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“Die Maifeiertage liegen hinter uns”, schreibt Olga Dejewa, die Geschäftsführerin des Roten Kreuzes Wladimir, und fährt fort: “Die Arbeit hat uns wieder.”

Angetreten zum Wettkampf der Ersten Hilfe. Im Vordergrund Olga Dejewa.

Angetreten zum Wettkampf der Ersten Hilfe. Im Vordergrund Olga Dejewa.

Und diese Arbeit trägt Früchte, vor allem bei der Jugend. Der Ortsverband des Russischen Roten Kreuzes in der Partnerstadt hat nämlich dieser Tage ein großes Treffen für Schüler veranstaltet, bei denen die jungen Leute, beobachtet von den Medien, in Wettkämpfen zeigen sollten, was sie dank dem Programm “Das sollte jeder wissen” so alles gelernt haben: Wiederbelebung, Erstversorgung sowie Transport von Unfallopfern und Verletzten.

Erstversorgung im Wettkampf

Erstversorgung im Wettkampf

Alle vier Schulen, an denen das Rote Kreuz seine Kurse anbietet, nahmen an der Veranstaltung teil, und so kamen - mit den Zuschauern - am Ende mehr als einhundert Schüler zusammen. Gefördert wurde das Treffen übrigens von der Stadtverwaltung Wladimir, als deren Vertreter Roman Wlassow, einer der stellvertretenden Bürgermeister, sprach. Aber auch die Schulverwaltung, das Katastrophenschutzamt und der Klub “Retter” waren mit von der Partie. Und natürlich gab es Preise für die besten Notfallhelfer: Pokale und Medaillen sowie ein Rot-Kreuz-Hemd für jeden.

Wiederbelebung unter Beobachtung

Wiederbelebung unter Beobachtung

Parallel dazu ist auch das Projekt “Hospiz – Haus der Hoffnung” an den Start gegangen, das unterstützt wird von der Privatklinik “Nadeschda – Hoffnung”, wo die Ärztin Wera Guskowa arbeitet, früher Sozialbürgermeisterin Wladimirs und nach wie vor Vorstandsmitglied des Roten Kreuzes. Bei so viel Hoffnung kann die Sache ja nur gutgehen!


Heute nun ein zweiter Bericht zu dem Austauschbesuch einer Schülergruppe des Emmy-Noether-Gymnasiums Erlangen vom 19. bis 29. April in Wladimir.

Freitag, der 19. April, der Tag des Fluges nach Russland.  Die Nacht davor habe ich kaum geschlafen.  Welch‘ Wunder auch, mit diesen Gedanken im Kopf, wie die Gastfamilie denn so ist, ob alles klappt &&&. Wir haben uns relativ früh am Nürnberger Flughafen getroffen, jeder war richtig aufgeregt. Dann ging es los, über Frankfurt. Bei der Ankunft in Moskau wurden wir gleich von zwei Austauschschülerinnen und der Lehrerin Swetlana Gussjewa abgeholt. Anschließend ging es, nachdem wir auf eine andere Schulklasse gewartet hatten, mit dem Bus Richtung Wladimir. Mit zwei Stunden Verspätung kamen wir in Wladimir an und wurden sofort alle herzlich von unseren Gastfamilien empfangen. Nachts um halb zwei habe ich noch etwas Warmes zu essen bekommen – eines von vielen Beispielen der russischen Gastfreundlichkeit!

Gemischte Schülergruppe Erlangen - Wladimir vor der Mariä-Entschlafens-Kathedrale.

Gemischte Schülergruppe Erlangen – Wladimir vor der Mariä-Entschlafens-Kathedrale.

Am Tag darauf konnten wir zum Glück ausschlafen, danach gab es eine Stadführung durch Wladimir. Am besten von allem hat mir das Goldene Tor gefallen. Sehr eindrucksvoll, wie groß es doch in Wirklichkeit ist! Aber ich glaube, alle Deutschen fanden die gesamte Stadt einfach nur faszinierend. Den Nachmittag verbrachten wir mit unseren Austauschschülern. Der Sonntag war der Tag in der Familie. Wlada (meine Austauschpartnerin) und ich sind zu ihren Großeltern gefahren. Da habe ich dann gesehen, wie die Leute auf dem Dorf leben. Ich war geschockt, keine Toilette, kein fließend Wasser, aber andererseits scheint das in Russland normal zu sein für ältere Menschen. Danach haben wir uns mit Nastja und Christina zum Eislaufen getroffen.

