des Wladimirer Staatlichen Lokalfernsehens, die hier http://www.vladtv.ru/#/society/26915/ zu sehen ist. Besonders eindrucksvoll die Mariä-Schutz-Kirche, wie fast in jedem Frühling seit Jahrhunderten umgeben von den Fluten der Nerl, aber immer trockenen Fußes auf ihrem kleinen Hügel.
Von größeren Schäden wird nicht berichetet, auch wenn der Wasserstand, vor allem entlang der Oka, noch immer steigt und man in manchen Dörfern und Kleinstädten die Gummistiefel nicht zu Hause lassen sollte. Und Wladimir selbst? Da müßte schon eine veritable Sintflut hereinbrechen, um die Stadt am hohen Steilufer der Kljasma zu überschwemmen. Und eine solche nie mehr auf die Menschheit herabzuschicken gelobte Jahwe ja in seinem Neuen Bund mit Noah im Zeichen des Regenbogens.