Olga Wolkowa mit Erlanger Schülern beim Basteln von Schutzpuppen

Olga Wolkowa mit Erlanger Schülern beim Basteln von Schutzpuppen

Am Montag wurden wir dann in der Schule begrüßt. Ich fand es echt super, was die Schüler uns da geboten haben! Danach haben wir Borschtsch gekocht. Um ganz ehrlich zu sein, mein Geschmack ist es nicht, denn ich mag keine roten Bete. Im Anschluss daran gab es eine Russisch- und eine Kunststunde, in der wir Matrjoschkas gemalt haben. Der Dienstag war mein persönlicher Höhepunkt der Reise: Moskau! Eine total atemberaubende Stadt, wie ich finde! Die alten Rolltreppen in der Metro, der Rote Platz, der Kreml, Sehenswürdigkeiten, die es bei uns in Deutschland einfach nicht gibt! Die Reise mit dem Zug war eigentlich ganz in Ordnung. Am Abend aber wollte ich dann nur noch duschen und schlafen!

ENG 5

Deutschprüfung für die Fünftklässler

Mittwoch ging es wieder in die Schule. Ich dachte, wir müssten mit den kleinen Fünftklässlern nur ein bisschen Deutsch lernen, aber nein, wir durften ihnen sogar Noten geben. Am Ende wollten die meisten Mädchen dann ein Autogramm von mir, so süß! Nach der Schule besuchten wir noch ein Museum, in dem wir traditionelle russische Musik hörten und unsere eigene Schutzpuppe bastelten. Donnerstags ging es dann per Bus nach Nischnij Nowgorod. Die Fahrt hat sich zwar lange hingezogen, aber nichtsdestoweniger hatten wir unseren Spaß! Unser Reiseführer erzählte uns während der Fahrt ein paar Dinge über die Stadt. Angekommen in Nischnij Nowgorod, machten wir dann eine Stadtführung per Bus. Danach sind wir mit der Seilbahn über die Wolga gefahren, was sehr lustig war!  Abends war ich wie fast immer todmüde, aber der Tag hat sich gelohnt!

Gemeinsames Basteln und Kennenlernen

Gemeinsames Basteln und Kennenlernen mit Olga Wolkowa

Freitag ging es wieder in die Schule. Als erstes machten wir so etwas wie ein Spiel: Wir mussten mit Grundschülern reden (auf Russisch!), und wer am Ende die meisten Unterschriften hatte, gewann. Darauf folgte eine Musikstunde, und wir machten mit unserem Austauschschüler eine Wladimir-Rallye. Die anderen hatten danach noch Sport. Wlada und ich mussten aber ins Erlangen- Haus, was auf jeden Fall einen Besuch wert ist! Samstag war sozusagen unser „freier“ Tag. Wlada und ich sind shoppen gegangen. Was machen Mädchen auch sonst in ihrer Freizeit?! Ab dem Abend hatte ich dann erst richtig realisiert, dass unsere Zeit eigentlich schon um ist – die letzte Nacht, das letzte gemeinsame Frühstück, das letzte Mal den nervigen, jedoch süßen Kater ertragen…

Unterhaltung in Russisch

Unterhaltung in Russisch

Sonntag hatten wir vormittags unsere Bowling- Abschiedsparty, die voll lustig war, vor allem weil Bowling mein Spezialgebiet ist…. Am Nachmittag bin ich mit der Familie essen gegangen, und dann verabschiedete ich mich um ca. 23.30 Uhr von der Gastmutter, da sie schon um 6 Uhr aufstehen musste. Ich fand es schade, dass ich mich nicht wirklich mit ihr unterhalten konnte, aber sie hat trotzdem geweint. Mir kamen auch die Tränen! Die letzten Stunden haben wir noch einen Film geschaut, und als wir dann ins Auto stiegen und losfuhren, konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten! Am Bus angekommen, haben so ziemlich alle Mädels das Weinen angefangen… Wir sind uns einfach so ans Herz gewachsen, da wollten wir nun mal einfach nicht gehen!

Um alles kurz in einem Wort zusammenzufassen, der Austausch war einfach nur HAMMER! Ich freue mich schon so unendlich, wenn unsere Russen am 20. September zu uns kommen!

Katharina Niedermeier


Rechtzeitig zu ihrem heutigen Geburtstag ist gestern Doris Höhle mit ihrem Mann Klaus in Wladimir eingetroffen. Per Fahrrad. Punktlandung! Zwei Gründe zu gratulieren, zwei Gründe, sich zu freuen.

Verabschiedung von Doris und Klaus Höhle mit Oberbürgermeister Siegfried Balleis

Verabschiedung von Doris und Klaus Höhle mit Oberbürgermeister Siegfried Balleis

Da sei daran erinnert, daß das Ehepaar mit Weltumradlungserfahrung am 8. April von Oberbürgermeister Siegfried Balleis auf dem Rathausplatz verabschiedet wurde. Die beiden sind exakt 3.591 km unterwegs gewesen – mit dem Umweg über das Baltikum und Sankt Petersburg -, verbrachten 272 Stunden im Sattel und warten nun auf die restlichen 200 Erlanger, die zum Jubiläum vom 29. Mai bis 2. Juni in Wladimir das dreißigjährige Jubiläum feiern.

Doris und Klaus Höhle im Amt für Internationale Beziehungen, Rathaus Wladimir

Marina Sidorenkowa, Doris Höhle, Anna Makarowa und Klaus Höhle im Amt für Internationale Beziehungen, Rathaus Wladimir.

Doris Höhle schreibt in ihrer ersten Meldung aus Wladimir: “Wir sind bei unserer Privatunterkunft bei lieben Menschen angekommen, und es begann zu regnen. Wir haben jetzt einige Ruhetage, und es ist genügend Zeit, die Stadt zu erkunden.

Wladimir schon ganz nah für Klaus Höhle.

Wladimir schon ganz nah für Doris Höhle.

Bis jetzt sind wir von Rußland sehr begeistert, und wir haben bereits sehr viel Interessantes gesehen und erlebt. Wir möchten Danke sagen, daß wir durch die Partnerschaft ein derart langes Visum erhalten haben.

Ortseinfahrt Wladimir

Klaus Höhle an der Ortseinfahrt Wladimir.

Von Mischa und Nadja sind wir liebevoll empfangen und bewirtet worden. Wir fühlten uns gleich bis zu Hause.”

Zu Hause bei Freunden in Wladimir.

Doris und Klaus Höhle zu Hause bei Freunden – Michail und Nadeschda Tschischow - in Wladimir.

Ihr Wladimirer Zuhause werden Doris und Klaus Höhle erst Anfang Juni wieder verlassen, um dann ihrer Tour die Wolga hinunter bis nach Astrachan fortzusetzen. Mehr dazu unter: www.hoehles-challenge.de


Eine Gruppe der neunten Jahrgangsstufe des Emmy-Noether-Gymnasiums in Erlangen hat vom 19. bis 29. April an einem Schüleraustausch mit Wladimir teilgenommen. Hierzu heute ein erster Bericht:

Am ersten Tag stand die Reise in die russische Partnerstadt und die Ankunft in unseren Gastfamilien auf dem Plan. Bei der Ankunft am Flughafen von Moskau konnten wir auch schon erste Eindrücke von Russland bekommen. Einige von uns bestaunten die etwas anderen Uniformen der ständig patrouillierenden Polizisten, während andere die Chance auf freies WLAN wahrnahmen und es sich auf dem Boden gemütlich machten. Zwei russische Schüler, die auch an diesem Austausch teilnehmen, haben unsere kleine Gruppe am Flughafen schon erwartet und führten mit Lea und mir eine nette Unterhaltung außerhalb des riesigen Flughafengebäudes. Als nun endlich die andere Gruppe eintraf, mit der wir uns den Reisebus nach Wladimir teilten, durfte es sich nur noch um Stunden handeln, bis wir in Wladimir ankamen. Mit etwas Stau und bei langsamem Verkehr schafften wir es dann doch, letztendlich um Mitternacht dort einzutreffen. Wir wurden alle herzlich von unseren Gastfamilien begrüßt, und ich durfte in meinem neuen Zuhause einen Tee (die erste von vielen folgenden Tassen) genießen.

Am darauffolgenden Tag wurde unseren beiden Gruppen, den russischen und den deutschen Schülern, eine interessante Stadtführung dargeboten. Es fielen mir gleich die kitschig verschnörkelten Gebäude in bunten Farben auf, die oft als ganz normale Wohnhäuser dienen. Zudem besuchten wir zwei Museen, das erste im berühmten Goldenen Tor, dem Wahrzeichen Wladimirs, und noch eine ehemalige russische Schule. Wir erfuhren etwas über die damaligen Klassenregeln und über die Bestrafungen, wenn Erstere nicht eingehalten wurden. In Wachstafeln durften wir sogar unseren Namen schreiben, Interessantes über das russische Alphabet mit seinen seltsamen Zeichen lernen, und dann wurden wir auch schon unseren Austauschpartnern überlassen.

Der dritte Tag in Russland war der sogenannte „Tag in der Familie“. Das bedeutete bei mir ausschlafen und wie immer Tee trinken. Nachmittags aßen wir noch Pizza in der Stadt und gingen im Einkaufszentrum ein wenig shoppen. Dabei machte ich ein paar bemerkenswerte Entdeckungen – zum einen, dass hier Lebensmittel um einiges billiger, zum anderen aber die Preise für Klamotten und Modeartikel um einiges teuerer sind als in Deutschland. Am Abend half ich Sascha dabei, sich für ihren morgigen Auftritt beim Schulkonzert gut vorzubereiten.

Emmy-Noether-Gymnasium: Besuch im Kreml, Zarenkanone.

Emmy-Noether-Gymnasium: Besuch im Kreml, Zarenkanone.

Mittlerweile hatte der Großteil den auf Grund der langen Anreise versäumten Schlaf nachgeholt und sich an die Zeitumstellung von zwei Stunden gewöhnt. In der Schule erwartete uns ein Konzert, das extra für uns Deutsche ausgerichtet wurde. Zuerst bekamen wir alle etwas Brot mit Salz als Zeichen der Gastfreundlichkeit und anschließend einen russischen Holzlöffel als Souvenir. Wir wurden mit vielen traditionellen, aber auch originellen Tanzeinlagen sowie einstudierten Liedern unterhalten. Sascha sang ebenfalls vor der gesamten versammelten Schule ein deutsches Lied für uns. Am Ende wurden wir alle nach vorne geholt, und uns wurde gezeigt, wie man auf russische Lieder tanzt. Mittags kochten wir deutschen Schüler eine russische Spezialität namens Borschtsch. Dies ist eine sehr bekannte Suppe, wobei die Hauptzutat rote Bete ist, wovon die Speise auch ihre rote Farbe erhält. Während die Zutaten in der Schulmensa in Borschtsch verarbeitet wurden, lernten wir das russische Alphabet und noch dazu ein russisches Gedicht. Um uns das Gedicht und dessen Bedeutung zu verdeutlichten, führten ältere Schüler es als Theaterstück auf. Mittlerweile war unser Mittagessen angerichtet. Aus Höflichkeit aßen alle zwar auf, doch zumindest für mich war der Geschmack eher gewöhnungsbedürftig. Zum Abschluss des Tages hatten wir Kunstunterricht. Dabei lernten wir, wie man Matrjoschkas auf Tonpapier zeichnet. Allerdings kam ich in der Geschwindigkeit und Sorgfalt, wie das die Lehrerin vormachte, kaum mit. Doch ich denke, das Resultat kann sich blicken lassen. Wir hatten ja eine gute Vorlage, da Michaela (eine deutsche Schülerin) in russischer Tracht vor uns posieren durfte. Danach beschäftigten sich die meisten noch mit ihren Partnern und unternahmen etwas.

Am fünften Tag fuhren wir mit dem Zug nach Moskau. Wieder einmal stellte ich die im Überfluss vorhandenen Kirchen fest. Ein Gebäude prächtiger als das andere, mit goldenen Kuppeln, riesigen Hallen und vergoldeten Schnörkeleien. Natürlich besuchten wir den Roten Platz und den Kreml. Bei unserer Begeisterung machten wir selbstverständlich von allem und jedem Fotos. Noch hinzukam, dass dies der schönste Tag der Woche war. Ein russisches Sprichwort sagt, wenn Engel reisen, scheint die Sonne.

Es war ein Schock, als ich am Mittwoch, dem schon bereits sechsten Tag unseres Austausches, feststellen musste, dass bereits mehr als die Hälfte der Woche vergangen war. Alle verstanden sich super und man hatte sich mehr als nur aneinander gewöhnt. Kaum vorzustellen, wie schnell man neue Freunde gewinnen kann. Jedenfalls durften wir an diesem Vormittag fleißigen Fünftklässlern ihre Deutschprüfung abnehmen und mit ihnen einzeln und ganz individuell Lesen üben. Jeder von ihnen hat es hervorragend gemeistert. Der ein oder andere von uns wurde am Ende sogar um ein Autogramm gefragt und „meine Kleine“ wollte sogar unbedingt mit mir ein Foto machen. Handys sind dort in der Schule übrigens nicht verboten, und die Schüler können auch über das Schul-WLAN ins Internet. Meiner Meinung nach könnten sich die deutschen Schulen daran ein Vorbild nehmen. Nachmittags traf sich die Gruppe noch einmal in einem Museum, in dem wir traditionelle Lieder aus Russland und ihre Instrumente kennen lernten. Anschließend bastelten wir noch mit Begeisterung Schutzpuppen, die uns gemäß der Tradition unser Leben lang begleiten und Schutz geben werden. Am Abend besuchte ich noch mit ein paar anderen Alexandra und Fabian bei einem netten Filmabend.

Austauschschüler des Emmy-Noether-Gymnasiums mit den Wladimirer Deutschschülern aus der 5. Klasse.

Austauschschüler des Emmy-Noether-Gymnasiums mit den Wladimirer Deutschschülern aus der 5. Klasse.

Tags darauf kamen wir in eine zweite Klasse und sollten mit so vielen Schülerinnen und Schülern wie möglich Bekanntschaft in der russischen Sprache schließen. Unsere Austauschpartner sollten uns am Abend vorher etwas Russisch beibringen, um einen kleinen Dialog führen zu können. Weiter ging es mit einer Stadtrallye in Wladimir und gemeinsamem Sportunterricht in der Schule. In einem ungewöhnlichen Café trafen wir uns mit den meisten anderen dann im Anschluss, um Twister zu spielen und zu quatschen. Es war deshalb so ungewöhnlich, da man nach Zeit bezahlte und nicht etwa das, was man aß oder trank. Anschließend gingen wir noch Pizzaessen und entspannten zu Hause etwas.

Somit sind wir hier bereits am neunten Morgen des Austausches angelangt und am zweiten Tag, den man ausschließlich in der Familie verbrachte. Ich schrieb und verschickte Postkarten, und wir gingen unter anderem einkaufen. Den Abend verbrachte ich noch mit Sascha in deren Sauna, und wir ließen es uns mit Tee gut gehen.

Am vorletzten Tag planten die Lehrer eine Abschiedsfeier in einer Bowlinghalle. Wir hatten noch viel Spaß und machten gemeinsame Bilder. Ich kaufte im Anschluss daran noch ein paar Andenken und letzte Souvenirs für Freunde, bis ich schließlich schweren Herzens meinen Koffer packte. In der Nacht fuhr unser Reisebus nach Moskau zum Flughafen. Doch der Abschied verlief nicht ohne Tränen. Die russischen und deutschen Schüler hatten sich angefreundet und wollten nicht schon wieder „Auf Wiedersehen“ sagen. Als wir am Flughafen in Nürnberg ankamen, erwarteten uns bereits unsere Eltern, und erst da merkten wir, wie sehr wir sie vermisst hatten, da wir in Russland in so herzlichen Familien gelandet waren.

Ich denke, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass wir mit voller Vorfreude unsere Freunde zu Beginn des kommenden Schuljahres erwarten. Wir alle haben aber bereits jetzt schon viele  Erfahrungen und Eindrücke gesammelt, die wir nicht so schnell wieder vergessen werden. Ich hoffe, solche Austausche werden weiterhin ausgeführt, um Schülern diese einmalige Gelegenheit bieten zu können.

Jennifer Merz


“Der Hl. Geist ist die Taube des Friedens für alle - auch für uns.” Dieses Wort zu Pfingsten eines Blog-Lesers diene auch als Vorwort zu der heutigen sechsten Fortsetzung der Erinnerungen von Günther Liebisch an seine Jahre in Gefangenschaft – in Wladimirer Lagern. 

Als das Lager eines Tages einen LKW bekam, suchte man einen Beifahrer, und obwohl ich noch nicht fahren konnte, meldete ich mich und hoffte, dabei auch das Fahren zu lernen. So machte ich die Bekanntschaft des kleinen Kostja, mit dem ich nun alles Mögliche für das Lager ranschaffte, u.a. Brennholz aus dem Wald von Penkino, wo eine Brigade aus unserem Lager Bäume fällte. Oder Brot von der Großbäckerei in der Stadt, Fleisch vom städtischen Schlachthof für die Küche, Naturalien für das Magazin vom Bahnhof, Kartoffeln und Kapusta (Kraut) von den in der Nähe von Susdal gelegenen Kolchosen, Sauerkraut aus Kowrow oder Fisch aus dem Waggon vom Bahnhof. Die kleinen Fische, unseren Sprotten ähnlich, waren gesalzen und wurden mit Schaufeln aus dem Waggon in Fässer geladen und zum Lager gebracht. In etwa Handvoll großen Portionen gab es sie täglich zu Mittag. Diese Fischchen verzehrten wir 0hne Kopf und Schwanz am Stück.

Auf den Fahrten über Land nahmen wir auch Zivilisten mit, die am Ortsausgang standen. Es gab keinerlei Busverbindungen. Die Anhalter mußten je nach Entfernung bezahlen. Ich erinnere mich an eine Situation, als ein junges hübsches Mädchen am Ziel angekommen, nicht bezahlen konnte, worauf Kostja die Jugendliche ohrfeigte und ihren Kofferinhalt auf die Straße schüttete, dann sogar noch mit den Füßen die Sachen zertrampelte. Ich hätte ihn umbringen können dafür. Auf einer Fahrt im Winter lag auf einer verschneiten Kreuzung weit ab von den Ortschaften ein lebloser Mann, den er einfach umfuhr, anstatt sich um die Person zu kümmern.

Günther Liebisch

Günther Liebisch

Meine Aufgabe, insbesondere im Winter, war es, den Motor des SIS 5 in Gang zu bringen, der aufgrund des sehr steifen Öles durchdrehte und darum nicht auf den Anlasser reagierte. Um den Motor mit der Kurbel zu anzudrehen, war es dort üblich, Feuer unter dem Getriebe zu legen, was einige Zeit in Anspruch nahm. Ich hatte bereits in den Werkstätten diesbezüglich Erfahrung gesammelt und war somit der geeignete Beifahrer. Eines Tages, als der SIS 5 seinen Dienst versagte, stellte man uns einen Opel Blitz, wie der SIS ein Eineinhalbtonner, auf den Hof. Das neue Fahrzeug war für mich und auch Kostja erst mal gewöhnungsbedürftig, was aber bald vorbei war. Auf dem Weg nach Kowrow, wo wir Sauerkraut holen sollten, stockte dann einmal der Motor, da er zu heiß gelaufen war. Ich stellte bald die Ursache fest: Der Motor war zu heiß geworden, weil das Kühlwasser wegen der verlorenen Ablaßschraube am Kühler ausgelaufen war. Ich machte mich daraufhin auf die Suche nach der Schraube und fand diese wie ein Wunder mitten auf der Straße in etwa 300 Meter Entfernung. Nun hatten wir zwar die Schraube, jedoch kein Wasser, und das nächste Dorf war fast einen Kilometer entfernt. Auch fehlte uns ein Gefäß, um das Wasser zu holen, worauf ich Kostja zu verstehen gab, er solle sich auf den Weg machen und Wasser zu holen. Er lehnte sofort ab mit der Begründung, ihm werde niemand einen Eimer leihen. Also machte ich mich mit gemischten Gefühlen auf den Weg und klopfte am erstbesten Haus in dem fast einen Kilometer entfernten Dorf an. Ich brachte mein Anliegen mit meinen kargen Russischkenntnissen vor, worauf man mich höflich ins Haus bat und wohl auch bald meine Herkunft erkannte.

Offensichtlich Mutter und zwei Töchter, eine bereits herangewachsen, baten mich zu Tisch, fragten mich nach meiner Herkunft, gaben mir dann zwei gefüllte Eimer, womit ich mich auf den Rückweg machte. Wir brachten das Auto auch bald wieder zum Laufen und setzten die Fahrt fort. Der gute Kostja jedoch wollte an dem Haus nicht anhalten, worauf ich einfach den Zündschlüssel abzog und so die Leihgabe zurückgeben konnte. Die drei Frauen hätten mich am liebsten dort behalten, da offenbar kein Mann im Haus war. Mit entsprechender Verspätung waren wir dann wieder im Lager, entluden das Auto und machten Feierabend. Es war ja auch schon recht spät.

Nach einiger Zeit wurde aus mir unbekannten Gründen im Lager nach einem Fahrer für den Opel gesucht, der sich mit diesem Fahrzeugtyp auskannte. Es meldete sich ein Georg Bickel, Autoschlosser aus Heidelberg und etwa 40 Jahre alt. Kostja war wohl für das Lager zu teuer gekommen. Ich freundete mich mit dem älteren Kameraden an, und wir nahmen das Fahrzeug gemeinsam in Besitz. Wir erledigten alle Transporte, reparierten auch schon mal den Blitz, und ich lernte unter Anleitung das Autofahren. Man bot uns auch bald eine separate Unterkunft in einem barackenähnlichen Anbau auf dem Lagerhof an, wo wir uns es gemütlich einrichten konnten. Wir beschafften uns auch eine Kochmöglichkeit und konnten unsere gelegentlich erbeuteten Produkte wie Graupen aus einem angebohrten Sack, einen großen Schellfisch oder gefrorene Schweineleber, die im Schlachthof als nicht mehr verwertbar im Abfall gelandet war, zubereiten und genießen. Apropos Genußmittel: Auf dem Weg nach Penkino, in unseren Wald, führte die Straße kurz vor der Kljasma, an der auch Wladimir liegt, an einem Fichtenwäldchen vorbei, aus dem uns an einem Frühjahrstag unüberhörbarer Krähenlärm anlockte, worauf wir dort eine kurze Pause einlegten. Dabei stellten wir fest, daß fast auf jeder der relativ engstehenden Fichte ein Krähennest mit fast flüggen Jungvögeln hing, was mich reizte, auf die Bäume zu steigen und mich von Baum zu Baum zu hangeln. Ich hatte zu tun, die Angriffe der Altvögel abzuwehren. Doch etwa fünf geeignete Jungvögel ließ ich fallen. Den Rest erledigte Schorsch unten. Somit hatten wir für einige Tage unsere Speisekarte mit gebratenen Raben aufgewertet.

Eines Tages, Schorsch hatte wieder einmal Post von daheim erhalten, sagte er zu mir: “Ich muß heim, und ich bitte Dich, mir dabei zu helfen.” – “Ja und? Wie stellst Du Dir das vor?” Seine Antwort: “Wir haben hier auf dem Hof drei Baumstämme liegen, die für mein Vorhaben auch schwer genug sind.” Ich sollte nun den schwersten Stamm anheben und auf seine linke Hand fallenlassen, was dann auch bald geschah. Aufgrund der nun folgenden Invalidität hoffte er, entlassen zu werden. Tatsächlich konnte er bald nach Hause.

Inzwischen war ich auch fähig, den Opel zu kutschieren, fand jedoch bald wieder einen passenden Ersatz für Georg. Bis das soweit war, fuhr ich mit unserem Lagerleutnant nach Gus-Chrustalnyj, um Glaswaren einzukaufen. Wir mußten, aus welchem Grund auch immer, dort übernachten und fanden Platz in einem Einfamilienhaus in unmittelbarer Nähe der Glashütte. Wir fanden Platz, wie ich meine, im Wohnzimmer der Familie, jeder auf einer Art Matratze auf dem Fußboden, nachdem man uns in der Küche einen Imbiß angeboten hatte. Am nächsten Morgen wachte ich von lautem Getrampel über uns auf, und bald danach erschienen drei Generationen: drei Kinder, deren Eltern und die Großeltern, die vor uns ins Obergeschoß geflüchtet waren. Auf der Heimfahrt hielten wir noch im Elternhaus meines Beifahrers an, dessen Mutter mich mit allen möglichen Speisen maßlos verwöhnte.

Bald danach erlebten wir wiedermal einen strengen Winter mit Temperaturen unter -20° C und ich, dieses Mal allein, mußte nach Penkino Holz holen. Auf der Heimfahrt auf dem Waldweg, noch weit von der Ortschaft entfernt, wollte mein Opel nicht mehr, und ich stellte bald fest, daß die Benzinpumpe keinen Sprit zum Vergaser lieferte. Ich baute die Pumpe ab und bemerkte, daß der Pumpenhebel, von der Nockenwelle betätigt, dermaßen abgenutzt war, daß der geringe Hub die Pumpe nicht ausreichend betätigte. In meiner Ersatzteilekiste entdeckte ich zum Glück ein Stück Eisendraht, etwa 5 mm lang, wickelte diesen Draht um den Pumpenhebel und baute die Pumpe schnellstens wieder ein. Wie gesagt, es mußte alles schnell gehen, da bei den Minusgraden der Kühler in kürzester Zeit einfrieren würde, denn Frostschutzmittel gab es dort nicht. Dabei kam schon mal Benzin auf meine Finger, was bei der Kälte unbeschreiblich schmerzhaft ist. Die Karre lief wieder, ich konnte den Kühler von meinem Mantel befreien, und unbeschreiblich glücklich setzte ich die Heimfahrt fort. Auf der letzten Fahrt mit dem Opel, wieder mit unserem Wachleutnant als Beifahrer, zu einer Kolchose hinter Susdal rappelte es kurz vor dem Ziel furchtbar im Motor. Es hörte sich wie ein Lagerschaden an, so daß ich mich unter den Wagen legte, die Ölwanne abschraubte und feststellte, daß das Pleuellager des Fünfzylinders ausgelaufen war. Ich entfernte das Pleuel mit Kolben, schraubte die Ölwanne wieder an und war überzeugt, der gute Opel werde auch mit fünf Zylindern den Heimweg schaffen. Diese Aktion dauerte seine Zeit, weshalb wir wiederum in einem kleinen Haus übernachten mußten. Wir saßen gemeinsam im Wohnzimmer, zusammen mit Haustieren wie Ziegen und Karnickeln, als ich plötzlich ein furchbares Jucken auf der Brust spürte. Ich schaute nach und entdeckte einige Flöhe, die sich offenbar an mir labten. Das war mir einfach zu viel, und ich entschloß mich, im Opel zu übernachten. Es war ja kein Winter.

Am nächsten Morgen schaute ich noch mal zum Motor und entfernte von der Kerze des Fünfzylinders das Kerzenkabel, das leider, von mir unbemerkt, mein lieber Beifahrer in der Annahme, ich hätte es vergessen, wieder aufgesteckt hatte. Auf der Heimfahrt knallte es im nächsten Dorf furchtbar unter der Motorhaube, worauf ich anhielt und feststellte, daß einmal der Fünfzylinder wieder gezündet hatte, wodurch das in die Ölwanne gelangte Kraftstoffgemisch explodiert und das gesamte Öl durch den Einfüllstutzen geströmt war. Somit war der Motor ohne Öl, weshalb ich nicht weiterfahren konnte. Ich mußte also sehen, wo ich Öl herbekam, und ging auf den Hof einer Kolchose gegenüber, sah dort niemanden und schaute auf die Ladefläche eines dort abgestellten Lkw der Marke GAS. Wie ein Wunder entdeckte ich dort einen Kanister, schwang mich auf das Gefährt und siehe da, der Kanister war voller Öl. Da kein Mensch zu sehen war, verschwand ich mit dem Fundstück, füllte das Öl in den Motor meines Opels und fuhr mit unruhigem Motor vorsichtig heim. Somit wurde der gute Opel ein weiteres Opfer der üblen Ölqualität und hinüber.

Zu den Fahrten primär für die Versorgung des Lagers gehörte auch der regelmäßige Weg zur Brotfabrik, wo sich hin und wieder die Gelegenheit bot, ein oder auch zwei Brote abzustauben, stets willkommen, um die Tagesration im Lager von 600 Gramm aufzubessern.

Fortsetzung folgt.


Es gibt ja mittlerweile wohl kaum noch einen Tag im Kalender, der nicht einem Motto, einer Berufsgruppe oder einer gesellschaftspolitischen Zielstellung gewidmet wäre. Dort, wo in christlichen Zeiten oft mehrere Heilige um die fromme Aufmerksamkeit rangen, tummeln sich heute die unterschiedlichsten Botschaften und Aufrufe an die Menschheit. Allein gestern waren da zum einen der Kampf gegen Homophobie (passend dazu wurde die gleichgeschlechtliche Ehe in Frankreich endlich legitimiert) und die Telephonseelsorge für Kinder. Nicht unbedingt Gegensätze, aber doch Dinge, deren gemeinsamer Nenner sich nicht auf den ersten Blick erschließt.

Nummer gegen Kummer für Kinder, Heranwachsende und Eltern.

Nummer gegen Kummer für Kinder, Heranwachsende und deren Eltern.

Wir wollen aber nicht werten, sondern den Blick auf den fernmündlichen Kummerkasten der Kinder richten. Dem widmet sich nämlich derzeit in Moskau eine Konferenz, an der auch Irina Alejewa aus Wladimir teilnimmt, die diesen Dienst am Kind in der Partnerstadt leistet: anonym, kostenlos, rund um die Uhr – und professionell. 21 Psychologen sind unter der Nummer 333 333 zu erreichen, seit zwanzig Jahren nun schon. 2010 wurde sogar noch eine zusätzliche mobile Nummer freigeschaltet.

Nummer gegen Kummer

Kostenlose und anonyme Nummer gegen Kummer für Heranwachsende.

Im ganzen Land gibt es mehr als 280 solcher Sorgen-Nummern, bei denen mehr als eine halbe Million Anrufe im Jahr eingehen. Die allermeisten wegen Liebeskummer, Problemen im Freundeskreis und in der Schule oder wegen Hänseleien und Drangsalierungen, die zunehmend als virtueller Psychoterror in den sozialen Netzwerken des Internets auch unter russischen Kindern und Jugendlichen zu einem Schrecken im wirklichen Leben werden. Doch mehr als 35.000 Mal suchen die jungen Anrufer auch Hilfe wegen Mißhandlung oder Vernachlässigung. “Solange das Kind nicht weint, weiß die Mutter nicht, was es meint”, weiß dazu ein russisches Sprichwort. Und hätte es zu Jesu Zeiten bereits den Fernsprecher gegeben, fänden wir beim Evangelisten Lukas in Kapitel 11, 9 sicher auch das Versprechen: “Rufet an, so werdet ihr gehört.” Schön, daß sich das dank Technik und verständigen Menschen auch in Wladimir für Kinder wie Erwachsene erfüllt hat.


“Wir haben eigentlich nicht mehr gemacht, als jeden Tag aufs Fahrrad zu steigen und weiterzufahren”, meinte am Mittwoch bei dem abendlichen Heimkehrertreffen ganz bescheiden Jörg Gruner - und startete eine Bilderschau mit rauschhaft schönen und unvergeßlich stimmungsvollen Eindrücken von der Tour de Friends, die in Erlangen – immer dem scharfen Ostwind entgegen – spätwinterlich gestartet war und dann über ein zaghaft frühlingsfrohes Baltikum, das glänzend-strahlende Sankt Petersburg bis ins frühsommerlich warme Wladimir führte. Immer wieder zum Schwärmen nachzulesen im Blog: http://wladimirtour.wordpress.com.

Jörg Gruner, Gertrud Härer, Walter Költsch.

Jörg Gruner, Gertrud Härer, Walter Költsch.

Am Sonntag sind Jörg Gruner, Gertrud Harer und Walter Költsch wieder in Erlangen eingetroffen - per Flug ab Moskau – und haben Peter Smolka nun alleine auf die Strecke geschickt, von der russischen Hauptstadt aus über Kasachstan und weiter und weiter… in alle Partnerstädte Erlangens rund um den Erdball. Aber die drei bleiben in Verbindung mit ihm. Schon dieser Tage geht noch via Wladimir ein wichtiges Ersatzteil an ihn, um sein Fahrrad für den weiten Weg zu rüsten.

Willkommenswein in Erlangen für die Heimkehrer.

Willkommenswein in Erlangen für die Heimkehrer.

Nochmals zu den Bildern, die am Mittwoch zu Borschtsch und anderen Leckereien gezeigt wurden: Walter Koltsch meint, das sei nur der Vorgeschmack gewesen, er wolle noch einen Film über die Tour zusammenstellen. Doch schon jetzt ist die Idee entstanden, die Bilder baldmöglichst auch im Club International bei einem der nächsten Treffen des Freundeskreises Wladimir zu zeigen, zumal die Partnerschaft ja drei neue Freunde gewonnen hat. Auch übrigens dank der herzlichen Aufnahme von Oberbürgermeister Sergej Sacharow. Denn: “Ein wirklich feiner Mensch. Er hat spontan angeboten, mit uns durch die Stadt zu radeln. Wir glaubten das gar nicht so recht. Doch dann war er plötzlich da, und wir hatten einen Riesenspaß miteinander.”

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